Bachelorstudent Timo berichtet von seinem Auslandpraktikum in Bogota, Kolumbien.

«Mas despacio por favor» – Nicht so schnell, bitte. Mein Lieblingssatz in meinen ersten Wochen in Kolumbien.

Ich absolviere mein zweites Praktikum bei der «Fundación 33 Sueños» im Herzen von Bogota. Ohne grosse Spanischkenntnisse bin ich Anfangs März in Kolumbien angekommen. Nach drei Wochen Sprachschule und viel Schweiss und Fleiss bin ich nun in der Lage, mich auf Spanisch zu verständigen. Dies ist auch dringend nötig, da hier eigentlich niemand Englisch spricht.

Wir arbeiten mit Kindern aus einer angrenzenden, sehr armen Stadt namens Soacha. Mit diesen ca. 40 Kindern führen wir 3-4 Mal im Monat Aktivitäten durch. Auf dem Programm stehen Fussballworkshops, Lesen, Zeichnen und sich kreativ betätigen.

Zu Beginn ging mir alles zu schnell. An meinem ersten Tag fuhren wir sogleich an unseren Arbeitsort nach Soacha, um die Kinder kennenzulernen. Nach einer gefühlten Stunde warten, gelang es mir endlich, mich in einen nicht ganz vollgestopften «Transmillenio» Bus hineinzuquetschen. In der Schweiz wäre das die schöne S7 nach Zürich mit Blick auf den Zürichsee. Ich erreichte den abgemachten Treffpunkt Transmillenio Station in der Nähe von Soacha 30 Minuten zu spät. Jedoch war ausser meiner Chefin noch niemand eingetroffen. Ein altbekanntes Problem in Bogota. Der Verkehr.

Alle beisammen, nahmen wir dann einen weiteren kleineren Bus nach Soacha. Bevor wir in den Bus einstiegen, wurde mir geraten während der Fahrt nicht zu sprechen. Aus Sicherheitsgründen.

Ich dachte mir nur: «Das Abenteuer kann beginnen…»