{"id":3308,"date":"2020-07-17T10:54:00","date_gmt":"2020-07-17T08:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/?p=3308"},"modified":"2021-10-13T17:11:56","modified_gmt":"2021-10-13T15:11:56","slug":"bachelorarbeit-im-lockdown-tagesstrukturen-schaffen-um-die-neu-gewonnene-zeit-sinnvoll-zu-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/bachelorarbeit-im-lockdown-tagesstrukturen-schaffen-um-die-neu-gewonnene-zeit-sinnvoll-zu-nutzen\/","title":{"rendered":"Bachelorarbeit im Lockdown: Tagesstrukturen schaffen, um die neu gewonnene Zeit sinnvoll zu nutzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Alyssa Riebli studiert im 6. Semester des Bachelorstudiengangs in Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. Sie wohnt in Zug und erz\u00e4hlt im Interview, wie sie das letzte Semester ihres Studiums erlebt hat. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Herausforderungen wie der fehlende Kontakt zu Mitstudierenden, schlechte Internetverbindung an Online-Pr\u00fcfungen und das Verfassen der Bachelorarbeit im Home-Office.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Salut Alyssa! Erz\u00e4hl mal, wie es dir in diesen aussergew\u00f6hnlichen Zeiten so erging? Wie hast du das vergangene Semester um den Lockdown herum erlebt?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Grossen und Ganzen ging es mir ziemlich gut w\u00e4hrend dem Lockdown. Wir haben genug Platz zu Hause und zudem war ausser mir nur meine Mutter im Home-Office. Wir sind gut aneinander vorbeigekommen, weil wir uns jeweils entweder auf den Esstisch oder den Tisch im B\u00fcro aufgeteilt haben. Ab und zu haben wir auch mal getauscht. Das hat auch ganz gut funktioniert. Ich konnte mir auch meine Zeit ganz gut einplanen. Ich wohne in Zug und habe daher eineinhalb Stunden von T\u00fcr zu T\u00fcr, also drei Stunden t\u00e4gliches pendeln, f\u00fcr die Schule. Als das Corona bedingt wegfiel, hatte ich pl\u00f6tzlich sehr viel mehr Zeit f\u00fcr mich, in der ich Sport machen oder mal etwas ausserhalb der Fachhochschulliteratur lesen konnte. Das war ziemlich angenehm. Allerdings muss ich wirklich sagen, ich habe meine Studienfreunde vermisst. Es hat mir schon sehr gefehlt, zum Beispiel, sich mit den Leuten \u00fcber ein Fach auszutauschen oder gemeinsam in der Pause einen Kaffee zu trinken. Das kann man ganz einfach nicht kompensieren mit dem Telefon oder Video Calls.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bist du und deine Mutter gut aneinander vorbeigekommen? Oder gab es auch mal etwas Knatsch?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ging es gut. Was hingegen das Zusammenleben und -arbeiten erheblich erschwert hat, war der Umstand, dass unser Internet ab und zu Aussetzer hatte. Im B\u00fcro war zudem die Internetverbindung auch noch schlechter als im Esszimmer. Somit hatten wir h\u00e4ufig das Gespr\u00e4ch, wer denn jetzt Anrecht auf gute Verbindung am Esstisch hat. Sonst hatten wir es sehr gut miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Internetverbindung sah der Arbeitsplatz bei Alyssa Riebli zu Hause immer etwas anders aus. Mal war es der Esstisch (links) im Wohnzimmer und mal im B\u00fcro (rechts), 6. Semester Facility Management an der ZHAW. (Riebli, 2020)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"430\" src=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/files\/2020\/07\/Arbeitsplatz-Riebli-2020.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3309\" srcset=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/files\/2020\/07\/Arbeitsplatz-Riebli-2020.png 710w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/files\/2020\/07\/Arbeitsplatz-Riebli-2020-300x182.png 300w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/files\/2020\/07\/Arbeitsplatz-Riebli-2020-676x409.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption>Je nach Internetverbindung sah der Arbeitsplatz bei Alyssa Riebli zu Hause immer etwas anders aus. Mal war es der Esstisch (links) im Wohnzimmer und mal im B\u00fcro (rechts), 6. Semester Facility Management an der ZHAW. (Riebli, 2020)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Inwiefern sp\u00fcrst du die Auswirkungen der Ausnahmezeit auf dein Studium?<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dem Studium war ich insgesamt ein Jahr im Ausland: Im vierten Semester im Rahmen eines sechsmonatigen Praktikums in Paris und dann nochmal sechs Monate im 5. Semester in Groningen. Anschliessend an den Aufenthalt sind wir im Februar noch mit der Studienklasse nach Indien an die Hochzeit einer Kommilitonin.<br>Nach der R\u00fcckkehr hatten wir noch etwa drei Wochen Unterricht und dann hiess es definitiv, dass alle zu Hause bleiben m\u00fcssen. Ich freute mich sehr auf das letzte halbe Jahr mit den Mitstudenten in der Schweiz. Das war wirklich etwas schade. Wir haben auch einen Tischfussballkasten an der ZHAW, den wir oft nutzten oder tranken auch mal ein Feierabendbier zusammen. Der Zusammenhalt meiner Klasse war wirklich gut. Deshalb war es schade zu wissen, dass wir bis zum Ende des Studiums weder zur\u00fcck an die Fachhochschule gehen, noch zusammen sein oder gemeinsam das letzte Semester geniessen konnten. Klar, wir haben uns ab und zu online getroffen, aber das ist nat\u00fcrlich nicht das Gleiche.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Du hast also nach eurer R\u00fcckkehr aus Indien deine Bachelorarbeit im Home-Office w\u00e4hrend dem Lockdown geschrieben? Wie war denn das f\u00fcr dich? Hattest du spezielle Tagesstrukturen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, ich habe meine Bachelorarbeit von zu Hause geschrieben. Da ich eher ein technisches Thema hatte und ich die Interviews vor dem Lockdown bereits durchgef\u00fchrt habe, hat mir das eigentlich ziemlich in die Karten gespielt. Meine Arbeit beschr\u00e4nkte sich haupts\u00e4chlich auf Texte, die online verf\u00fcgbar waren oder Informationen aus Interviews extrahieren, die ich bereits durchgef\u00fchrt habe. Wir mussten ja ohnehin alle zu Hause bleiben daher war es f\u00fcr mich alles in allem ziemlich vorteilhaft, da ich mich vollumf\u00e4nglich auf das Thema konzentrieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch, dass man nur am Computer sitzt, musste ich mir einen Tagesablauf kreieren, der f\u00fcr mich auf Dauer verkraftbar war. Am Morgen nach dem Aufstehen kann ich mich am besten konzentrieren und entsprechend am effizientesten arbeiten. Deshalb habe ich immer dann die Aufgaben erledigt, die von mir H\u00f6chstleistung und Konzentration abverlangt haben. Das waren beispielsweise Aufgaben wie Auswertungen, Daten abgleichen und Informationen verarbeiten. Ab ca. zehn Uhr kam dann meistens die erste kritische Phase, wo ich mir dann mal einen Kaffee holen ging und eher lockerere Arbeiten erledigte wie E-Mails beantworten oder Informationen in Texte verfassen. Dann habe ich mir auch oft etwas l\u00e4nger Mittag geg\u00f6nnt. Dadurch, dass ich ja nicht mehr pendeln musste, fiel das nicht besonders ins Gewicht. \u00dcber den Mittag habe ich Zeit mit meiner Mutter verbracht, etwas Leckeres gekocht oder Sport gemacht. Ab drei Uhr bis mindestens sechs Uhr habe ich mich wieder darangesetzt. Dann konnte ich mich auch nochmal sehr gut konzentrieren, weil ich in der Mitte eine lange Pause gemacht habe. Teilweise habe ich auch noch abends ein oder zwei Stunden weitergearbeitet und andere Dinge, wie leichtere Literatur gelesen oder Layout Formatierungen f\u00fcr Bilder, Tabellen, Seitenzahlen, usw. erledigt. Man konnte ja sowieso keine Freunde treffen, daher ergab sich das ganz gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz am Anfang habe ich ausschliesslich mit meinem kleinen Laptop gearbeitet. Irgendwann, so nach ca. eineinhalb Monaten, habe ich dann gemerkt, dass mir meine Ellenbogen schmerzen. Ich muss mich irgendwie immer an derselben Stelle abgest\u00fctzt haben. Danach habe ich alles umgestellt und optimiert, habe meinen Laptop mit dem grossen Bildschirm verbunden, den B\u00fcrostuhl etwas umfunktioniert damit ich mich nicht mit meinen Ellenbogen zu fest abst\u00fctzen muss und so weitergearbeitet. Von da an ging es bedeutend einfacher und meine Haltung hat sich auch drastisch verbessert. Ich h\u00e4tte schon viel fr\u00fcher nach einer Alternative suchen und umstellen sollen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gab es f\u00fcr dich gr\u00f6ssere Herausforderungen in dieser Ausnahmesituation? Hat dir, ausser den (gr\u00f6sseren) technischen Ger\u00e4ten, etwas gefehlt?<\/h3>\n\n\n\n<p>Der einzig wirklich grossen Herausforderung musste ich mich mitten in der Pr\u00fcfungsphase stellen. Ich musste ja noch zur Bachelorarbeit zus\u00e4tzlich vier Pr\u00fcfungen ablegen. Ich glaube zu dieser Zeit hatte ich erst eine Pr\u00fcfung hinter mir und pl\u00f6tzlich ist unser Internet voll zusammengebrochen. Die Pr\u00fcfung konnte ich zum Gl\u00fcck noch so knapp schreiben, danach ging gar nichts mehr. Da ich am n\u00e4chsten Tag wieder eine Pr\u00fcfung hatte, musste das Internet so schnell wie m\u00f6glich wieder laufen. Zum Gl\u00fcck ist der Freund meiner Schwester Elektriker und konnte mir somit helfen. Er hat uns innert k\u00fcrzester Zeit durch das ganze Haus Kabel gezogen, einen Multiadapter besorgt und alles wieder zum Laufen gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen der technischen H\u00fcrde, hatte ich keine wirklich grossen Herausforderungen in dem Sinne. Ausser vielleicht L\u00e4rmemissionen. Nat\u00fcrlich nimmt man Ger\u00e4usche anders wahr, wenn man pl\u00f6tzlich zu Hause ist, aber daran habe ich mich schnell gew\u00f6hnt. Wir haben beispielsweise gemeinschaftliche G\u00e4rtner in der Nachbarschaft, die immer am Dienstag vorbeikommen und sich um unsere Gr\u00fcnfl\u00e4chen k\u00fcmmern. Wenn sie dann mit ihren Laubbl\u00e4sern anfangen, kann es schon mal ziemlich laut werden und bei konzentrierter Arbeit auch sehr st\u00f6ren. Oder auch vorbeifahrende Autos. Aber das waren jetzt nicht wirklich enorme Belastungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hast du das Gef\u00fchl, an dieser ganzen Sache hat es auch etwas Positives?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich glaube schon, dass ich durch den Lockdown gezwungenermassen mehr Zeit in die Bachelorarbeit und das Lernen investierte, was schlussendlich auch zu einem sehr guten Resultat f\u00fchrte. Durch die Einschr\u00e4nkung des sozialen Netzwerkes waren keine weiteren grossen Ablenkungen da, was mir in die Karten spielte. Dadurch, dass ich jetzt mehr als genug Zeit hatte, habe ich auch Dinge machen k\u00f6nnen, f\u00fcr die ich mir im Normalfall wahrscheinlich keine Zeit genommen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten ist die steile Lernkurve im technischen Bereich sicher etwas Positives. Ich komme jetzt sehr gut klar mit allen g\u00e4ngigen Programmen zur digitalen Kommunikation, habe neue Tastenkombinationen und Funktionen am Computer gelernt, neue Arbeitsstrukturen, und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gab es denn Vorteile, dass du generell im Home-Office warst?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde schon behaupten, dass sich meine Kochk\u00fcnste dadurch verbessert haben! Da ich jeden Mittag und Abend kochte, habe ich mir neue Rezepte angeeignet und viel ausprobiert. Auch Backen machte mir sehr Spass. Manchmal war es ein frisches Brot oder dann auch mal ein Kuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezogen auf das Studium kann ich definitiv sagen, dass es die gewonnene Zeit war, die sich sehr positiv auf die ganze Situation ausgewirkt hat. Nichtsdestotrotz konnte ich mich dank der digitalen Kommunikationsplattformen dennoch mit einigen Freunden online auf einen Kaffee treffen. Also kann man den technischen Fortschritt auch als positiv werten. Aber ersetzen tut es das Pers\u00f6nliche meiner Meinung nach doch nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was sind f\u00fcr dich pers\u00f6nlich die wichtigsten Erkenntnisse aus der Corona Zeit, hinsichtlich des Studiums?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich denke den eigenen Tag sinnvoll zu strukturieren ist eines dieser Learnings, die ich sicher mitnehmen werde. F\u00fcr die Bachelorarbeit habe ich mir t\u00e4glich eine To-Do Liste auf einem Notizblatt erstellt, das ich in verschiedene Kategorien unterteilt habe. Ich habe mir solche Einteilungen nach Konzentrationslevel zum Beispiel oder nach Einfachheitsgrad der Aufgabe erstellt. So konnte ich meine Tage einfach besser und effizienter strukturieren. Was am Ende des Tages auch sch\u00f6n war, ich konnte alles erledigte physisch abhaken und sah, an was ich den ganzen Tag gearbeitet habe.<br>F\u00fcr die Pr\u00fcfungsvorbereitung sah es etwas anders aus. Ich hatte immer dienstags und donnerstags Unterricht. Diese Tage habe ich mir auch nur daf\u00fcr eingeplant und f\u00fcr nichts anderes. Dabei habe ich online immer aktiv im Unterricht mitgemacht und mir entsprechend Notizen erstellt. Aufgrund dessen, hatte ich eigentlich schon sehr gute Zusammenfassungen w\u00e4hrend dem Unterricht geschrieben. Die Pr\u00fcfungen waren Corona bedingt online und wir konnten auch alle Notizen benutzen, was umso besser f\u00fcr mich war. Dank meinen Notizen in Kombination mit den Slides, musste ich eigentlich weder viel zusammenfassen noch allzu lange auf die vier Pr\u00fcfungen lernen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gibt es etwas, das du andere Studierenden mit auf dem Weg geben w\u00fcrdest, dass du w\u00e4hrend dieser Zeit gelernt hast?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir haben jeweils kurz vor den Pr\u00fcfungen einen Team Call gemacht. Dabei habe ich zusammen mit zwei bis drei Mitstudierenden das Thema repetiert. Wir haben einander nicht klassisch abgefragt, aber einander das Thema nochmal in eigenen Worten erkl\u00e4rt und versucht, die Dinge nochmal aus einem anderen Standpunkt aus zu sehen. Das h\u00e4tten wir sowieso in der Schule pers\u00f6nlich gemacht und damit dieser Gedanken- und Informationsaustausch nicht einfach wegfiel, haben wir diese Treffen virtuell nachgestellt und so allf\u00e4llige L\u00fccken aufgef\u00fcllt. Das ging extrem gut und w\u00fcrde ich deshalb auch definitiv weiterempfehlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was nimmst du mit aus der Lockdown Zeit?<\/h3>\n\n\n\n<p>Also r\u00fcckblickend w\u00fcrde ich nicht zwingend sagen, dass es eine schlechte Zeit war. Es war bestimmt eine sehr intensive Phase auch aufgrund der Endphase des Studiums. Man hatte auch bedeutend viel mehr Zeit f\u00fcr sich. Was ich sicher auch aus dieser Zeit gelernt habe, ist der bessere Umgang mit der Kamera, wie ich mit anderen online interagieren muss. Ich habe sehr stark das Gef\u00fchl, dass das auch sp\u00e4ter im Arbeitsleben relevant sein wird und man immer \u00f6fters solche Calls haben wird. Grunds\u00e4tzlich denke ich, dass die Lockdown Phase und der intensive Umgang mit digitalen Medien dazu gef\u00fchrt hat, dass ich viel offener bin in Sachen Computer, online Kommunikation und vor der Kamera zu sprechen. Ich denke, das wird sich auch st\u00e4rker in der Gesellschaft integrieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Basierend auf deinen Erfahrungen im vergangenen Semester, was w\u00fcnschst du dir f\u00fcr das \u00abneue Normal\u00bb?<\/h3>\n\n\n\n<p>Klar w\u00fcnsche ich mir, dass es wieder wie vorher wird und wir die sozialen Kontakte aufrecht halten k\u00f6nnen. Der pers\u00f6nliche Kontakt und die N\u00e4he sind schon durch das Handy ein St\u00fcck weit verloren gegangen. Ich bin ja selbst viel am Handy und geh\u00f6re somit nicht zu den Hardlinern in diesem Thema. Trotzdem ist jetzt durch Corona der pers\u00f6nliche Kontakt noch weiter entfernt. Umso wichtiger finde ich es, dass man den Kontakt weiter aufrechterhaltet, nahe zu einer Person sein kann, weiss wie sich dieser Mensch gibt und so auch etwas besser kennt. Die Kamera macht das schon auch, aber es ist nicht dasselbe. Das w\u00fcnsche ich mir schon auch wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bezug zum neuen Normalzustand, dass man sich nicht mehr die Hand gibt, finde ich absolut fair. Aber dass man hier nur noch Maske tr\u00e4gt und man auf Dauer nicht mehr sieht, ob diese Person lacht oder nicht, f\u00e4nde ich sehr schade. Es ist ja eine gute Sache. Ich m\u00f6chte auch nicht, dass sich die Leute anstecken. Aber wenn nach der Pandemie ein Mund- und Nasenschutz zum allt\u00e4glichen Begleiter der Menschen wird, f\u00e4nde ich das sehr schade.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was w\u00fcnschst du dir seitens der ZHAW f\u00fcr die Zukunft? Gibt es etwas, das besser gemacht werden kann?<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Grossen und Ganzen hat die ZHAW den Lockdown gut gemeistert. Auch die Dozierenden haben sich mit Feedback zu Wort gemeldet sowie der Rektor, Blogposts wurden erstellt, usw. Ich fand es wirklich gut. Nichtsdestotrotz wurden wir beispielsweise in der Pr\u00fcfungsphase ziemlich sp\u00e4t dar\u00fcber informiert, wie diese aussehen und was das Vorgehen sein wird. Einen Abend zuvor haben wir dann mal eine E-Mail erhalten, in der dann zumindest mal Stand, wo man die Pr\u00fcfung auf dem Intranet der ZHAW findet. Bei einer der Pr\u00fcfungen wussten wir nicht einmal, ob es eine Online-Test oder eine auf Word basierte Pr\u00fcfung zum Downloaden sein w\u00fcrde. Eigentlich spielt es keine grosse Rolle, da man sich genau gleich gut auf beides vorbereiten muss. Schlimm ist das ja nicht wirklich. Trotzdem h\u00e4tte ich es noch angenehm empfunden, bereits vorher zu wissen, was ich erwarten kann.<br>Zudem haben nicht alle Studenten die gleiche technische Ausr\u00fcstung. F\u00fcr mich war es beispielsweise nicht m\u00f6glich, mit einem Stift etwas zu visualisieren. Es haben sich diesbez\u00fcglich auch einige Studenten gewehrt, dass sie nicht dieselben Voraussetzungen haben, wie andere Studierende. Die Dozierenden waren aber einsichtig und haben uns kurz vor der Pr\u00fcfung informiert, dass sie solche Aufgaben aus der Pr\u00fcfung gel\u00f6scht haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was denkst du, k\u00f6nnte die ZHAW zu diesem Thema tun?<\/h3>\n\n\n\n<p>Entweder sie machen es genauso wie dieses Mal und entscheiden sich gegen Aufgaben, die ein \u00abfreies Zeichnen\u00bb voraussetzen, bzw. machen es optional, oder sie m\u00fcssen das Material zur Verf\u00fcgung stellen. Aber wie gesagt, generell hat die ZHAW, den Umst\u00e4nden entsprechend, gut gehandelt!<\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/bachelorarbeit\/\">Bachelorarbeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/internetverbindung\/\">Internetverbindung<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/lockdown\/\">Lockdown<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/pruefungsvorbereitung\/\">Pr\u00fcfungsvorbereitung<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/selbstdisziplin\/\">Selbstdisziplin<\/a>, <a href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/papierlosesstudium\/tag\/videokonferenz\/\">Videokonferenz<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alyssa Riebli studiert im 6. Semester des Bachelorstudiengangs in Facility Management an der ZHAW Life Sciences und Facility Management. 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