Sandra berichtet von ihrem Austauschsemester in Dayton, Ohio.

Kaum angefangen, ist das Semester bereits wieder zu Ende. Es war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit. Mir sind während des Semesters einige Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen aufgefallen. Zum Beispiel sind die Klassen, die ich besucht habe, kleiner als an der ZHAW. Auch machen die Dozierenden hier gerne Quizzes, um zu überprüfen, ob die Studierenden die Kapitel gelesen haben. Es werden auch einige Assignments und Papers in Auftrag gegeben. In solchen Zeiten sehnte ich mich an die ZHAW zurück 🙂 .

Studierende steht mit dem Diplom in der Hand mit drei weiteren Personen auf einer Bühne. Im Hintergrund stehen Flaggen verschiedener Länder.

Ein grosser Unterschied zur Sozialen Arbeit in der Schweiz ist die Tatsache dass in Dayton Masterabsolventen psychische Erkrankungen diagnostizieren dürfen. Die Disziplinen werden also nicht so strikt getrennt wie bei uns.

Nebst den vielen Assignments und Papers, die wir erhalten haben, habe ich mir natürlich auch Zeit für Dinge ausserhalb des Klassenzimmers genommen. Das International Office der Wright State University organisierte sehr viele Aktivitäten, wie der wöchentliche Conversation Club, um mehr Praxis in der englischen Sprache zu erhalten, oder auch grössere Events wie das International Festival.

Zudem habe ich am Gastfamilienprogramm teilgenommen, bei dem mir eine amerikanische Gastfamilie zugeteilt wurde, um mehr über die amerikanische Kultur zu erfahren. Bei diesem Programm sollten sich Familie und Studierende/r mindestens einmal im Monat treffen. Es gab also einiges an Angeboten und langweilig wurde mir keineswegs.

Nach dem langen Winter hier in Dayton (wir Austauschstudierenden haben bereits gedacht, dass wir den Frühling nicht mehr erleben werden, bevor wir nach Hause gehen), konnten wir auch Freiluftaktivitäten unternehmen wie beispielsweise einen Ausflug in den Vergnügungspark Kings Island oder nach Yellow Springs, um zu wandern.

orange Steine in Yellow Springs

Yellow Springs

Das Wetter war generell nicht so prickelnd. Es konnte an einem Tag schneien, am nächsten Tag war es ca. 18 Grad warm, mit einem Tornado in der Nähe und am folgenden Tag schneite es wieder. Die Einheimischen haben dafür einen Spruch: Gefällt dir das Wetter in Ohio nicht, warte ein paar Stunden – es wird sich ändern.

Das Austauschsemester war ein schönes Erlebnis und ich empfehle jedem, der die Möglichkeit hat, eines zu machen.

Obwohl ich bereits eine Abschlussfeier inklusive Diplomübergabe an der WSU hatte, ist mein Aufenthalt noch nicht zu Ende. Ich darf noch ein Kurzpraktikum absolvieren, das zu meinen Independent Studies zählt. Dieses habe ich letzte Woche angefangen und ich bin froh, dass ich die Zeit in Dayton noch etwas geniessen kann, bevor ich wieder zurückkehre.