Dicht, dichter…

(Zu Artikel in der Zürichsee-Zeitung, 23.0.9.2016: «Wenn es in den Dörfern enger wird»)

Die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG) 2013 hat für die Kantone ein Bauzonenmoratorium verfügt, so lange der Richtplan nicht überarbeitet und den neuen rechtlichen Vorgaben angepasst ist. Wesentlich neu mit zusätzlichem Gewicht sind im RPG die Präzisierung der Kriterien für die Ausscheidung von Bauzonen mit Innen- vor Aussenentwicklung und die Mehrwertabgabe. Die Revision der kantonalen Richtpläne hat im Kanton Zürich zur Folge, dass auch die regionalen Richtpläne durch die einzelnen Planungsgruppen angepasst werden müssen. Die Planungsgruppe Zimmerberg (ZPZ), zuständig für den Bezirk Horgen, setzt sich intensiv mit den planerischen Festlegungen der Planungsgruppe des Bezirks Meilen auseinander, um optimale Massnahmen für die Innenentwicklung zu finden. Denn die Massnahme gegen das Bauen auf der grünen Wiese tönt gut. In der Konkretisierung und Umsetzung bietet «die Entwicklung nach innen» (oder eben Verdichtung) zahlreiche Herausforderungen. So möchte kaum jemand seine Aussicht verstellt haben durch einen Neubau. Hochhäuser (oder Häuser, die etwas weiter in die Höhe ragen) stören das ländliche Idyll (im Kopf) und mobilisieren alte Ressentiments gegen die Urbanisierung. Da ist die ZPZ gut beraten, die Beratungsangebote der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) in Anspruch zu nehmen. Ob damit aber die Angst vor dem «Dichtestress» bei der Bevölkerung schon aus dem Weg geräumt ist?

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