Month: September 2018

Semester in Groningen: von Fahrrädern, jüngeren Kommilitonen und dem Denken in Zahlen

Bachelorstudentin Raphaela berichtet aus ihrem Auslandsemester in Groningen.

Mensch mag Zahlen. Mensch braucht Reduktion. Zahlen transportieren Werte: Geld, Alter, Buchseiten, Zeit. Sie übermitteln sogenannt klare Botschaften. Aber es steckt viel mehr dahinter. Prinzipiell mag auch ich Zahlen – aber manchmal fallen sie mir etwas schwer. Ich brauche Kontext.

Seit ich in Groningen bin, werden mir oft dieselben Fragen gestellt: Wie lange bist du denn schon dort/hier? Auf einer Skala 1 bis 10: wie wohl fühlst du dich? Wie viele Einwohner hat Groningen? Gibt es dort viele Fahrräder? Besitzt du selber ein Fahrrad? Mit wie vielen Leuten wohnst du zusammen? Wieviel kostet ein Bier? In welchem Jahr deines Bachelors bist du? Wie alt bist du?

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«Todavía es de día» … das gilt auch für demente Menschen

Bachelorstudentin Manuela berichtet von ihrem Praktikum in Ecuador.

Ich habe mithilfe einer ecuadorianischen Freundin im Internet recherchiert und bin auf die Website von Punchanaya Kan gestossen. Eine kleine Altersresidenz, die sich in familienähnlicher Struktur auf die Betreuung von Personen mit Alzheimer spezialisiert und dafür sorgt, dass sich betroffene Menschen sowie ihre Angehörigen verstanden und wertgeschätzt fühlen. «Noch ist es Tag» – auf Kichwa heisst das «Punchanaya Kan». Allein schon der Name hat mich angesprochen und nach einiger Abklärung war mein Praktikum in Ecuador beschlossene Sache.

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