Dirk Baier, Leiter des Instituts für Delinquenz und Kriminalprävention, berichtet von seinem Besuch an der Fachhoschule Oberösterreich in Linz.

Das Departement Soziale Arbeit der Fachhochschule Oberösterreich veranstaltete vom 5.6. bis zum 9.6.2017 einen Dozierenden- und Studierendenaustausch in Linz. Ich konnte an zwei Tagen an diesem Austausch teilnehmen, u.a. deshalb, weil der Themenbereich der Delinquenz auch ein Schwerpunkt der Bachelorausbildung in Linz ist.

Am Montagabend habe ich mich dann auch gleich mit dem Verantwortlichen dieses Themenbereichs, Prof. Dr. Helmut Hirtenlehner, getroffen und ein gemeinsames Publikationsprojekt zur Alterskriminalität besprochen.

Am Dienstagmorgen war die offizielle Eröffnung der Austauschveranstaltung. Prof. Dr. Christian Stark, Leiter der Masterausbildung, führte in die Leitidee des Austauschs («Embracing Diversity») ein und stellte das Departement vor, an dem jährlich ca. 60 Studierende ein Bachelor- und ca. 30 Studierende ein Masterstudium beginnen. Ein anschliessendes «World Café» diente dazu, die Teilnehmenden des Austauschs näher kennen zu lernen. Insgesamt fanden ca. 50 Dozierende und Studierende aus Deutschland, Finnland, Russland, Armenien, den Niederlanden, Kanada und Grossbritannien den Weg nach Linz.

Von Dienstag bis Freitag fanden daneben jeweils Vorträge bzw. Workshops der teilnehmenden Dozierenden statt. So konnte ich einen einstündigen Workshop zum Thema Extremismus durchführen. Daneben wurden täglich Exkursionen zu Praxisorganisation der Sozialen Arbeit, die bspw. Obdachlose, Flüchtlinge oder Straffällige betreuen, organisiert.

Zudem gab es eine Führung durch die Stadt Linz, in der man neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auch interessante Details zur Geschichte der Stadt erfahren konnte. So z.B., dass Linz nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar mit Berlin einige Jahre eine geteilte Stadt gewesen ist. Zudem zeigte die Führung die hohe Affinität der Stadt zu Kunst und Kultur auf: Im Jahr 2009 war Linz die Kulturhauptstadt Europas; viele u.a. im öffentlichen Raum platzierte Installationen lassen sich noch heute besichtigen (z.B. der «Höhenrausch»).

Alles in allem kann ich den Organisatoren des Austauschs aufgrund des abwechslungsreichen und bereichernden Programms einen grossen Dank aussprechen. Der kurze Besuch in Linz hat sich aus meiner Sicht sehr gelohnt.