Alexandra Schürz, Studentin aus Österreich, berichtet aus ihrem Austauschsemester an der ZHAW Soziale Arbeit in Zürich.

5:45 Uhr – mein Wecker klingelt. Nach 15 Minuten schlummern gewinne ich den Kampf gegen meine Müdigkeit und schaffe es endlich aufzustehen. Das ist ganz schön früh für mich als Langschläferstudentin. In Österreich hatte ich doch meist erst abends Schule. Doch pünktlich um 6:39 Uhr fährt mein Zug von Chur nach Zürich, wenn ich verschlafe leider auch ohne mich. Aber was macht man nicht alles für eine bezahlbare Wohnung mit dem Freund, der nun mal in Chur lebt 🙂 .

Im Zug angekommen freue ich mich immer, wenn ich ein ruhiges Plätzchen finde, um meinen Schlafmangel auszugleichen. Das funktioniert immer sehr gut, bis der Ticketkontrolleur seinen Auftritt hat. Er betritt den Wagen und reisst mit einem lauten «Billett vorweisen bitte!» alle aus den Schlaf. Das Schlafen während der restlichen Fahrt gebe ich dann auf und versuche, noch Aufträge zu erledigen, um produktiv für die FH zu sein.

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An der ZHAW fühle ich mich mittlerweile schon richtig wohl. Im Gegensatz zu meiner Heimat FH in Linz, gibt es im Toni Areal fixe Mittagspausen und eine preiswerte, leckere Mensa. Auch der für Studenten und Studentinnen lebensnotwendige Kaffee ist  für CHF 2.30.– im Toni für Schweizer Verhältnisse sehr günstig.

In Österreich wird gemunkelt, dass es schwierig ist, Schweizer und Schweizerinnen kennenzulernen und das diese zu Beginn eher reserviert wirken. Ich habe jedoch gegenteilige Erfahrungen gemacht. Ich erlebe die Menschen  an der FH als sehr offen, lustig und hilfsbereit. Natürlich muss man auch mal die Initiative ergreifen und jemanden ansprechen, wenn man nicht die ganze Pause alleine herumlaufen möchte.

Manchmal überkommt mich auch ein Gefühl von Heimweh. Dann habe ich auch mal keine Lust neue Leute kennenzulernen. Zum Glück sind fast zeitgleich mit mir auch zwei Freundinnen von Österreich in die Schweiz gezogen und wenn ich etwas mit den beiden unternehme, verfliegt auch das Heimweh wieder ganz schnell.

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