Emanuela Chiapparini, Dozentin und Projektleiterin der ZHAW Soziale Arbeit, berichtet von der «World Education Research Association-Conference» an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg, Deutschland.

Vom 30.11.-2.12.2017 tagten über 100 Forschende aus 16 Ländern (z.B. Canada, Russland, Korea, Japan, Island, Finnland, USA, Hongkong und Australien) an der World Education Research Association-Conference. Im Mittelpunkt standen Präsentationen und Diskussionen zum Konferenzthema «Extended Education from an International Comparative Point of View», das aus vielfältigen kulturellen, methodologischen und fachlichen Perspektiven in der Praxis, Ausbildung und Forschung vertieft wurde.

Stadt Bamberg in Deutschland

Ich organisierte das Symposium «Professional Cooperation in All-Day Schools» zusammen mit Patricia Schuler (PH Zürich) mit Beiträgen aus Deutschland, Schweden, Schweiz und New York.

Porträt von Emanuela Chiapparini

Besonders eindrücklich waren die Vielfalt an ausserschulischen Angeboten und wie diese je nach kulturellem Kontext und Schulsystem unterschiedlich gesteuert und gestaltet werden. Während in asiatischen Ländern die ausserschulischen Angebote mehr strukturiert und jeweils mit einer pädagogischen Aufsicht versehen sind, entwickelten sich insbesondere in deutschsprachigen Länder neben kursförmigen Freizeitangeboten und schulstofforientierten Förderungsangeboten ebenfalls offene Formen der ausserschulischen Angebote wie beispielsweise die offene Jugendarbeit.

Hörsaal mit Teilnehmenden einer Konferenz

Zudem reflektierten die Teilnehmenden an der Konferenz die Verzahnung von «Unterricht» und «ausserunterrichtlichen Angeboten» in dreierlei Hinsicht, die Professor Dr. Eckhard Klieme (German Institute for International Educational Research (DIPF), Frankfurt) zusammenfasste:

  • Additives Modell: Unterricht und ausserunterrichtliche Angebote bestehen, aber in einem Nebeneinander und als sich ergänzende Lernorte
  • Modell einer curricularen Co-Produktion: Unterricht und ausserunterrichtliche Angebote weisen eine gemeinsame Schnittfläche auf, sodass ein verzahntes Verhältnis mit überschneidenden Momenten besteht
  • Integratives Modell: Unterricht und ausserunterrichtliche Angebote sind so miteinander integriert, dass sie sich gegenseitig befruchten und in laufendem Austausch stehen

Schliesslich bot der Austausch während den Symposien und Keynotes-Vorträgen, in den Pausen und sozialen Events eine optimale Möglichkeit sich zu vernetzen und Ideen für interanationale Projekte zu entwickeln und voranzubringen.