Social Media für NGO’s – Fluch oder Segen? Ein Workshop gibt Antworten

Es gibt einige Beispiele für gut gelungene Kampagnen von NGO’s, die Social Media gekonnt einsetzen. Ein Beispiel, das den Experten positiv aufgefallen ist, ist 2aid.org, zu finden auf dem bernetblog. Es gibt aber auch kleine NGO’s, die mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen Social Media für sich nutzen möchten. Eine davon ist die Winterthurer Klimaschutzorganisation myblueplanet mit dem klaren Ziel CO2 Emissionen zu reduzieren.

Wie kann myblueplanet Social Media nun aber in die bisherigen Kommunikationsaktivitäten einbinden? Und wie können der Bekanntheitsgrad gesteigert und mehr Freiwillige zum Mitmachen bewegt werden, damit zielgerichtet Projekte umgesetzt werden können? Das sind nur einige Fragen, denen die myblueplanet-Verantwortlichen zusammen mit unserem Social Media Experten Armin Ledergerber des Zentrums für Marketing Management nachgegangen sind.

Der sehr praxisbezogene Workshop hat drei wesentliche Handlungsempfehlungen aufgetan:

Interne Organisation: Auch eine NGO muss zuerst intern Klarheit geschaffen. Dies umfasst Fragen zu: Welche Netzwerke wollen wir nutzen? Welche könnten in Zukunft interessant sein? Wer ist verantwortlich? Es braucht eine verantwortliche Schlüsselstelle, die sich dem Thema annimmt und auch das regelmässige Monitoring (z.b. mit dem Community-Report von Netbreeze) betreibt und analysiert.

Authentische Kommunikation: Je nach Kommunikationskanal (und das schliesst auch die „herkömmlichen“ Medien ein) ist eine zielgruppengerechte Ansprache zu verwenden. Das bedeutet einerseits Transparenz und anderseits aber auch den Mut, einen Fehler einzugestehen und dies dem Netzwerk mitzuteilen.

Ohne Fleiss keinen Preis: Auch wenn es zu Beginn so erscheint, als seien alle bisherigen Social Media Aktivitäten bedeutungslos, sollte man sich von stagnierenden «Facebook»-Freunden» oder «Follower» auf Twitter nicht entmutigen lassen. Mit einem Diskussionsbeitrag oder einem neuen Mitglied kann sich das schlagartig ändern. Nur kontinuierliche Anstrengungen wirken sich schliesslich langfristig aus.

Ob das Eintauchen in die Welt der Social Media für myblueplanet nun Fluch oder Segen ist, wird sich zeigen. Mit diesem engagierten Freiwilligenteam, aber wohl eher ein Segen.

Lust myblueplanet zu begleiten und Tipps zu geben? Hier geht‘ zu Twitter und hier zur Fanpage auf Facebook.

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„Innehalten und Reflektieren“ – Was dem Durchschnittsschweizer wie ein überholtes Motto für die Weihnachtstage daherkommt, macht im Geschäftsalltag durchaus Sinn. Ein Schweizer Premiumanbieter im Bereich Parkett/Innenausbau vermochte die Auswirkungen von Schlüsseltrends in Technologie und Gesellschaft (bspw. die Emergenz Sozialer Medien) für sein Geschäft nur zu erahnen. Wie verändert sich das Kaufverhalten unserer Kunden in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Welche zusätzlichen Anforderungen ergeben sich dadurch an unsere Kunden- und Unternehmenskommunikation? Ja, fundamental, was bedeutet das für unser Geschäftsmodell als Ganzes? Genug Inputs also, um innezuhalten und zu reflektieren.

Kernbestandteil des zweitägigen Management-Workshops war somit die systematische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Geschäftsmodell. Dafür war zuerst ein gemeinsames Verständnis nötig, was ein Geschäftsmodell überhaupt ist. Auf dieser Grundlage fand dann der erste ‚work-stream‘ statt: Ziel war es, zentrale Umweltfaktoren zu identifizieren und deren Einfluss auf das Geschäftsmodell zu diskutieren. Danach setzten sich die Workshop-Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Kundenperspektive auseinander. Innovative methodische Tools halfen dabei, ein besseres Verständnis des Kunden, seines Umfelds, seines Verhaltens, seiner Anliegen und seiner Wünsche zu entwickeln. Vor dem Hintergrund dieser Kundenprofile wurden bestehende Produkt- und Leistungsangebote hinterfragt und die zentrale Frage diskutiert, welchen Wert man dem Kunden tatsächlich vermitteln bzw. welche Kundenbedürfnisse man in erster Linie erfüllen will.

Zusätzlich galt es, sich über die Art der Kundenbeziehung, die man zu den einzelnen Segmenten pflegen will, klar zu werden. Die Leitfrage war auch hier: Was erwartet der Kunde von uns? Heute und in Zukunft?

Der letzte Teil des Workshops hatte schliesslich zum Inhalt, die Markenpositionierung zu überprüfen. Diskutiert wurde insbesondere, welche relevanten emotionalen und rationalen Benefits die Marke aufweisen soll und wie den Kunden diese Benefits glaubhaft vermittelt werden können.

Wer sich die Zeit nimmt, zwischendurch inne zu halten und das ‚Daily Business‘ zu reflektieren, dem bietet sich die Chance, sein eigenes Geschäftsmodell für die Zukunft fit zu machen.