Aufbruchsstimmung im Weiterbildungsangebot

Die Weiterbildungslandschaft am Institut für Marketing Management wandelt sich rasant. In den letzten 12 Monaten wurden die beiden MAS-Programme in Customer Relationship Management und in Product Management modularisiert. Im Interview mit Studienleiter Dr. Frank Hannich haben wir im Frühling 2014 über den Hintergrund dieser Entwicklung berichtet. Nun ist es also geschafft. Am 17. Februar 2015 hat der Rektor der ZHAW die beiden grundlegend überarbeiteten Studiengänge genehmigt und damit gleichzeitig den Weg für sechs neue CAS-Lehrgänge geebnet. Beide MAS-Programme starten Ende August im neuen Kleid.

Die modulare Struktur bietet den Studierenden die Möglichkeit, den Masterstudiengang individuell zu gestalten. Sie können einzelne CAS-Lehrgänge absolvieren und erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob sie die komplette Ausbildung beenden möchten. Um das MAS-Diplom zu erhalten, müssen die Studierenden alle vier CAS-Lehrgänge erfolgreich abschliessen und eine Masterarbeit schreiben. Dafür haben sie maximal vier Jahre Zeit.

Gemeinsam ist den beiden neu gestalteten MAS-Programmen das Start-Modul CAS Strategisches Marketing. Dieser Zertifikatslehrgang – ehemals CAS Strategischer Fokus Kunde – befasst sich mit den Kernaufgaben des Marketing, wobei im Rahmen des MAS Customer Relationship Management die Wertschöpfung durch Beziehungen im Fokus steht. Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für den zentralen Stellenwert von Kundenbeziehungen für den Unternehmenserfolg. Für Studierende des MAS Product Management hingegen steht die Wertschöpfung durch Produkte im Vordergrund. Ihnen vermittelt der Start-CAS die zentralen Theorien, Modelle und Instrumente des Product Marketing. Am Ende des Zertifikatslehrgangs sind alle Teilnehmenden in der Lage, eine kunden- bzw. produktgetriebene Unternehmensstrategie selbständig zu erarbeiten.

Sind die strategischen Grundlagen einmal gelegt, warten spannende Vertiefungsmodule auf die Teilnehmenden. Die untenstehende Grafik liefert eine Übersicht.

MAS_Blog

Mehr über die neuen Zertifikatslehrgänge berichten wir Ihnen gerne an unseren Informationsapéros. Wir freuen uns auf Sie.

Innovation ist der wichtigste Rohstoff der Schweiz – Kurzinterview mit Dr. Georges Haour

Die Schweiz gehört zu den innovativsten Ländern Europas. Im jährlichen EU-Ranking (Innovation Union Scoreboard 2014) rangiert die Schweiz einmal mehr auf Platz 1. Dieses Resultat ist zwar beeindruckend – aber für viele nicht sonderlich überraschend. Schliesslich ist Innovation der wichtigste Rohstoff der Schweiz. Starke Hochschulen sind für eine hohe Innovationsleistung zentral – genauso wie deren enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Dr. Georges Haour, Professor für Innovationsmanagement am IMD und Co-Autor von ‚From Science to Business‘, skizziert im folgenden die Hintergründe der Schweizer Innovationskraft.

Switzerland does the best job of transferring technology to the private sector. Figures show that, in license deals and number of start-ups, per unit of research money invested, Switzerland is doing exceptionally well. What is the reason to this best kept secret?

Fifteen years ago, the Swiss government decided to put in place technology transfer offices in the main Universities (all are public). In a typical Swiss way, this was done by staffing these offices with suitable people. The human factor is indeed particularly crucial, when it comes to innovation and the extremely complex function of bridging academic research and market success.

This was done in a non-bureaucratic way, with a sensible time horizon. These offices are staffed with only small teams. Quality, not quantity, is of the essence.

Besides the effective technology transfer from public research to the private sector, excellence in research and education, particularly at the graduate level, and sound entrepreneurial orientation constitute less well known characteristics of the Swiss scene that are its high ratio of Nobel prizes and of patents per inhabitant.

This portrays the picture of an innovative country ‘punching well above its weight’. However, what can still be improved?

Although Switzerland is excellent at technology transfer; it has to become much better at business growth.

One area of improvement is for the government to provide stronger incentives for more effective inter-institutional work. In this area, Swiss business schools must become more diligent in effectively boosting the emergence and growth of job-creating, new activities. Switzerland is excellent at technology transfer; it has to become much better at business growth.  A caricature of this situation is the fact it took Nestlé thirty five years to turn Battelle-Geneva’s invention (in the late 1960s) of Nespresso into a commercial success…

About the author
Dr Georges Haour is Professor at IMD. He also acts as an adviser to companies on effectively managing innovation. Born and raised in Lyon, France, he holds a PhD in Chemistry from the University of Toronto, Canada. Prior to IMD, for nine years, he managed a 35 staff business unit at Battelle, in Geneva, carrying out innovation projects funded by firms. He has 8 patents and 110 publications. His most recent books are: Resolving the Innovation Paradox (2004) and From Science to Business (2011), both with Palgrave, London.

A detailed article by Prof. Georges Haour has been published on http://www.innovationmanagement.se/.

Innovation ohne Grenzen: 13. Science-to-Business Marketing Konferenz vom 2. – 4. Juni 2014 in Winterthur

Während traditionelle Unternehmensgrenzen zunehmend verschwimmen, entstehen gleichzeitig völlig neue Möglichkeiten kooperativer Wertschöpfungsprozesse. Die Deutsche Bank Research schätzt, dass in zehn Jahren 15% der Wertschöpfung in Deutschland aus Unternehmensnetzwerken kommen wird. Vor drei Jahren waren es noch 2%. Moderne Kooperationsbeziehungen, an denen auch wissenschaftliche Institutionen beteiligt sind, stehen im Fokus der internationalen, englischsprachigen Konferenz.

Die Veranstaltung zeigt auf, wie Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Hochschulen profitieren können um die eigene Innovationsfähigkeit zu verbessern. Für Unternehmen ist es eine hervorragende Gelegenheit, mögliche Kooperationsformen mit Hochschulen kennen zu lernen und zu erfahren, wie staatliche Fördergelder für eigene Forschungszwecke am besten akquiriert werden.

Die Konferenz bringt die zentralen Akteure im kollektiven Innovationsprozess von Wissenschaft und Praxis zusammen. Sie verleiht wichtige Impulse zu Themen wie ‚Collaborative Innovation‘, ‚Design Thinking‘ und ‚Business Models‘ und vermittelt praktische Tools im Hinblick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Darüber hinaus bietet sie den Teilnehmenden eine gezielte Gelegenheit zum Networking.

Das Programm wartet auf mit hochkarätigen Speakers, interaktiven Workshops, Podiumsdiskussionen und einem unvergesslichen Konferenzdinner.

Auf issuu.com finden Sie die Einladung zu der Konferenz.

Zu den Keynote Speakers zählen:

  • Prof. Dr. Oliver Gassmann, Professor of Technology and Innovation Management, University of St. Gallen, Switzerland
  • Dr. Andy Polaine, Service and Experience Design Consultant, Writer, Educator
  • Dr. Matthias Kaiserswerth, Director of the IBM Research Laboratory, Zurich, Switzerland
  • Prof. Dr. Georges Haour, Professor of Technology and Innovation Management, IMD, Switzerland
  • Prof. Dr. Thomas Baaken, Director of the Science-to-Business Marketing Research Centre, Germany

Workshops werden u.a. zu den folgenden Themen angeboten:

  • Making transnational partnering innovation work
  • Potentials and challenges of multi-sided Public Private Partnerships
  • Collaborative research – Learning through participatory scenarios
  • The power of service design for business
  • Design thinking – Show, don’t tell
  • How ‘Service Dominant Logic’ enables companies to create new business
  • The UBC ecosystem – Understanding university-business cooperation

«Jedes Unternehmen kann das Potenzial der ‹Crowd› für sich nutzen»

Jan Biller

Jan Biller,
Dozent im CAS Digital Marketing

Immer mehr Unternehmen versuchen, Kunden in Support- und Produktentwicklungs-Communities einzubinden, um von ihrem Wissen zu profitieren. Jan Biller, Business Owner Social Media bei Swisscom, ist Dozent im neuen Zertifikatsstudiengang (CAS) Digital Marketing und erläutert kurz, welche Rolle Crowdsourcing und Gamification im Digital Marketing spielen, und was die Teilnehmenden im Unterricht von ihm lernen werden.

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Schwärmen vom Schwarm…

Crowdsourcing

Quelle:Cooltown Studios

Die Abteilung General Management (AGM) hat das Innovationspotenzial von Crowdsourcing erkannt und führt deshalb mit Zweifel Pomy-Chips AG als Praxispartner ein Pilot-Projekt auf der Innovationsplattform Atizo durch, um Erfahrungen im Umgang mit der „Schwarmauslagerung“ zu sammeln.

Machen Sie mit, denn es gibt nicht nur Erfahrung zu gewinnen sondern auch Prämien für die besten Ideen!

Crowdsourcing, zu Deutsch die Schwarmauslagerung, ist eine Wortkombination aus „Crowd & Outsourcing“, also das Auslagern von Arbeiten an einen Schwarm. Im Kern geht es darum, Stakeholder einer Unternehmung in Lösungsfindungs- und Innovationsprozesse einzubinden. Crowdsourcing kann in kleinerem Umfang projektbezogen angewendet werden, wobei eine einmalige Fragestellung durch eine Community beantwortet wird. Umfassender ist Crowdsourcing, wenn es langfristig installiert wird, als Kultur der offenen Innovation und Ideenfindung.

Bleibt für den Moment zu sagen: Crowdsourcing ist ein spannendes und relativ neues Gebiet. Wer mehr darüber erfahren möchte ist herzlich eingeladen, sich bei Salome Müller oder Michaela Simeon, Zentrum für Marketing Management, zu erkundigen. Die AGM hält Sie auf dem Laufenden!