Black is beautiful – Wie LUSH den Spagat zwischen Ethik und Ästhetik meistert

Von Stephanie Heusler

Bei dir sieht’s ja aus wie im LUSH-Shop“. Ein nicht selten gehörter Satz echter LUSH-Fans (auch LUSHies genannt). Der Suchtfaktor ist tatsächlich hoch. Assoziationen mit der Marke LUSH betreffen jedoch meist das starke Duftgemisch, das beim Passieren von LUSH-Shops wahrnehmbar wird und das grosse Sortiment an Badebomben. Die Badebomben machen allerdings nur einen kleinen Bruchteil der grossen Produktepalette des britischen Kosmetikherstellers aus. Der auffällig starke Geruch hingegen ist Teil der Marketingstrategie der Firma. Gegründet wurde LUSH 1995 von Mark Constantine, in Poole Grossbritannien. Mittlerweile besteht das Sortiment aus einer vollständigen Pflege- und Kosmetiklinie für jedes Bedürfnis. In der Schweiz eröffnete LUSH 2002 den ersten Shop in Bern und beschäftigt mittlerweile 135 überzeugte Angestellte in insgesamt 18 Geschäften. Die persönliche Überzeugung des Personals und ihre Freude an den Produkten ist sichtbar und spürbar. Mit viel Authentizität und Motivation verführt es seine Kunden in die bunte Welt von LUSH. Schnell wird klar, das Personal gehört selbst zur treuen Kundschaft. LUSH verzichtet auf gängige Werbemittel, die die Masse ansprechen. Vielmehr setzt das Unternehmen auf Mund-zu-Mund-Propaganda durch ihre Kundschaft. Diese tragen aus freien Stücken und eigener Überzeugung die Werte von LUSH in ihr näheres Umfeld und die Welt. Mitarbeiter und Kunden werden so zu freiwilligen Markenbotschaftern.

Das Produktesortiment von LUSH umfasst alle Bereiche der Schönheitspflege © Stephanie Heusler

Die Philosophie wird eingehalten: „Fresh handmade cosmetics“

Gemäss der Firmen-Philosophie stellt LUSH alle Produkte von Hand her. Dafür verwendet LUSH mehrheitlich natürliche Zutaten, die aus fairem Handel und nachhaltiger Produktion stammen. Wesentlich ist dabei der absolute Verzicht auf Tierversuche auf allen Ebenen. Das Einkaufsteam von LUSH bereist die Welt, auf der Suche nach Produzenten, die ebendiese Anforderungen erfüllen und kauft direkt bei ihnen ein. Diese intensiven Handelsbeziehungen ermöglichen es LUSH, die Qualität und Herkunft der verwendeten Inhaltsstoffe sicherzustellen. Auf diese Weise gelingt es LUSH zudem Kinderarbeit auszuschliessen, faire Löhne, nachhaltige Anbaumethoden und gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten sowie die eigenen Richtlinien gegen Tierversuche durchzusetzen.

Ganz im Stil einer Grossküche werden in der LUSH-Fabrik die Endprodukte von Hand gefertigt und bei Bedarf verpackt und abgefüllt. Als Verpackung dienen LUSH die charakteristischen schwarzen Töpfe (black pots) aus rezykliertem Kunststoff (PP, Polypropylen) sowie Flaschen und Behälter aus PET (Polyethylenterephthalat). Sticker auf den Verpackungen geben den Kunden Aufschluss darüber, wer ihr Produkt wann hergestellt hat und wie lange es haltbar ist. Diese persönliche Note schafft Vertrauen in das Produkt und die Marke LUSH. Damit nicht genug, bietet LUSH seiner Kundschaft an, die leeren black pots und Flaschen zu sammeln und zu retournieren. Im Umtausch gegen fünf gereinigte Behältnisse erhält der Kunde ein unverpacktes (auch „nacktes“) Produkt aus einer monatlich wechselnden Auswahl.

Im Umtausch gegen fünf leere Behältnisse gibt’s ein „nacktes“ Produkt © Stephanie Heusler

In Grossbritannien konnte LUSH diesen Kreislauf der Wiederverwertung vollständig schliessen. Die retournierten black pots dienen dort zu 100% der Herstellung neuer black pots. Da eine Rückführung in diesen Kreislauf aus der Schweiz unökologisch wäre, werden die schwarzen Töpfe hierzulande fachgerecht rezykliert. Vor diesem Hintergrund baut LUSH gezielt die Produktepalette von „nackten“ Produkten aus, um den Verpackungsmüll ihrer Kundschaft fortlaufend zu reduzieren. Fehlende Verpackungen sind auch der Grund für das intensiv blumige, fruchtige und warme Duftbouquet, das LUSH-Shops derart einzigartig macht. Das Einkaufserlebnis beschränkt sich bei LUSH somit nicht auf visuelle Werte, sondern spricht auch den Tast- und Geruchsinn der Kundschaft an.

Aktiv und konsequent gegen Tierversuche

Neben stetig wechselnden Charity-Projekten, ist der Kampf gegen Tierversuche eines der grössten Steckenpferde von LUSH. Einkäufe bei LUSH werden bei Bedarf in eine Papiertüte mit grossem Aufdruck „Fighting Animal Testing“ verpackt. Die Message ist unmissverständlich und wird dementsprechend konsequent umgesetzt. LUSH bezieht seine Rohstoffe ausschliesslich bei Produzenten und Unternehmen, die weder am gekauften Produkt, noch in irgendeiner anderen Weise mit Tierversuchen in Kontakt treten. Bereits die kleinste finanzielle Beziehung eines potentiellen Zulieferers zu einer anderen Firma, die Tierversuche durchführt, liesse einen Einkauf von LUSH scheitern.

Im Kampf gegen Tierversuche werden die Kunden zu Botschaftern © Stephanie Heusler

Diese Konsequenz macht LUSH einzigartig und übertrifft obendrein gängige Grundsätze, wie die des „cruelty free“-Labels. Um Tierversuche aktiv zu bekämpfen, hat LUSH 2012 den LUSH-Prize ins Leben gerufen. Jährlich vergibt LUSH mit der Unterstützung der Kampagnengesellschaft Ethical Consumer insgesamt £250.000 Fördergelder an internationale WissenschaftlerInnen und Projekte der Öffentlichkeitsarbeit. Mit einer aktuellen Kampagne macht LUSH Schweiz erneut auf das Thema Tierversuche und den LUSH-Prize aufmerksam. Die Kampagne ermöglicht LUSH-Kunden selbst aktiv zu werden. Sie können Fotos mit dem Bilderrahmen auf ihrer Social Media Wall posten oder mit dem Kauf der Seife „Fight Animal Testing“ direkt die Organisation Tier im Recht unterstützen.

https://www.lush.ch/Startseite.aspx

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Über die Autorin

Stephanie Heusler ist Juristin aus Basel und absolviert berufsbegleitend den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW in Winterthur. Ihre Interessen in Innovation und Weiterbildung und -entwicklung haben sowohl beruflichen als auch persönlichen Bezug. Seit einigen Jahren ist sie selbst überzeugte LUSH-Kundin und freiwillige Markenbotschafterin. Sie vertritt die Ansicht, dass qualitative und wirksame (Pflege-) Produkte nicht auf Tierversuche angewiesen ist. Der Tier- und Umweltschutz und dessen stetiger Fortschritt stellen für sie einen wichtigen Grundpfeiler für eine ethisch korrekte und nachhaltige Lebensweise dar.

Weiterer Trend im Anmarsch: Pegasus erobert den Markt

Nach Einhörnern und Meerjungfrauen, zeichnet sich noch ein weiterer Trend ab. Das Pferd als mythologische Figur bleibt. Weg mit dem Horn, her mit den Flügeln sozusagen. Ab jetzt haben wir es mit Pegasus zu tun. Dieser erobert nicht nur Kinderherzen, sondern ist auch bei Promis heiss begehrt. Produzenten in aller Welt rüsten sich für den Trend des Jahres.

Maskuline und feminine Elemente

Trends vorauszusagen gestaltet sich immer schwierig. Ob etwas wirklich ein Trend wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Anzeichen verdichten sich aber, dass das Einhorn nun vom Pegasus abgelöst wird. Erste Prominente wurden bereits mit einem aufblasbaren Pool Pegasus gesichtet. Designer werden das Pferd mit Flügeln ebenfalls in ihre Kollektionen integrieren. Diverse Produkte sind in Planung. Ein Unterschied zum Einhorn bleibt, denn es scheint, dass Pegasus auch von Männern angenommen wird. Endlich ein Trend für beide Geschlechter, denn auch die Farbe Rosa verschwindet. „Pegasus ist viel puristischer, nicht mehr so mädchenhaft. Daher dominieren die Farben Blau, Weiss, Schwarz und Grau„, erklärt Stellina Viventi, Mode-Influencerin aus Italien. Die 23-jährige hat als eine der ersten diesen Trend in den Modemetropolen entdeckt. „Das Einhorn eignete sich nur bedingt für die Haute Couture, mit dem Pegasus Motiv können die Designer sowohl maskuline, als auch feminine Elemente verbinden und in der Mode verarbeiten„, meint die Mode Bloggerin.

Beispiel eines Pegasus Motivs © Pixabay

Wiehernde Flügel

Selbstverständlich richtet sich nicht nur die Modeindustrie auf diesen neuen Trend aus. Längst haben asiatische Firmen die Pegasus-Produktion begonnen. Liang Ning (45) ist Marketingleiter der chinesischen Firma Long, die Konsumgüter herstellt und in die ganze Welt vertreibt: „Wir haben den Trend schon letzten Herbst kommen sehen und daher unsere Designabteilung beauftragt, neue Produkte zu entwickeln. Long war eine der ersten Firmen, die Pegasus Produkte produziert hat. Noch haben wir genügend an Lager, aber die Nachfrage steigt täglich.“ Long hat gemäss eigenen Angaben über 5’000 verschiedene Produkte mit Pegasus Motiven im Angebot. „Besonders stolz sind wir auf unsere Handyhüllen. Sie sind mit Pegasus Flügeln ausgestattet. Wenn man die Flügel berührt, dann wiehert Pegasus sogar„, meint Ning lächelnd, „Ebenso haben wir spezielle Pegasus Taschen im Angebot. Je nach Gemütslage der Trägerin, ändern die Pegasus Flügel ihre Farbe.“ Ning ist überzeugt, Pegasus wird das Einhorn um Längen übertrumpfen. Auch er sieht die Männer als wichtige Zielgruppe an: „Wir haben für Motorradfahrer extra Pegasus Motive angefertigt, die sie direkt auf ihre Maschinen kleben können. Dort ist Pegasus mit Feuer umgeben und wirkt sehr stark und männlich. Ähnliche Motive finden sich auch auf unseren Sporttaschen.

Ein Trend, der auch für Männer geeignet ist © Pixabay

Im asiatischen Raum ist Pegasus längst bei den Prominenten angekommen. Langsam schwappt der Trend nach Amerika und von dort wird er voraussichtlich in ein paar Monaten auch nach Europa kommen. Wann Schweizer Firmen auf den Trend aufspringen, ist noch nicht bekannt. Allzu lange dauern wird es wohl nicht…

Anmerkung: Dieser Artikel war ein Aprilscherz unsererseits. Aber vielleicht wird Pegasus ja wirklich ein Trend…

Meerjungfrauen als neuer Trend

Nach Einhörnern geht es nun zum nächsten Trend. Wenn man den Stimmen glauben mag, so erobern ab jetzt Meerjungfrauen die Herzen der Kundschaft. Wir haben bei einer Expertin nachgefragt, auf was es bei Meerjungfrauen ankommt. Katrin Gray ist nicht nur Meerjungfrau-Model, sondern stellt auch Meerjungfrauenflossen her. Sie ist mit ihrem Geschäft sehr erfolgreich und bietet ihre Produkte international an.

Frau Gray, wie kamen Sie bloss auf die Idee eine Meerjungfrau zu werden und dann noch entsprechende Meerjungfrauenflossen zu verkaufen?

Alles fing mit dem Kindheitstraum an, eine Meerjungfrau zu werden. Etwa 20 Jahre nachdem ich das erste Mal Arielle sah, habe ich mich dazu entschlossen meinen Traum wahr werden zu lassen. Ich befand mich gerade in der Ausbildung zur Tauchlehrerin und absolvierte dann Apnoekurse, um meine Luft länger anhalten zu können. Ich baute meine erste eigene Flosse, trainierte meine Unterwasser-Model-Fertigkeiten und somit war Mermaid Kat dann offiziell im Mai 2012 geboren.

Im August 2012 eröffnete ich in Thailand die erste Meerjungfrauenschule der Welt und begann andere im Meerjungfrauenschwimmen zu unterrichten. Leider stellte ich schnell fest, dass jegliches Meerjungfrauenequipment, welches zu erwerben war, qualitativ eher mangelhaft war. Somit entschied ich mich dazu meine eigenen Meerjungfrauenflossen zu entwickeln, die nicht nur realistisch aussehen, sondern vor allem auch effizient und sicher im Wasser zu nutzen sind. Im April 2013 eröffnete ich dann meinen Online-Shop, den Mermaid Kat Shop, in dem nun Flossen aus Stoff und Silikon verkauft werden.

Katrin Gray ist schon seit Jahren erfolgreich als Mermaid Kat unterwegs © Ian Gray / Mermaid Kat

Für Nichtmeerjungfrauen, auf was kommt es bei den Flossen an und wie werden sie hergestellt?

Das wichtigste an einer Meerjungfrauenflosse ist die eingebaute Monoflosse, diese sorgt dafür mit der Flosse vernünftig schwimmen zu können. Eine Monofin sollte immer zwei separate Fusstaschen haben, die nicht auf dem Flossenblatt sitzen, sondern quasi als Verlängerung des Flossenblattes dienen. Die Fusstaschen sollten etwas Luft zwischen sich haben, so dass sich die Knöchel beim Schwimmen nicht aneinander reiben und Schmerzen verursachen können. Jede Fußtasche sollte ein eigenes Fersenband besitzen, um einen guten Halt zu garantieren. Ich persönlich bevorzuge Fersenbänder, die grössenverstellbar sind. Das Flossenblatt sollte aus einem Material bestehen, das widerstandsfähig ist, im Wasser jedoch nachgibt und nicht brechen kann. Die Flossen für Kinder und Anfänger werden dann normalerweise mit einem Stoffbezug bezogen. Die Silikonflossen werden alle in Handarbeit angefertigt und genau auf die Wünsche und Masse unserer Kunden individuell angefertigt.

Wie schwierig ist es mit diesen Flossen zu schwimmen? Ist das gefährlich, oder kann das theoretisch jeder lernen?

Die Schwimmbewegung beim Mermaiding ist für viele Menschen ganz natürlich und wesentlich leichter zu erlernen als andere Schwimmstile. Mit ein wenig Übung sollte also eigentlich jeder in der Lage sein, sich mit einer Meerjungfrauenflosse im Wasser fortzubewegen.

Mermaiding ist lernbar © Marten von Rauschenberg / Mermaid Kat

Auf Ihrem online Shop gibt es diverse Produkte, unter anderem Bikinis, Meerjungfrauenkronen und sogar Brautflossen. Sind noch mehr Produkte in Planung, die das Sortiment ergänzen werden?

Wir entwickeln uns stetig weiter und sind ständig in der Planung für neue Produkte. Im April 2018, zu unserem fünften Geburtstag, werden wir unsere Prinzessinnen-Meerjungfrauenflossen-Kollektion herausbringen.

Bei Meerjungfrau denkt man automatisch an Frauen und Mädchen, Sie haben aber auch Flossen für den Meermann. Müssen Männer nun umschwenken und mit Flossen durch das Wasser gleiten, um die Frauen noch zu beeindrucken?

Beim Unterrichten unserer Meerjungfrauenkurse haben wir etwa 90% weibliche Teilnehmer und nur etwa 10% Jungen und Männer. Beim Flossenverkauf sehen wir jedoch, dass immer mehr Flossen für die männlichen Wasserwesen bestellt werden. Erstaunlicherweise stellen wir sogar recht viele Silikonflossen für Männer her, welche bei knapp 2000 Euro keine günstige Investition sind.

Wie vermarkten Sie sich selbst, aber auch den online Shop? Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Wir sind in erster Linie auf Instagram unterwegs. Facebook war vor ein paar Jahren ein tolles Marketing-Tool, bringt mittlerweile jedoch kaum noch Business. Ansonsten haben wir Glück, da Zeitungen und TV-Formate regelmässig über uns berichten und unsere Websites bei Google relativ hoch stehen.

Wie sieht die Konkurrenzsituation aus? Haben Sie keine Angst, dass ein grosser Produzent den Markt mit billigeren Produkten überrollt?

Es gibt bereits Billiganbieter, die Flossen verkaufen. Sicherlich gibt es einige Leute, die darauf anspringen. Unsere Flossen sind jedoch ganz klar in ihrer Qualität unbesiegbar. Billigflossen können schnell kaputtgehen und brechen und somit muss der Kunde letztlich dann doppelt oder dreifach investieren, als hätte er von vornherein gleich in ein Equipment mit einer guten Qualität investiert. Des Weiteren steht beim Meerjungfrauenschwimmen natürlich auch die Sicherheit im Vordergrund. Immerhin befinden wir uns beim Mermaiding mit zusammengebundenen Beinen im Wasser. Eine Flosse die im Wasser einfach zerbricht, kann ein grosses Risiko darstellen, besonders für Kinder. Als Eltern sollte man sich da schon im Klaren darüber sein, warum ein solcher Preisunterschied zustande kommt und dann entscheiden, wie viel ihnen die Sicherheit ihrer Kinder wert ist.

Sicherheit gilt als oberstes Gebot, gerade bei Kindern © Ian Gray / Mermaid Kat

Gemäss Trendexperten wird 2018 das Jahr der Meerjungfrau. Wie schätzen Sie das ein und wie gehen Sie vor, damit Ihr Geschäft langfristig Bestand hat?

Wir sind seit 2013 stetig am Expandieren und unsere Prognosen sehen weiterhin sehr positiv aus. Im Mai 2018 wird mein erstes Buch zum Thema Mermaiding erscheinen, in dem ich viele Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene Meerjungfrauen und Meermänner gebe. Auch meine Meerjungfrauenschule expandiert stetig, hat bereits Standpunkte in Niedersachen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. In Kürze werden Zweigstellen in Bayern und NRW eröffnen. Wir sind also bereit, um mit dem Trend mitzuwachsen.

Zum Schluss, welchen Tipp würden Sie Neu-Meerjungfrauen geben?

Als Grundvoraussetzung sollte das Bronze-Schwimmabzeichen abgelegt worden sein. Beim Kauf einer Meerjungfrauenflosse lieber gleich von Anfang an in gutes und sicheres Equipment investieren und zu Beginn einen Meerjungfrauenkurs in einer professionellen Meerjungfrauenschule besuchen. Des Weiteren sollten Meerjungfrauenflossen niemals ohne einen erfahrenen Buddy bzw. unter direkter Aufsicht im Wasser benutzt werden.

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Faszinierende Meerjungfrau © Michael Aw / Mermaid Kat

Schweissflecken gehören ab jetzt der Vergangenheit an

Wer kennt es nicht, sobald man den Anzug oder die Jacke ablegt, gibt es unter den Armen Schweissflecken an Hemd oder Bluse. Unangenehm, gerade wenn man in einer wichtigen Sitzung oder vor Publikum etwas präsentieren soll. Abhilfe bringt hier ECLEA mit seinen neuen Kleidungsstücken, auf denen man keine Schweissflecken mehr sieht. Emiliano Arena ist Gründer der Firma, Marketingprofi und Modedesigner. Er berichtet uns, wie das Ganze funktioniert.

Herr Arena, wie sind Sie auf die Idee gekommen, elegante Kleidung zu entwickeln, bei der man keine Schweissflecken mehr sieht?

Die Idee ist entstanden weil ich selbst betroffen bin. Als Verkaufs- und Marketingleiter hat es mich immer gestört wenn mir die Leute unter die Arme geschaut haben. Aber auch im Allgemeinen hat es mich sehr gestört. Da auch Deos nur bedingt helfen und ich aus einer Schneiderfamilie komme, habe ich in Richtung Textil nach Lösungen gesucht und gefunden.

Endlich keine Schweissflecken mehr, die Idee stammt von Emiliano Arena (siehe Bild) © ECLEA

Sie kombinieren zwei Technologien auf einem Textil, können Sie uns erklären, wie diese Technologie funktioniert?

Das Textil wird quasi halbiert. Wasser und Schmutz perlen auf der Aussenseite des Textils einfach ab. Gleichzeitig wird Feuchtigkeit, die beim Schwitzen entsteht, von der Innenseite des Textils rasch aufgenommen und vom Körper wegtransportiert. Dadurch trocknen ECLEA Shirts deutlich schneller als herkömmliche Textilien. Flecken, die durch Schwitzen entstehen, sind von aussen beinahe unsichtbar. Zusätzlich verdunstet die Feuchtigkeit körpernah, was die natürliche Körperfunktion des Kühlens unterstützt.

Wie würden Sie Ihre Zielgruppe beschreiben und welche Aspekte sind den Kunden aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

Ästhetiker, aktive, emotionale und „hitzige“ Leute, aber auch Geschäftsleute die viel reisen, viel unterwegs sind und einen direkten Kontakt zum Kunden haben. Generell aber alle, die dieses Problem kennen.

Besonders wichtig ist, dass man die Flecken nicht sieht und sich vor allem wieder viel freier bewegen kann. Man fühlt sich wohler, sicherer und kann bei allen Aktivitäten sich selbst sein. Ebenfalls die Materialien, sprich der Tragekomfort, der Schnitt und natürlich das Design.

Wie wird bei ECLEA das Marketing genutzt? Auf welche Marketinginstrumente setzen Sie?

Das Marketing bei ECLEA ist sehr wichtig, den wir wollen eine Philosophie nach aussen ausstrahlen. Innovation, Mode, Lifestyle und Eleganz kombiniert mit funktionellen High-Tech Textilien. Die Instrumente sind: Onlinemarketing, PR, Social Media, Affiliate, Mund zu Mund und Weiterempfehlungsmarketing sowie aktiv in Blogs und Foren. Sobald sich der Brand etabliert auch TV-Werbung, PassengerTV und Strassenplakate. Ebenfalls könnte ECLEA auch in Golfanlagen, Fitnesscentern, Hotels und vereinzelten Modegeschäften präsent sein.

Sie kombinieren „Swiss Made“ und „italienisches Design“ – wie nutzen Sie diese Begriffe in der Vermarktung der Produkte?

Swiss Made steht für Qualität und den hohen Standard. Das italienische Design steht für Eleganz und Modebewusstsein. Es ist funktionale Herrenmode in italienischer Eleganz. SWISS MADE.

Italienische Eleganz in Kombination mit Schweizer Qualität © ECLEA

Wo können die ECLEA Funktionshemden erworben werden?

Zurzeit über Kickstarter und mit Sonderkonditionen. Danach online auf www.eclea.ch. Der Bereich Corporate Wear wird persönlich für die Geschäftskunden gemacht.

Werden Sie die Zielgruppe noch erweitern, zum Beispiel auch eine Kollektion für Damen anbieten?

Auf alle Fälle, den auch Frauen leiden unter diesem Problem. Geplant ist eine Kollektion im November 2018.

Wenn Sie angehenden Marketingfachleuten einen Tipp geben könnten, was würden Sie raten?

Marketing ist Leidenschaft. Probiert aus, testet bei eurer Zielgruppe was besser ankommt, macht Fehler und lernt daraus. Arbeitet mit euren Kunden und der Community zusammen. Entwickelt mit ihnen Ideen und Lösungen. Denn egal was wir machen und wie wir es machen im Marketing, entscheidend ist was der Markt sagt, der Markt entscheidet, ob ein Produkt gekauft wird oder nicht. Also lasst euch auch von den Kunden inspirieren.

https://eclea.ch/

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Schweizer Sportbekleidung für Herzogin Kate

Sport ist für viele ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Dazu gehört auch die entsprechende Kleidung. Diese soll nicht nur funktional sein, sondern auch modisch ansprechend wirken. Die sportliche Bekleidung ist Teil der eigenen Identität. Im Sportbereich gibt es diverse Marken, eine besondere aus der Schweiz ist KJUS. Wir haben bei Robert den Otter von KJUS nachgefragt, was die Produkte so besonders macht.

Sportbekleidung gibt es in allen Farben und Formen von diversen Anbietern. Können Sie uns erklären, warum KJUS anders ist und was die KJUS DNA ausmacht?

KJUS wird davon angetrieben, die bestmöglichen Ski- und Golfkleider der Welt zu produzieren. Unsere Passion für diese Sportarten lässt uns bestehende Technologien und Konzepte immer wieder hinterfragen – und lässt uns mit Innovationen unsere Kundinnen und Kunden begeistern.

Schweizer Sportbekleidung in hoher Qualität © KJUS

Welche Produkte gibt es bei KJUS zu kaufen und welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

KJUS produziert hochwertige Ski- und Golfbekleidung und bietet zudem eine Lifestyle-Kollektion für eine sportive, naturbegeisterte urbane Zielgruppe an.

Sportbekleidung soll nicht nur schön, sondern auch funktional sein. Wie funktioniert bei KJUS die Entwicklung von neuen Produkten und wird der Nachhaltigkeit bzw. einer fairen Produktion Rechnung getragen?

Tatsächlich ist Innovation ein Bereich, welcher uns wesentlich auszeichnet. Unser Entwicklungsteam in Hünenberg treibt mit seinen Innovationen immer wieder auch eine ganze Industrie an, so beispielsweise mit Freelite, der ersten komplett gestrickten Skijacke der Welt. Wir sind zudem stolz, Teil der Fair Wear Foundation (https://www.fairwear.org/) zu sein und hier bereits mehrfach mit dem Leader-Status ausgezeichnet worden zu sein.

Die Produkte sind nicht nur schön, sondern auch innovativ © KJUS

Welche Absatzkanäle nutzen Sie? Gibt es neben der Webseite auch stationäre Läden?

Ja, neben E-Commerce setzen wir nach wie vor auch auf eigene Geschäfte. Dabei setzen wir auch auf Pop-Up-Konzepte, wie zum Beispiel diesen Winter an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Wie wird bei KJUS das Marketing genutzt? Auf welche Marketinginstrumente setzen Sie?

Unsere besten Marketinginstrumente sind unsere Produkte. Jede KJUS-Kundin und jeder Kunde bleibt unseren Produkten und unserer Marke über lange Jahre treu. Eine authentischere Kommunikation können wir uns fast nicht vorstellen. Daneben sind wir selbstverständlich immer stärker auf digitalen Kanälen vertreten.

Promis sind gute Werbeträger. Diesen Winter wurde Herzogin Kate mit einer Jacke von KJUS gesichtet. Wie wichtig ist dies für KJUS und haben Sie weitere prominente Markenbotschafter?

Es macht uns sehr stolz, dass die Herzogin unsere Duana Jacket ausgewählt hat. Sie ist bald im siebten Monat schwanger, für den offiziellen Termin in Oslo war ihr darum sicher sowohl eine sehr elegante, als auch äusserst bequeme und warme Jacke wichtig.

Das Modell, das auch Herzogin Kate getragen hat © KJUS

KJUS ist international unterwegs, hat aber doch auch eine Schweizer Identität. Welche Rolle spielt die Schweiz für KJUS?

KJUS ist eine Schweizer Marke, wir sind hier also nicht nur verwurzelt, wir sind hier zu Hause. Das widerspiegelt sich mitunter auch in der Produktentwicklung, bei welcher wir Jacken Namen mit einem Engadiner Hintergrund geben. www.kjus.com/engadin

Welche Herausforderungen sehen Sie für Ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Was uns nicht nur persönlich betrifft, hat auch einen Einfluss auf eine ganze Industrie: Der Klimawandel wird unsere Geschäfte sicher beeinflussen.

Wenn Sie wählen könnten, welche Sportarten würden Sie noch gerne mit entsprechender KJUS DNA ausrüsten?

Wir müssen für eine Sportart dieselbe persönliche Passion verspüren, wie bei Ski und Golf. Solche neuen Geschäftsfelder entstehen also organisch.

https://www.kjus.com/ch/de/

Passion, die sich auch in den Produkten niederschlägt © KJUS

Kleiner Flitzer, grosse Show – der Microlino stellt sich vor

Von Dana Müller

Er ist 450kg leicht, bietet Platz für zwei, fährt bis zu 90km/h schnell und kommt je nach Ausführung 120 km bis 215 km weit. Vor allem ist er praktisch und äusserst ökologisch: Der Microlino.

Auf den ersten Blick erinnert der Microlino an die Isetta Kabinenroller aus den 50ern. Von da kam dem Gründer von Micro Wim Ouboter, auch die Idee, einen modernen Kabinenroller ins Leben zu rufen. Klein, wendig, platzsparend und vor allem auch umweltfreundlich sollte der e-Isetta werden. Schon bald werden wir den Microlino wohl öfters auf der Strasse sehen, vor Kurzem wurde er vor einem grossen Publikum im Kaufleuten vorgestellt.

Merlin, Wim und Oliver Ouboter ® Microlino Presskit

Wim Ouboter hatte grossen Erfolg mit seiner «Micro-Mobility» Innovation 1999, dem Micro Scooter®. Die Produktion in China verdreifachte sich innert einem Jahr. Seither kamen weitere Modelle dazu und noch heute ist das Kickboard® ein beliebtes Transportmittel für kurze Strecken die zu Fuss zu lang und für das Fahrrad zu kurz sind. Micro ist seither zu einer starken, innovativen und weltweit bekannten Marke gewachsen.

Vom Marketing-Gag zur Realität

Die Vision von der Micro-Mobility lebt weiter, nicht nur im Herzen von Wim Ouboter sondern auch in seinen Söhnen Oliver und Merlin, sowie dem ZHAW Absolventen Pascal Studerus. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit am Technikum der ZHAW, hatte Pascal Studerus den Auftrag, ein Auto ähnlich einer originalen Isetta mit einem elektronischen Motor zu designen. Seit seinem Abschluss an der ZHAW ist er stark im Projekt involviert und hat zusammen mit Merlin Ouboter und in Zusammenarbeit mit einer Chinesischen Fabrik, einen ersten Prototyp des e-Isetta gefertigt. Die Herausforderung war gross, denn diese Fabrik besass weder ein Engineering Departement noch sprachen sie fliessend Englisch. Mit viel Eifer schaffte es der erste Prototyp als Marketing-Gag an die Genfer Messe. Innerhalb einer Woche wollten bereits 500 Besucher einen Microlino erwerben. Die Söhne waren von der Idee gepackt und überzeugten Wim Ouboter dieses Projekt zu realisieren und den Microlino in Serie zu produzieren. Zusammen mit Eric Tazzari, Besitzer eines italienischen Automobilzulieferers mit langer Erfahrung im Bau von kleinen Elektromobilen, kam innert 24 Stunden eine Kooperation zu Stande, welche die Realisierung des elektronischen Automobils innerhalb von lediglich zwei Jahren erlaubte.

Praktischer kleiner Helfer ohne Strassenverkehrssteuern

Die Mission, eine mobile Lösung, die Spass macht, ökologisch und praktisch ist, wurde mit dem Microlino ermöglicht. Dieser kleine Flitzer ermöglicht die tägliche Fahrt zur Arbeit oder zum Supermarkt problemlos und bietet im Kofferraum Stauraum für zwei Kanister Bier und eine Einkaufstasche. Er lässt sich innert vier Stunden an der normalen Steckdose aufladen und braucht dabei einen Drittel des Platzes eines herkömmlichen Autos. Ein weiterer Clou ist Micro mit der Zulassung des Microlino als motorisiertes Kleinfahrzeug gelungen. Das Mobil hat damit den Status, der vergleichbar ist mit einem Motorrad, was unter anderem die Kosten weiter reduziert – auch Strassenverkehrssteuern fallen für einen Microlino nicht an.

Mittels Facebook Umfrage wurden die Farben des Microlinos zur Markteinführung bestimmt. Die offiziellen Farben des Microlinos sind: Zürich-Blau, Milano-Rot, Paris-Mint, Holland-Orange, Gotham-Schwarz, London-Grau Und Vienna-Weiss. Aktuell haben bereits 4600 Leute einen Microlino reserviert. Das Interesse um die Microlinos ist gross, und die Vision von Wim Ouboter ein Kickboard® für die letzte Strecke zum Zielort in jedem Kleinfahrzeug zu haben, kann endlich Realität werden. Schon vor fast 20 Jahren hätte es beinahe bei einer Kooperation mit Smart geklappt, leider wurde das Projekt durch die Übernahme von Mercedes gestoppt. Wim Ouboter ist jedoch niemand der einfach so aufgibt, sondern seine Visionen hartnäckig verfolgt und auch dieses Ziel – nun eben mit einem eigenen Kleinfahrzeug – bis zur Erreichung verfolgt. Der Microlino wird voraussichtlich ab Mitte 2018 zum Verkauf stehen, die Schweiz und Deutschland werden die ersten Länder sein, weitere Europäische Städte folgen.

https://www.micro-mobility.com

https://www.facebook.com/microlino.car/ 

MAS Product Management – Prämierung der besten Masterarbeiten

Von Dr. Helen Vogt

Welche digitalen Technologien erhöhen am meisten das Einkaufserlebnis im stationären Handel? Können Private Label Brands eine Umsatzsteigerung im Automobil Ersatzteilmarkt bewirken? Diese und viele andere Themen beschäftigen die Studierenden im MAS Product Management (PDM) welche als Abschluss der zweijährigen Ausbildung ihre Masterarbeit geschrieben haben. Die MAS Teilnehmer stammen aus den verschiedensten Industrien und Branchen, dementsprechend fanden sich sehr viele unterschiedliche und höchst spannende Themen im Mastermodul. Von den Chancen der Digitalisierung für Messen, über Kundenfluktuation und Erfolgsfaktoren der Kundenzusammenarbeit im B2B, Rückgewinnungmassnahmen im Versicherungswesen, neue Pricing und Servitization Konzepte, Cross-Device Tracking für ein Medienunternehmen, die Neupositionierung eines Produktsortiments im Healthcare Bereich bis zur Entwicklung einer neuen Value Proposition oder strategisches Lifecycle Management im Maschinenbau, das ganze Spektrum des Product Managements wurde eingehend beleuchtet.

14 Teilnehmer haben dieses Jahr den MAS Product Management mit der Masterarbeit abgeschlossen. Wir gratulieren allen sehr herzlich zu ihrer hervorragenden Leistung!

Teilnehmer des MAS Product Management, welche im Januar 2018 abgeschlossen haben:
Marc-Pieter Blanck, Peter Bornhauser, Christof Fehr, Daniel Hauenstein, Jonas Honegger, Simon Honegger, Marco Huber, Alexander Leutenegger, Patrice Molnar, Andrea Mühleis, Yvonne Müller, Sascha Kropf, Daniel Stoffner, Rolf Zaugg.

Hervorragende Arbeiten wurden ausgezeichnet

Die besten Masterarbeiten werden traditionell an der Diplomfeier bekanntgegeben und gewürdigt. So hat Yvonne Müller in ihrer Arbeit den Einfluss und Erfolgsfaktoren von neuen digitalen Technologien am Point-of-Sales bei Schweizer Einzelhandelsunternehmen untersucht. Mit einer qualitativen und quantitativen Erhebung konnte sie die erfolgversprechendsten Ansätze identifizieren, wie der stationäre Handel das Einkaufserlebnis erhöhen und somit gegenüber dem online Handel wieder attraktiver werden kann. Rolf Zaugg beleuchtet den Autoersatzteilhandel in der Schweiz und untersucht die Frage, ob durch die Einführung eines Private Labels mit einer Fighting-Brand-Strategie neue Kundensegmente und damit höheres Umsatzwachstum generiert werden kann. Beide Arbeiten zeichnen sich durch eine fundierte und differenzierte wissenschaftliche Arbeitsweise und durch eine hohe Praxisrelevanz aus.

Die Vielfältigkeit der Masterarbeiten spiegelt auch das breite Anforderungsspektrum an moderne Produktmanager. Die Teilnehmer des MAS Product Management haben in den vier CAS, welche den MAS bilden, ein fundiertes Wissen und die notwendigen Fähigkeiten erworben um die vielfältigen Markt- und Kundenbedürfnisse strukturiert zu ermitteln, ein Leistungsportfolio gezielt zu entwickeln, erfolgreich am Markt zu etablieren und langfristig gewinnbringend zu managen. Damit haben die MAS Absolventen die notwendigen Grundlagen um ein modernes Product Management zu betreiben.

Haben Sie Fragen zum MAS Product Management? Dann wenden Sie sich bitte an Helen Vogt via mail vogh@zhaw.ch oder via Telefon 058 934 66 99. Zahlreiche Information zu diesem Studiengang finden Sie auch online.

Smarter Einbruchschutz dank Kevin

Das Start-up mitipi hat seinen Einbruchschutz weiterentwickelt und lanciert nun eine Kickstarter Kampagne. In einem früheren Blog Beitrag wurden das Unternehmen und der Gründer Julian Stylianou bereits thematisiert. Das Team hat das Produkt auf internationalen Messen vorgestellt und es wurde auch in diversen Medien portraitiert. Nun kann sich jedermann „Kevin“ als neuen Mitbewohner nach Hause holen.

„Kevin“ ist ein Einbruchschutz, der nicht erst handelt, wenn der Einbrecher bereits die Tür aufgebrochen hat und im Haus steht, sondern es gar nicht erst dazu kommen lässt. Das „Smart Home IoT“-Gerät simuliert Bewegung von Personen in einem Raum. Dafür nutzt es Licht, Lichteffekte und Geräusche und täuscht den Einbrechern so vor, es sei jemand zu Hause. Durch intelligente Steuerungsmöglichkeiten simuliert Kevin eine Person, die sich im Haus bewegt und alltägliche Aufgaben erledigt: Gespräche, Abwaschgeräusche, Musik und sogar einen Streit kann „Kevin“ simulieren. Eine Abschreckung für potentielle Einbrecher, denn diese versuchen normalerweise den Kontakt mit Bewohnern möglichst zu vermeiden.

Präventiv wirken mit Kevin © mitipi

Möglichst nahe am eigenen Tagesablauf

„Kevin“ ist besonders einfach und intuitiv zu bedienen. Fünf Minuten genügen, um den virtuellen Mitbewohner zu installieren – danach erwacht er zum Leben und kann per App oder über die Tasten am Gerät selbst gesteuert werden. Um die Anwesenheit einer Person in der Wohnung vorzutäuschen, verwendet Kevin eine Logik, die mehrere Faktoren berücksichtigt: Zeitzone, Region, Sprache, Wetter, Haustyp und vieles mehr. Darüber hinaus lässt sich das System individuell anpassen, indem man ihm seine eigenen Präferenzen einstellt: Zum Beispiel, ob man Haustiere oder eine Familie hat, ein Instrument spielt oder gerne ein Workout zu Hause macht. Im Gegensatz zu anderen Sicherheitssystemen für den Hausgebrauch rückt „Kevin“ Kamera oder Bewegungssensoren in den Hintergrund – alles, was man braucht, ist Strom und ein Smartphone.

Smarter Mitbewohner, der über ein Smartphone gesteuert wird © mitipi

Prävention als Schlagwort

Mit Kevin ist man Einbrechern immer einen Schritt voraus. Dafür sorgen regelmässige Updates und neue Funktionen, die stetig vom mitipi-Team entwickelt werden. Julian Stylianou, Gründer und Geschäftsführer von mitipi, erklärt: „Wir haben viele Gespräche mit Einbruchsopfern geführt. Ihnen ist es wichtig, dass der Schutz ihres Zuhauses mehr bietet als Überwachung und Alarmierung. Deshalb wollen wir mit ,Kevin’ dafür sorgen, dass der Begriff ,Einbruch’ nur noch in Geschichtsbüchern vorkommt. Wir bieten Sicherheit im Haus, indem wir eine erste Lösung für die Prävention anbieten“. mitipi strebt eine Kickstarter-Finanzierung von 50.000 Dollar an, die Preise beginnen bei 149 Dollar. https://www.kickstarter.com/projects/1545016534/your-virtual-roommate-against-burglars-kevin-by-mi

http://mitipi.com/

Papa Moll Schokolade: Aus dem Film ins reale Leben

Wohl jeder mag sich an den Kinderbuchklassiker „Papa Moll“ erinnern. Nun wurde er filmisch zum Leben erweckt und erfreut Gross und Klein in den Schweizer Kinos. Im Film geht es auch um die Schokolade, denn dort finden sich spezielle Schoggi-Murmelis. Das Marketing mischt hier natürlich mit, denn entwickelt wurden die Papa Moll-Murmelis von der Confiserie Bachmann. Die Schokoladenfiguren wurden von Hand in der Luzerner Traditionsbackstube gegossen.

Marketingtechnisch ein genialer Schachzug, denn natürlich kommen nicht nur die Filmfiguren in den Genuss der Schoggi-Murmelis, sondern auch die Kundschaft. In den Fachgeschäften sowie über den Webshop sind die Papa Moll-Murmelis zu erwerben. Das Marketingspektrum wurde aber noch erweitert, denn es gibt exklusiv auch ein spezielles Papa Moll-Spiel, wo man täglich verschiedene Preise gewinnen kann. Marketingleiterin Eugenie Nicoud erklärt uns, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam.

Die Papa Moll-Murmelis wurden extra entwickelt © Confiserie Bachmann

Frau Nicoud, wie kam es, dass die Confiserie Bachmann mit den Papa Moll-Murmelis im Film auftaucht?

Bevor der Film gedreht wurde, bekamen wir die Anfrage von den Produzenten (Zodiac Pictures), ob wir Interesse hätten die Schoggi-Murmelis zu entwickeln. Im vorherein wussten wir natürlich nicht wie der Film werden wird und vor allem welchen Stellenwert die Murmelis im Film haben werden. Jedoch war dies für uns ein sehr interessantes Konzept. Denn für uns ist es natürlich sehr schön, wenn wir Produkte entwickeln können die auch eine Geschichte erzählen und dies auch nach Aussen tragen können.

Wir freuen uns sehr, dass der Papa Moll-Film so positiv ankommt und vor allen über die grosse Präsenz der Schoggi-Murmelis im Film.

Wie schwierig war die Entwicklung und Fertigung der Schoggi-Murmelis?

Es ist natürlich für uns immer eine Herausforderung ein Produkt so zu entwickeln, dass es den individuellen Geschmack des Einzelnen auch trifft. Für den Film brauchten wir ca. 250 Schoggi-Murmelis die alle identisch aussehen. Deshalb mussten wir eigene Giessformen entwickeln lassen. Wir waren auch immer im engen Austausch mit den zuständigen Szenenbildnern. Für den Film haben wir genau drei verschiedene Murmelis hergestellt: Monster-Murmelis, Standard-Murmelis und extra schön dekorierte Prototypen mit einer Erdbeernase.

Der gesamte Prozess beanspruchte viel Zeit, da zahlreiche Details und Farben korrekt definiert werden mussten.

Die grösste Herausforderung war es jedoch, Murmelis zu entwickelt die nicht unter den hohen Scheinwerferlichtern schmelzen. Deshalb haben wir extra noch Murmelis aus Silikon angefertigt, die jedoch wie Schokolade aussehen.

Spezielle Anforderungen für den Papa Moll Film, das Resultat kann sich aber sehen lassen © Confiserie Bachmann

Aus Marketingsicht, was erhoffen Sie sich durch diese Kooperation?

Das schöne aus dieser Kooperation ist es natürlich, dass wir auf der Papa Moll-Welle mitreiten können und dadurch natürlich über unsere Standorte hinaus eine Bekanntheit aufbauen können.

Die Schoggi-Murmelis gibt es natürlich auch im Verkauf © Confiserie Bachmann

Sie setzen bei dieser Kampagne auch auf die online Medien und bieten sogar ein Spiel an. Wie wird die Kampagne bis jetzt aufgenommen und wie reagiert die Kundschaft?

Wir haben uns überlegt wie wir am Besten Gross und Klein in dieser Geschichte abholen und integrieren können. So haben wir ein Onlinespiel entwickeln lassen, welches die Schoggi-Murmeli und den Film promoten und zugleich eine Portion Spass vermittelt. Die Kampagne kommt sehr gut an. Pro Tag spielen über 500 Personen dieses Spiel und gewisse Spieler haben einen sehr bemerkenswerten Highscore 🙂

Natürlich kommen auch die Preise sehr gut an. Ich schätze, den Leuten macht es Spass und die Kampagne wird nicht direkt als Werbung wahrgenommen.

Erfolgreiches Onlinespiel für die diversen Zielgruppen © Confiserie Bachmann

www.confiserie.ch

http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/papa-moll/

Schweizer Smartwatch für den Notfall

Die Digitalisierung erfasst bald alle Lebensbereiche. Diverse Gadgets sind zu haben, unter anderem auch so genannte Smartwatches, also Uhren mit digitalen Funktionen. Neben Apple, gibt es noch zahlreiche weitere Angebote. Eine Schweizer Firma hat nun ganz besondere Smartwatches im Angebot, denn mit diesen kann man im Notfall einfach per Knopfdruck Hilfe anfordern. Bruna Carvalho, Marketing Director bei Smartwatcher gibt Auskunft.

Frau Carvalho, wie funktionieren Ihre Uhren und was ist der Unterschied gegenüber anderen Smartwatches?

Unsere Uhren sind Notruf-Uhren und in einer Notsituation kann einfach per Knopfdruck Hilfe angefordert werden. Familienmitglieder, Freunde oder professionelle 24-Stunden-Notrufzentrale, die den Alarm erhalten, können den Standort des Uhrenträger auf einer Karte sehen (dank der fortschrittlichen Geo-Tracking-Technologie), auf die Uhr direkt anrufen (dank der eingebauten Swisscom SIM-Karte) und über das eingebaute Mikrofon und Lautsprecher mit dem Träger der Uhr sprechen. Die Uhr ist demnach jederzeit erreichbar, sofern dies vom Träger erwünscht ist sowie die Uhr an ist. Dieser entscheidet selbst, ob er jederzeit oder nur während eines aktiven Alarms, von jedem oder nur von registrierten Helfern erreichbar sein möchte.

Unsere Uhren sind einfach zu bedienen und besonders seniorenfreundlich. Auf einen Scroll- oder Touch-Bildschirm sowie komplizierte Einstellungen wurde bewusst verzichtet. Der Träger sieht einzig die Zeit auf dem Display. Dank dem sogenannten Uhr-Verwaltungsportal, kann die Uhr nach den persönlichen Bedürfnissen und individuellen Geschmack anpassen werden; die Vibrationsintensität, die wiederholten Benachrichtigungen an Helfer und weitere Optionen.

Smarte Notfalluhren aus der Schweiz © Smartwatcher

Wieso ist diese Notfallfunktion so wichtig und kann sie für alle Altersgruppen eingesetzt werden?

Die Wichtigkeit ist leicht zu erklären: Viele ältere Menschen leben alleine zu Hause oder gehen gerne spazieren. Die Notfall-Uhr verbessert die Lebensqualität von uns allen, denn egal wo, unsere Smartwatch erlaubt es dem Träger immer mit seinem Helfern verbunden zu sein und jederzeit Hilfe anzufordern.

Diese Lösung ist eine grosse Hilfe für Senioren und erlaubt ihnen länger alleine und selbständig zu wohnen. So können Senioren dort wohnen bleiben, wo sie sich wirklich wohlfühlen und die hohen Kosten für das Altersheim sparen. Zu guter Letzt erleichtert die Notruf-Uhr auch Familienangehörigen und anderen Personen, die in die Pflege involviert sind, das Leben.

Digitale Uhren benötigen meist auch bestimmte Smartphones. Wie sieht das bei Smartwatcher aus, funktionieren die Uhren nur mit einigen ausgewählten Geräten?

Zurzeit bietet Smartwatcher drei verschiedene Lösungen an; davon sind zwei eigenständige Geräte und eines ein Bluetooth. Die PEARL, unsere Bluetooth Uhr, ist eine analoge, feminine und elegante Uhr, die mit einem Smartphone verbunden sein muss, um den Notruf-Knopf zu aktivieren zu können. SENSE und CHRONO hingegen sind eigenständige Uhren und müssen nicht mit einem Smartphone verbunden sein, da sie mit einer eingebauten und aktivierten SIM-Karte ausgestattet sind. Nach dem Auslösen des Alarmes, kann dank dem integrierten Mikrofon und Lautsprecher in der Uhr, mit dem Helfer kommuniziert werden.

Diverse Varianten der Uhr sind verfügbar © Smartwatcher

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen solche Uhren zu entwickeln und wie gross sehen Sie das Marktpotenzial?

Die Idee kam aus dem Wissen, dass in der heutigen Zeit noch immer viele Menschen Angst davor haben, im Notfall nicht zur rechten Zeit gefunden zu werden. Wenn Leute zu spät gefunden werden, kann dies ein schreckliches Desaster für alle Beteiligten sein; die Person selbst, die Familie und Freunde, Nachbarn, Behörden, welche nun mit dem schlechten Gewissen leben müssen.

Das Marktpotential ist riesig. Die Zahl der Personen im Alter von 60 Jahren und darüber hat sich seit 1950 verdreifacht, erreichte bereits 600 Millionen im Jahr 2000 und übertraf 700 Millionen im Jahr 2006. Gemäss Hochrechnungen soll die Zahl der Senioren und Altersschwachen bis 2050 auf 2.1 Milliarden ansteigen. Die heutigen Senioren sind oft sehr aktiv und wollen Geräte, die ihre Mobilität nicht einschränken und sie weniger alt fühlen lassen. Es geht in erster Linie darum, die Nutzer mit ihren Liebsten, Pflegepersonen und medizinischen Fachleuten zu verbinden. Nebst der Funktion im Notfall Alarm zu schlagen, gewähren diese Geräte auch Sicherheit und Schutz, wenn die Nutzer alleine leben oder reisen. Aktives Altern bedeutet den Lebensraum so zu gestalten, dass Senioren so lange wie möglich für ihr eigenes Leben verantwortlich bleiben können und wo möglich der Wirtschaft und Gesellschaft beitragen können.

Die Gesellschaft wird immer älter, aber die Selbstverantwortung will beibehalten werden © Smartwatcher

Welche Absatzkanäle haben Sie gewählt. Nutzen Sie physische Läden oder setzen Sie voll auf den online Verkauf?

Wir haben beide Kanäle gewählt: physische Läden, welche auf unserer Webseite beworben werden, so dass sich die Konsumenten die Uhren persönlich in einem in der Nähe befinden Geschäft anschauen können. Online Verkäufe laufen über unsere eigene Webseite sowie andere Vertreiber.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie und wie wichtig ist die Swissness bei Ihren Produkten?

Swissness ist sehr wichtig für uns, da es ein Synonym für Qualität, Zuverlässigkeit und Robustheit ist. Wir haben uns für ein hauseigenes Team von hochqualifizierten Ingenieuren entschieden, um unseren Kunden ein exzellentes Produkt zu garantieren.

Unsere sozialen Medien ermöglichen uns den Dialog mit unseren Nutzern und potenziellen Kunden, sowie das allgemeine Bewusstsein für Alterung und Sicherheit zu thematisieren.

Swissness als wichtiger Faktor © Smartwatcher

Planen Sie auch andere Länder anzugehen und sich international auszurichten?

Absolut, ja. Wir erstreben Europas führende Marke für tragbare Sicherheitslösungen zu werden. Unsere Kommunikation basiert auf dieser Annahme und aus diesem Grund haben wir eine mehrsprachige Website und Plattformen.

Haben Sie schon Feedback von Kunden? Kommen die Uhren gut an?

Unsere Kunden sind mit unseren Uhren sehr zufrieden. Wir nehmen uns jedes Feedback zu Herzen und arbeiten mit Sorgfalt und Konsistenz an neuen Funktionen, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.

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