Sandra aus Frankfurt am Main berichtet von ihrem Austauschsemester in Zürich: «Hoi mitenand und wie gahts üch?» Mir geht es sehr gut in Zürich und heute möchte ich gerne etwas von meinem ersten Tag an der ZHAW berichten.

Mein erster Tag hat um 6 Uhr morgens angefangen. Ich bin extra früh aufgestanden, um rechtzeitig im großen Toni Areal meine Kursräume zu finden. Um 7 Uhr bin ich mit der Tram Linie 17 aus dem Studentenwohnheim in Altstetten zum Campus gestartet. Nach nur 10 Minuten war ich schon da. Wesentlich schneller als erwartet.

Der Campus Toni-Areal von aussen

Die Vorlesungen fangen erst um 8.30 Uhr an. Somit war ich viel zu früh und hatte noch etwas Zeit, mich im neuen Gebäudekomplex umzusehen. Der offene Eingangsbereich ist sehr beeindruckend durch die hohen Decken, die sehr breite Treppe, offene Sitzbereiche aus Holz zusammen mit vielen Ausstellungswerken an den Wänden. Das übergroße hölzerne Trojanische Pferd vor der Eingangstür hat mir besonders gut gefallen. Ich habe direkt einen ersten Eindruck von der kreativen Arbeitsatmosphäre bekommen.

Von einem freundlichen Mitarbeiter am Infoschalter habe ich meinen Studentenausweis abgeholt und mich auf die Suche nach «dem Turm» begeben, wo die meisten der Vorlesungen in Sozialer Arbeit stattfinden. Dies ist gar nicht so leicht, wenn man den Weg nicht kennt. Zunächst war ich im falschen Gebäudeteil und bin wieder nach unten gefahren. Letztlich habe ich mir den Weg von anderen Studierenden erklären lassen. Mit einem anderen Aufzug bin ich wieder in den 7. Stock gekommen, dieses Mal aber «im Turm».

Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Magen habe ich mir im Veranstaltungsraum etwas weiter hinten einen Platz gesucht. Der Inhalt der Vorlesung hat mir aber schnell die Nervosität genommen, da ich genug Vorwissen aus dem Grundlagenmodul dazu mitbrachte. Bereits in dieser Vorlesung kam ich mit ein paar Schweizer Studierenden in Kontakt und meine Mittagspause war gerettet.

Ansicht des Aufenthaltsraums grüne Kaskade im Toni-Areal

Die zweite Vorlesung an diesem Tag verlief ähnlich. Immer wieder gibt es hier kleine Gruppenarbeiten von wenigen Minuten und sogar Arbeitsblätter, wodurch die Module sehr interaktiv gestaltet werden. Aus Deutschland bin ich überwiegend Frontalvorlesungen gewohnt, ganz nach dem Motto «hineinsetzten, mitschreiben und am Ende wieder gehen».

Von daher bin ich sehr positiv überrascht, dass die Dozierenden an der ZHAW die Studierenden immer wieder dazu ermuntern, Fragen zu beantworten und sich zu beteiligen. Viele Studierende gehen dem zwar, besonders morgens, ungern nach, dennoch finde ich diese Art der Vorlesungsgestaltung als sehr wertvoll und bin gespannt wie es weitergeht.

Tschau und bis dänn 🙂