„Mobiles Internet und Mobile Computing sind ein Muss und kein Hype“

Das Zitat im Titel stammt von Prof. Dr. Nikolaus Mohr aus einem Interview in der Studie von Accenture (Mobile Web Watch 2011). Weiter ist er der Meinung, dass rückständige Unternehmen damit rechnen müssen, in der zukünftigen digitalen Welt keine Rolle mehr zu spielen. Auch die Studie „Unser Mobiler Planet: Schweiz – der mobile Nutzer“ kommt zum gleichen Schluss: Smartphones sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, haben das Kaufverhalten der Nutzer nachhaltig verändert und erleichtern es Unternehmen, ihre Kunden zu erreichen.

In der Schweiz  fallen 99.7% der Unternehmen unter die Grössenklasse KMU (Bundesamt für Statistik, 10.09.2012). Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen stellt die Entwicklung in Richtung digitale Welt vor grosse Herausforderungen. Insbesondere der strategische Einsatz von Apps birgt Chancen und Risiken, die abgewogen werden müssen.

Im zweiteiligen Workshop „Strategischer Einsatz von Apps in KMU“ werden einserseits Fragen rund um das Thema diskutiert und andererseits wird direkt im Workshop eine mobile Applikation umgesetzt. Die Teilnehmer können am Ende des zweiten Tages dann bereits ihre erste eigene App mit nach Hause nehmen und mit dem kostenlosen Framework ihr Know-how selbständig vertiefen.

Weitere Informationen und die Anmeldekarte finden Sie hier.

Hybride beackern die Städte – Trend Urban Farming

Ein Beitrag von Marilena Palmisano und Christian Wohler, beide wissenschaftliche Mitarbeitende am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (Zentrum Hortikultur, Fachstelle Spezialkulturen) und Verena Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Marketing Management:

Es vergeht kaum ein Tag ohne dass uns die Medien an den avancierenden Megatrend Urban Farming erinnern. Zurzeit gärtnert jeder ein bisschen, ob in den Genossenschaften Ortoloco, Agrico, Dunkelhölzli, Stadtlandnetz, Wädichörbli oder einfach vor der eigenen Haustüre – «meh Dräck» ist angesagt.

www.urbangardensweb.com


Urban Farming
oder Urban Gardening ist IN. Der Städter von heute fährt nach dem Feierabend auf das genossenschaftlich organisierte Ackerfeld oder den Gemeinschaftsgarten und jätet bis er müde und zufrieden ist. Der Biss in seine selbst angebaute Tomate lässt jeden Schmerz vergessen und sie gibt ihm Recht – das heiss begehrte Feierabendbier weicht dem „grünen Work-out“.

Früher traf man sich noch im eigenen oder in Nachbars Garten, heute organisiert man sich in urbanen Farmen zum gemeinschaftlichen Gärtnern – grüne Oasen inmitten der urbanen Hektik. Sich selbst zu versorgen steht nicht im Vordergrund, viel mehr möchte der urbane Farmer mit Gleichgesinnten etwas gesundes, naturnahes, frisches, ökologisches säen, die Zöglinge hegen und pflegen und sie schliesslich verkosten.

Was treibt so viele Städter plötzlich auf das Feld? Medienberichte über Label und deren Schwindel verwirren und verunsichern die Konsumenten zunehmend. Einkaufen beim Grossverteiler oder Detaillisten ist daher für einige nur noch eine Alternative. Back to the roots – sich mit den essentiellen Dingen des Lebens – der Nahrung – zu beschäftigen, scheint wieder IN zu sein.

Was heisst dieser Trend eigentlich für das Ansehen Schweizer Landwirtschaft? Was sucht der freakige Stadt-Banker nach Feierabend? Den harten Alltag unserer Bauern oder die schöne heile Welt der Bauernromantik? Für viele ist der «Landwirt» doch eigentlich eine rural oder periurban[1] angesiedelte Spezies, die auf der roten Liste zu finden ist, häufig assoziiert mit den negativen Klischees des stinkenden, umweltverpestenden, tierquälerischen und subventionsfressenden Berufsstands. Weiterlesen

Kundenrückgewinnung im öffentlichen Verkehr

Marta Kwiatkowski Schenk

Im Rahmen des Booklets „Best of 10 years CRM – Auszüge aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ wurden die Management Summaries von Master-Arbeiten veröffentlicht, welche in vorbildlicher Art und Weise einen Beitrag zum Transfer akademischer Erkenntnisse und «Best Practice»-relevanter praktischer Erfahrungen in den unternehmerischen Alltag darstellen

Diese Master-Arbeit wurde von Marta Kwiatkowski Schenk (Leiterin Vermarktung & CRM bei bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB, Personenverkehr/Fernverkehr), in der Durchführung MAS CRM 5 verfasst:

Im Jahr 2007 verzeichneten die SBB 306,7 Millionen Personenfahrten. Über 3 Millionen Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs verfügen über ein Abonnement – sei dies ein Halbtax, Generalabonnement oder ein Verbundabonnement einer der zahlreichen Verbunde in der Schweiz. Damit dürfte die Marktsättigung bald erreicht sein.

Müsste nebst den institutionalisierten Prozessen Kundenakquisition und -bindung auch die Kundenrückgewinnung zunehmend an Bedeutung gewinnen? Das Ziel dieser Arbeit ist, zu überprüfen, ob sich vermehrte Anstrengungen in der Kundenrückgewinnung im Markt des öffentlichen Verkehrs lohnen.

In einem ersten theoretischen Teil der Arbeit werden drei Modelle zur Kundenrückgewinnung erläutert. Danach leitet die Darstellung der heutigen Marketing-Prozesslandschaft in den zweiten Teil, der praktischen Untersuchung, über. Die Symbiose der drei Modelle und des heutigen Zustands ergibt ein eigenes Modell für die Kundenrückgewinnung im öV.

Dieses Modell bildet einen Closed-Loop-Ansatz und besteht aus den Hauptschritten Analyse- und Potenzialbewertung, Planung, Durchführung, Controlling und Prävention in der Rückgewinnung von Kunden. Einerseits soll das Modell zur operativen Anwendung im Umfeld der Marketingprozesse der SBB dienen, andererseits werden in der Arbeit anhand aktueller Daten die ersten zwei Prozessschritte durchgeführt.

Das Ergebnis der Untersuchungen anhand des Modells zur Kundenrückgewinnung zeigt, dass sich die eingangs gestellte Hypothese bestätigen lässt. Das theoretische Ertragspotenzial ist zwar hoch, Kundenrückgewinnung lohnt sich aufgrund eines hohen Anteils an vom Unternehmen nicht beeinflussbarer Kündigungsgründe aber nur in selektierten Segmenten und mit klarem Fokus auf die effizientesten Kanäle. Daher wird die Kundenrückgewinnung in den Kundenmanagementprozessen im öV wohl eher eine untergeordnete Rolle haben. Sie sollte aber trotzdem einen festen und integrierten Bestandteil bilden.

Die Handlungsempfehlung lautet deshalb, die Kundenrückgewinnung als Element in der Organisationseinheit des Marketing-Kundenmanagements zu etablieren, aber klare Kampagnenschwerpunkte zu setzen. Dazu ist die notwendige CRM-Infrastruktur bereitzustellen und alle Kundenmanagementprozesse sind optimal aufeinander abzustimmen.

©Wiedergabe von Beiträgen nur mit schriftlicher Einwilligung des Herausgebers sowie Quellenhinweis: „Best of 10 years CRM – Auszug aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ der ZHAW School of Management and Law, Zentrum für Marketing Management.

Die von den Autorinnen und Autoren geäusserten Meinungen können von jenen des Herausgebers abweichen.

Das PDF des Booklets „Best of 10 years CRM“ kann hier kostenlos bestellt werden.

Eine pinteresting Präsentation von Nicole Gerber

Die Swiss Social Media Community lud gestern zum spannenden Fachvortrag „Pinterest, der neue Stern am Social Media-Firnament?“ ein. Nicole Gerber stellte die am schnellsten wachsende Social Media-Plattform kurz vor, gab spannende Inputs zu den Zahlen und Fakten, zeigte spannende Beispiele zum Einsatz von Social Media für Private und Unternehmen auf und stand für Fragen zur Verfügung.

Um Pinterest erfolgreich zu nutzen, hat @nicolissa über 20 Tipps zusammen gestellt, die man beim Einsatz von Pinterest beachten sollte:

  • Produkte pinnen
  • Auf Blogbeiträge verlinken
  • „Follow me on Pinterest“ – Button auf der eigenen Website
  • Den richtigen Account anlegen: Unternehmen sollten sich mit dem geschäftlichen Twitter-Account anmelden
  • Kollaboratives Arbeiten (Crowdsourcing) betreiben
  • Follow-Links anbieten (Link der Zielseite hinterlassen)
  • Die Netiquette wahren
  • Die eigene Zielgruppe dank Pinterest besser kennenlernen
  • Regelmässig pinnen
  • An guten Beispielen orientieren
  • „Pin it“ im Browser installieren
  • Den Chef überzeugen, Pinterest einzusetzen
  • Keywords und Hashtags verwenden bei der Beschreibung des Pins
  • Unbedingt verlinken (Backlinks setzen)
  • Die User sprechen lassen
  • Mehrere Netzwerke verbinden
  • Influencer loben
  • Content Marketing betreiben
  • Gute Bilder sind wichtig
  • Allenfalls Preise zu den Produkten angeben
  • Pinterest auf Facebook integrieren (Landingpage)

Was ist Ihre Meinung zu Pinterest? Hype or Fad?