Vom 12. bis 15. Juni 2018 hatten wir die Möglichkeit, am International Day der Alice Salomon Hochschule (ASH) in Berlin – der meist frequentierten Partnerhochschule der Studierenden der ZHAW Soziale Arbeit – unser Departement vorzustellen, für Studienaufenthalte in Zürich zu werben sowie gemeinsam mit dem International Relations Office der ASH Ideen zur Stärkung der Partnerschaft auszutauschen.

Mitarbeitende des International Office der ASH in Berlin sowie Mitarbeitende der ZHAW Soziale Arbeit in Zürich

Auch wenn man vom Sitzungszimmer im Toni Areal innert drei Stunden bei der Gepäckausgabe am Flughafen Tegel in Berlin sein kann, ist es doch eine ganz andere Welt, in die man in der rund 3,6 Millionenstadt eintaucht. Dies wurde uns bereits am Pre-Meeting am Dienstagabend bewusst, als wir von dem für Mittwoch angesetzten Bildungsstreik erfuhren, zu welchem die studentischen Hilfskräfte aufgrund von unerfüllten Lohnforderungen (die Stundenansätze sind seit 17 Jahren gleichgeblieben!) aufrufen.

Was bei den Organisatorinnen des International Days verständlicherweise für Aufregung sorgte, gab uns bereits den ersten Hinweis auf das hohe politische Engagement, welches gefördert und von den Studierenden gezeigt wird. Die Gespräche mit den zurzeit in Berlin lebenden Studierenden der ZHAW Soziale Arbeit am International Day, am internationalen Stammtisch sowie in ihren Praktikumsbetrieben, bestätigte diesen Eindruck. Ob dies an deutschen Hochschulen im Allgemeinen der Fall ist, wissen wir nicht. Ganz klar ist aber, dass Mitsprache und Einnahme politischer Haltungen an der ASH hochgehalten werden. So sorgte auch das an der Fassade angebrachte Gedicht von Eugen Gomringer, welcher vor sieben Jahren der erste Alice Salomon Poetik Preisträger wurde, jüngst für eine Debatte über Sexismus und/oder Kunstfreiheit (Pressespiegel Fassadendebatte).

Es sind viele Eindrücke und Erinnerungen, welche wir mit nach Hause tragen durften. Ganz besonders beeindruckt hat uns die Begeisterung für ihre Arbeit, welche bei Irene Gropp, Franziska Fiebrich, Julia Okschewskaja und Julien Schwarz vom International Office der ASH zu spüren war sowie die Herzlichkeit, mit welcher wir empfangen wurden. Ebenso waren wir eingenommen von der lebendigen Atmosphäre auf dem Campus, den gelebten Werten, welche sich die Hochschule auf die Fahne schreibt und der offenen Haltung, mit welcher uns Mitarbeitende und Studierende begegneten. Es schien manchmal fast so, als ob Alice tatsächlich durch die Gänge wandeln würde…