Bachelorstudentin Chiara berichtet von ihrem Auslandsemester in Hamburg.

Das Semester hat am 2. November 2020 gestartet, deutlich später als an der ZHAW. Aufgrund der aktuellen Situation hat sich das Semester nach hinten verschoben. Obwohl alle Module online stattfinden, habe ich mich wieder auf den Unterricht gefreut, auf den Austausch mit anderen Mitstudierenden und war gespannt darauf, welchen Unterschieden ich begegnen werde.

Wie auch an der ZHAW legt die HAW ebenfalls starken Fokus auf Gruppenarbeiten. Mit Gruppenarbeiten meine ich, dass die Leistungsnachweise in Gruppen erarbeitet werden müssen. Meine Mitstudierenden haben mich in den Gruppen herzlich aufgenommen und trotz Online-Meetings funktioniert die Zusammenarbeit und der Austausch sehr gut. Die Dozierenden sind sehr bemüht, den Online Unterricht so spannend und interaktiv, wie möglich zu gestalten. Ich finde dies funktioniert den Umständen entsprechend gut. Ich persönlich finde es in der aktuellen Situation schwierig, didaktische Unterschiede zwischen der HAW und ZHAW zu sehen.

Was mir allerdings im Vergleich zur ZHAW aufgefallen ist, ist dass die HAW oft Hausarbeiten als Leistungsnachweis einsetzt. Die Inhalte des Studiums sind sehr ähnlich aufgebaut, jedoch dauert das Praktikum nur 6 Monate. Dafür ist die Dauer des Studiums regulär ein Semester länger (sieben Semester bei einem Vollzeitstudium).

Ich bin froh, dass ich einen Buddy (jemand vom selben Studiengang, welcher bei Fragen rund um das Studium zur Verfügung steht) vom Studiengang Soziale Arbeit habe, mit der ich mich regelmässig physisch treffen und mich über das Studium und sozialen Thema austauschen kann. Dies schätze ich sehr, weil es in Zeiten von Corona nicht selbstverständlich ist.

Viele fragen sich vielleicht, wieso ich überhaupt eine Auslandsemester mache, da ja sowieso alles online stattfindet. Klar ist es nicht dasselbe und speziell der Austausch mit den Mitstudierenden ist nicht derselbe was natürlich schade ist. Dafür ist man durch die Online-Vorlesungen viel flexibler, sprich ich kann von Hamburg aus am Unterricht teilnehmen oder aber auch von meinem Ferienhaus an der Ostsee. Die aktuelle Situation ist herausfordernd und das Semester nicht wie normalerweise, trotzdem versuche ich mir eine unvergessliche und lehrreiche Zeit hier in Hamburg zu machen und bin bis jetzt damit erfolgreich. Ich freue mich nun auf die nächsten und letzten drei Monate hier in Hamburg.