Bachelorstudentin Stefanie berichtet von ihrem Auslandsemester in Hamburg.

Der Abschied am Bahnsteig von meinen Liebsten war nicht leicht. Mit Pappschild und lieben Worten liessen sie mich mein neues Abenteuer beginnen. Die Zugfahrt verging viel zu schnell, die verschiedenen Ortschaften zogen an mir vorbei. Doch die Vorfreude wurde immer grösser, je näher der Zug der Hansestadt kam. Am Bahnhof angekommen, begrüsste mich ein rauer Wind. Willkommen in Hamburg.

Ich wurde herzlich willkommen geheissen im Studentenwohnheim, wo ich die nächsten Tage auch verbrachte. Denn Einreisende aus einem Risikogebiet mussten in Quarantäne. Erst nach 5 Tagen hatte ich die Möglichkeiten, mich «frei zu testen» durch einen negativen Corona-Test.

Ich hatte also noch nicht viel von Hamburg gesehen, nur den atemberaubenden Blick aus dem Fenster meines Zimmers im 14. Stock. Dafür wurde die Vorfreude immer grösser, bald die Stadt entdecken zu dürfen.

Aufgrund der Pandemie fanden alle Welcome-Days für die internationalen Studierenden online statt. Alle von der HAW gaben sich grösste Mühe das Programm so interaktiv wie möglich zu gestalten. Von einer Online-Gamenight bis zu einem Pubquiz war alles dabei, sodass man ein bisschen in Kontakt kam mit den anderen internationalen Studierenden. Zwar sind alle Aktivitäten des Studierendenwohnheims abgesagt und der Aufenthaltsraum unbenutzt, aufgrund der aktuellen Regelungen. Trotz allem spürt man einen starken Zusammenhalt und Optimismus der Austauschstudierenden.

Alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Gemeinsam mit ein paar Spanier und Südkoreanerinnen haben wir unser eigenes internationales Dinner gemacht und so verschiedene Speisen aus den jeweiligen Ländern probiert.
Das erste Blockseminar fand über Zoom statt. Die Seminare sind ziemlich ähnlich gestaltet wie an der ZHAW.

Ich habe mich für ein Konfliktmanagementseminar einer sehr interessanten Dozentin eingeschrieben. Mit vielen Praxisbeispiele und Diskussionen vergingen die Seminartage sehr schnell. Meine Kommilitonen und Kommilitoninnen waren sehr offen und nahmen die Austauschstudierenden gut auf.