Bachelorstudentin Aurelia berichtet von ihrem Auslandsemester in Berlin.

Es fühlte sich für mich an, wie Liebe auf den (beinahe) ersten Blick. In den ersten Monaten meines Aufenthalts in Berlin durfte ich diese Stadt bei wunderschönem Herbstwetter kennenlernen. Von Anfang an liebte ich ihre Vielfalt, ihre Andersartigkeit, ständig Neues zu entdecken und zu fühlen, dass ich hier sein kann wer und wie ich sein möchte.

Leider wurde es aufgrund der Umstände, die zurzeit vorherrschen, nach den ersten Wochen etwas schwieriger. Der Winter kam näher und gleichzeitig schlossen Restaurants, Museen und sämtliche Unterhaltungsmöglichkeiten, die nicht in eisiger Kälte im Park stattfanden. Glücklicherweise konnten wir Austauschstudierenden gemeinsam noch lange Spaziergänge unternehmen, zusammen kochen oder mal ein Spielabend verbringen. Hätte ich diese Möglichkeit nicht gehabt, wäre es schwieriger und höchst wahrscheinlich ziemlich einsam geworden.

Da die Schule bereits von Anfang an online stattfand, änderte sich dadurch während des Semesters nicht viel. Der Unterricht gestaltete sich sehr abwechslungsreich und ich konnte von einigen Seminaren wirklich viel profitieren. Die offenen und redefreudigen Dozierenden und Studierenden machten mein Semester an der ASH sehr angenehm. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass ein Semester vor Ort und mit Frontalunterricht noch etwas ergiebiger gewesen wäre.

Viele fragen mich, ob ich, wenn ich gewusst hätte, dass es erneut zu solch massiven Einschränkungen kommt, trotzdem nach Berlin gereist wäre. Ich beantworte diese Frage stets mit einem Ja. Ich durfte in den ersten Monaten schon viele Vorzüge von Berlin kennenlernen, ich freundete mich mit einigen sehr inspirierenden und tollen Menschen an und bin ausserdem auch etwas stolz darauf, mich aus meiner Komfortzone heraus gewagt zu haben.

Ich bin dankbar dafür, dass ich viel Neues uns Spannendes erleben durfte und ich kann es kaum erwarten, mich mit meinen neu gewonnenen Freunden in baldiger Zukunft in der normalerweise pulsierenden Stadt Berlin zu treffen diese in vollen Zügen zu geniessen.