Ayesha Rether und Nina Brüesch, Mitarbeitende der ZHAW Soziale Arbeit, berichten vom 12. bundesweiten Methodenworkshop des Netzwerks Rekonstruktive Soziale Arbeit.

Unsere erste Tagung, unsere erste Reise nach Frankfurt, unser erster Besuch an einer anderen Fachhochschule und schliesslich unsere erste methodische Auseinandersetzung mit der rekonstruktiven Sozialen Arbeit. Zusammen mit unserem Kollegen Martial Jossi sind wir im September per Zug nach Frankfurt an den 12. bundesweiten Methodenworkshop des «Netzwerks Rekonstruktive Soziale Arbeit» an die Frankfurt University of Applied Science gereist.

Nach einem spannenden und inspirierenden Einstiegsvortrag von Dr. Irini Siouti zum Thema «Doing Biografische Reflexivität in der Forschungspraxis» konnten wir im Workshop «Methoden der rekonstruktiven ethnografischen Praxisreflexion und Forschung» einen vertieften Einblick in die Thematik der rekonstruktiven Sozialen Arbeit und Forschung erhalten. Die Workshopleiterin Hanna Beneker der Alice Salomon Hochschule in Berlin gestaltete mit ihrem umfangreichen Wissen, einer hohen methodischen Kompetenz und ihrer sensiblen und wertschätzenden Art eine mitreissende und intensive methodische Auseinandersetzung mit dem Material und regte tiefgreifende Diskussionen über hochrelevante Themen der Sozialen Arbeit an. Insbesondere ihre Ausführungen zum Thema «äussere Ordnung zerstört innere Schönheit» hat uns zu Reflexionsprozessen in Bezug auf Professions- und Haltungsfragen angeregt.

Neben dem Besuch der Tagung hat uns die vermeintliche «Finanzstadt» Frankfurt positiv überrascht, denn sie hat wesentlich mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Vor allem die Stadtteile Nordend – wo auch die Hochschule beheimatet ist – und Bornheim sorgen mit ihrer entspannten Atmosphäre, den unzähligen Cafés, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten für viel Abwechslung.