Bachelorstudentin Stefanie berichtet von ihrem Auslandsemester in Hamburg.

Hamburg, eine Stadt zum Verlieben. Die vielseitige Hansestadt hat so viele schöne Ecken und Parks. Ich geniesse das vielfältige, urbane Leben, die vielen unterschiedlichen Restaurants und Cafés, aber auch die Kunst in den Strassen. Streetart als Ausdruck, was die Menschen beschäftigt.

Hamburg ist besonders bekannt für links politische Stadtteile. Mehr Toleranz und Akzeptanz wird hier oft auf künstlerische Weise eingefordert. Die Stadt wird als Sprachrohr genutzt, um einzustehen, um «laut» zu werden. Aktuelle Problematiken werden kreativ thematisiert. In jeder Ecke gibt es was zu entdecken, oft erst auf den zweiten Blick. Ich finde die Denkanstösse inspirierend. Ich sehe sie als Möglichkeit, andere Perspektiven und Gedanken zu erfahren, aktuelle Problematiken bewusster wahrzunehmen, sowie Privilegien und die Gesellschaft kritischer zu hinterfragen.

Besonders das Gängeviertel dient als alternativer Freiraum inmitten der Stadt. «Komm in die Gänge!», fordern plakative rote Aufkleber am Valentinskamp in der Neustadt kurz und bündig. Wer dem Aufruf folgt betritt einen kreativen Freiraum, in dem jeder und jede willkommen ist. Neben dem kreativ gestalteten Platz werden diverse Ausstellungen, Konzerte, Parties und Lesungen angeboten.

Das traditionelle Hamburg darf natürlich auch nicht in Vergessenheit geraten. Das typische Plundergebäck mit Zimt und Zucker sowie ein Fischbrötchen am Hafen gehören hier zur Kultur und sind ausserdem extrem lecker. Während dem Verzehren der Köstlichkeiten kann man gemütlich auf den Stufen der Landungsbrücken das bunte Hafentreiben beobachten. Wenn man Glück hat wird das Ganze noch von der Musik eines Strassenkünstlers umrahmt 😉.

Ein Spaziergang rund um die Alster ist ebenfalls sehr lohnenswert. Besonders schön zeigt sich die Binnenalster bei Sonnenuntergang. Der kommende Sommer und somit auch die wärmeren Temperaturen machen sich auch bei der Stimmung der Hamburger bemerkbar. Die bis jetzt noch raren Sonnenstrahlen werden besonders zelebriert. Mit ausgelassener Stimmung trifft man sich in den Parks zum gemütlichen Zusammensein oder man macht die Stadt vom Fluss aus mit dem Standup-Paddle unsicher.

Das Studieren gestaltet sich ein bisschen langsamer und ruhiger im Homeoffice. Dennoch sind es interessante Vorlesungen und Diskussionen. Der Unterricht aller Module, die ich gewählt habe, ist sehr abwechslungsreich gestaltet mit viel Theorie-Praxis-Transfer. Das Homeoffice ermöglicht mir auch einen Einblick in die Studieninhalte meiner Mitbewohnerinnen. Neben ein paar Psychologieinputs kann ich auch noch diverse Digital-Media-Projekte mitverfolgen.