{"id":783,"date":"2015-09-03T09:24:21","date_gmt":"2015-09-03T07:24:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zhaw.ch\/angewandte-sprachen\/?p=783"},"modified":"2019-01-24T15:01:43","modified_gmt":"2019-01-24T14:01:43","slug":"das-erste-semester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2015\/09\/03\/das-erste-semester\/","title":{"rendered":"Das erste Semester \u2013 halb so wild!"},"content":{"rendered":"<p><em>Alina Anto, Studentin im Bachelor Angewandte Sprachen, beschreibt das erste Semester als wilde Berg- und Talfahrt mit Suchtpotential: \u201eMan will nochmal, nochmal, nochmal!\u201c Im Kurs Textproduktion brachte die Studentin ihre Eindr\u00fccke zu Papier und macht neueintretenden Studierenden Mut f\u00fcr den Studienbeginn.<\/em><\/p>\n<p><strong>Bammel<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst hat man Bammel. W\u00e4hrend man in der Schlange steht, kommen einem die schlimmsten Sachen in den Sinn. Am liebsten w\u00fcrde man wieder umdrehen und weglaufen, doch daf\u00fcr hat man schon viel zu lange gewartet.<\/p>\n<p>Wer kennt es nicht, dieses mulmige Gef\u00fchl, das sich in einem ausbreitet, wenn man einer neuen Situation ausgesetzt ist: Man ist neugierig und zugleich ein bisschen \u00e4ngstlich. Wie sehen die Vorlesungen aus? Wie hoch ist das Sprachniveau der anderen? Und wie sind meine Mitstudierenden drauf? All diese Fragen und noch mehr begleiteten mich auf der Zugfahrt in meine allererste Vorlesung. In der Hochschule angekommen schaute ich in viele unbekannte Gesichter, die meisten ganz cool und entspannt drauf (bestimmt keine Erstsemester), doch es gab auch einige andere, die so nerv\u00f6s wirkten, wie ich mich f\u00fchlte. Ich gesellte mich zu einem Gr\u00fcppchen, das ich schon vom Einf\u00fchrungstag fl\u00fcchtig kannte, und wir hielten ein bisschen Smalltalk. \u00dcberhaupt waren die ersten Wochen voll davon. Die Frage \u201eWelche Sprachen studierst du?\u201c habe ich gef\u00fchlte tausendmal gestellt und ebenso oft beantwortet. Doch nach einigen Wochen kannte ich die Gesichter meiner Mitstudierenden und Dozierenden, hatte neue Freundschaften geschlossen und zuckte nicht mehr zusammen, wenn sich die Schiebet\u00fcr am Eingang pl\u00f6tzlich zu schliessen schien, sondern spazierte l\u00e4ssig weiter.<\/p>\n<p><strong>Ups and Downs<\/strong><\/p>\n<p>Nach den ersten Wochen war ich in einem Hoch. Die Vorlesungen waren interessant und ich konnte mich endlich mit Leuten unterhalten, die mich nicht komisch anschauten, wenn ich in einem Satz drei verschiedene Sprachen mischte. Auch das Studentenleben gefiel mir zunehmend: Die nicht vorhandene Pr\u00e4senzpflicht liess viel Spielraum, nach einer langen Nacht mit den Mitstudierenden einfach mal l\u00e4nger zu schlafen. Doch als im November die Tage k\u00fcrzer und grauer wurden, st\u00fcrzte ich pl\u00f6tzlich in die Tiefe: das ber\u00fchmte Mitt-Semester-Tief. Ich hatte keine Lust mehr auf Hausaufgaben und Vorlesungen und konnte mich morgens kaum noch aus dem Bett qu\u00e4len. Aber macht euch nichts daraus, denn es ging uns allen gleich. Auf dem Weg zum Unterricht begegnete ich mindestens einer Person, die noch demotivierter dreinschaute als ich es war \u2013 was meine Laune wiederum ein bisschen hob. Und nach einem Tief kommt ja bekanntlich auch wieder ein Hoch.<\/p>\n<p><strong>Zum Schluss, die Euphorie<\/strong><\/p>\n<p>Man will nochmal, nochmal, nochmal! Kaum hat alles begonnen, ist es auch schon wieder vorbei. Und was bleibt? Die Euphorie. Die Angst, die man anfangs noch hatte, ist verflogen und man blickt trotz der H\u00f6hen und Tiefen auf eine spannende und erlebnisreiche Fahrt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ja, pl\u00f6tzlich kam auch schon der letzte Semestertag, die Spanischdozentin brachte Turr\u00f3n mit und wir w\u00fcnschten uns gegenseitig sch\u00f6ne Weihnachtsferien. War\u2019s das wirklich schon? Ich hatte so lange auf das Ende des Semesters gewartet, dass ich jetzt pl\u00f6tzlich davon \u00fcberrumpelt wurde. Und p\u00fcnktlich zu Weihnachten wurde ich auch ein bisschen sentimental: Zwei Wochen ohne meine neuen Freunde, ohne Vorlesungen, aber daf\u00fcr mit einem Haufen Zusammenfassungen zum Lernen? Da h\u00e4tte ich mir tats\u00e4chlich gew\u00fcnscht, dass das Semester noch ein paar Wochen l\u00e4nger dauert. Denn trotz Stress und den gelegentlichen Downs war das erste Semester f\u00fcr mich als Studentin aufregend und unvergesslich.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch viel Spass auf eurer Fahrt durchs erste Semester, geniesst es, denn das Ende der Fahrt \u2013 und somit die Pr\u00fcfungen \u2013 kommen schneller, als euch lieb ist.<\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-mehrsprachige-kommunikation\/\">Bachelor Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/imk\/\">IMK Institut f\u00fcr Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/studibeitrag\/\">Studibeitrag<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alina Anto, Studentin im Bachelor Angewandte Sprachen, beschreibt das erste Semester als wilde Berg- und Talfahrt mit Suchtpotential: \u201eMan will nochmal, nochmal, nochmal!\u201c Im Kurs Textproduktion brachte die Studentin ihre Eindr\u00fccke zu Papier und macht neueintretenden Studierenden Mut f\u00fcr den Studienbeginn. 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