Bina Taverna, Bachelorstudentin, berichtet von ihrem Praktikum bei einem Social Circus in Stellenbosch, Südafrika.

Mit einer Gruppe von 12-Jährigen fuhren wir in die Berge nördlich von Cape Town, Südafrika, um den SchülerInnen die Natur näher zu bringen. Als wir den Berg hinauffuhren, wurden wir von dichtem, mystischen Nebel umhüllt, so dass wir keine Ahnung hatten wie die Landschaft um uns herum aussah. Als wir unsere Zelte aufgeschlagen hatten und sich der Nebel lichtete, waren wir umso überraschter über die gigantischen Berge und Felsen um uns herum.

Während den vier Tagen gingen wir auf verschiedene Entdeckungsabenteuer. Wir machten eine Flusswanderung zu einem riesigen natürlichen Pool mit unzähligen kleinen Wasserfällen.

Die Kinder mussten auf dem Weg viele knifflige Stellen mitsamt ihrem Gepäck überwinden, doch durch Teamwork haben es alle gut überstanden. Am Pool angekommen, sprangen die Kinder von hohen Klippen ins Wasser und brachten auch mich dazu, meinen Nervenkitzel zu überwinden. Wir fanden Felswände zum Klettern und wer fiel, landete im Wasser. Mit einer kleinen Gruppe gingen wir auf eine ziemlich fortgeschrittene Freeclimbing Tour. Sorgfältiges Risk Management war wichtig, da wir alle ungesichert waren und Unachtsamkeit fatale Folgen haben könnte. Wir sind vorgeklettert und haben die Kinder bei schwierigen Stellen unterstützt. Für Viele war das ein Highlight, da sie sich niemals so viel zugetraut hätten. Das ganze Camp war darauf ausgelegt, sie in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen und sie aus ihrer Komfortzone zu locken.

In der Vollmondnacht haben wir eine Wanderung gemacht, um in einem kleinen Bergsee zu schwimmen. Den ganzen Weg wanderte die Gruppe ohne künstliches Licht und in kompletter Stille. Ohne die Lichtverschmutzung der Stadt sah man die klaren Sterne und wir erwischten auch einige Sternschnuppen. Nach diesem Abenteuer sassen wir alle ums Feuer und liessen den Abend mit gegrillten Marshmellows ausklingen.