{"id":5832,"date":"2019-04-06T10:00:48","date_gmt":"2019-04-06T08:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/?p=5832"},"modified":"2024-08-07T17:01:59","modified_gmt":"2024-08-07T15:01:59","slug":"auslandssemester-just-fort-fun-oder-echter-karrierebooster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2019\/04\/06\/auslandssemester-just-fort-fun-oder-echter-karrierebooster\/","title":{"rendered":"Auslandssemester \u2013 just for fun oder echter Karrierebooster?"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:20px\">Aufs Outgoing-Semester freuen sich alle Studierenden \u2013 endlich f\u00fcr ein Semester raus aus dem H\u00f6rsaal und rein ins Praktikum. Berufsfeld-Luft schnuppern. Das ist eine Option. Ein Auslandssemester zu machen, Studium oder Praktikum, gar eine Kombination aus beidem, eine weitere. Doch profitiert man als Student wirklich von einem Auslandssemester? Oder vergibt man sich damit die Chance, im Schweizer Markt erste T\u00fcren zu \u00f6ffnen f\u00fcr den Berufseinstieg nach dem Studium? An der <em>globAL night <\/em>begaben sich Studierende und Absolventinnen unserer Bachelorstudieng\u00e4nge <a aria-label=\"Kommunikation (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/linguistik\/studium\/bachelor-kommunikation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kommunikation<\/a> und <a aria-label=\"Angewandte Sprachen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/linguistik\/studium\/bachelor-angewandte-sprachen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Angewandte Sprachen<\/a> zusammen mit Prof. Dr. Swaran Sandhu auf eine gedankliche Reise. Um Antworten zu finden auf die Frage: <em>Auslandsstudium \u2013 just for fun oder echter Karrierebooster?<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">von <a aria-label=\"Annette Pfizenmayer (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/ueber-uns\/person\/pfiz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Annette Pfizenmayer<\/a>, Dozentin und Beraterin f\u00fcr Organisationskommunikation,<br>International-Relations-Delegierte und akademische Auslandskoordinatorin IAM  <\/p>\n\n\n\n<p>Swaran Sandhu, Professor f\u00fcr Unternehmenskommunikation, hat sich gern auf den Weg gemacht von der HdM Stuttgart an die ZHAW nach Winterthur. Um zu beantworten, ob ein Auslandssemester ein Karrierebooster sein kann, muss man erst kl\u00e4ren, was eine Karriere k\u00fcnftig eigentlich ausmacht. In seinem Impulsreferat zeigte er auf, dass Karrieren k\u00fcnftig hybrid sein werden. Ins Zentrum stellte er dabei das <em>T-Shaped-Modell<\/em>. Das heisst, dass in einer digitalisierten Welt, in der Distanzen verschwinden und k\u00fcnstliche Intelligenz Aufgaben wie Content-Produktion und \u00dcbersetzungen \u00fcbernehmen wird, Fachwissen nicht mehr reicht. Der Faktor Mensch und seine F\u00e4higkeit zur Translation von Gef\u00fchlen und Emotionen wird an Bedeutung zunehmen. Eben weil dies Algorithmen (noch) nicht leisten k\u00f6nnen. Neue Kompetenz-Profile sind gefragt. Bezogen auf das eigene Kompetenz-Profil in unseren Berufsfeldern bedeutet dies, sich folgende Klarheit zu verschaffen: Was ist mein pers\u00f6nliches \u00abT\u00bb, also in welcher Disziplin bin ich Expertin? Und welches interdisziplin\u00e4re Wissen und K\u00f6nnen braucht es, um diese Fachkompetenz noch wirkungsvoller und erfolgreicher einsetzten zu k\u00f6nnen? Das Expertenwissen und auch interdisziplin\u00e4res Wissen wird im BA-Studium vermittelt. Beim <em>T-Shaping<\/em>, also beim Sich-Aneignen der Kompetenzen, die zum Expertenwissen rechtwinklig stehen, bietet ein Auslandssemester tolle facettenreiche M\u00f6glichkeiten, dies zu erweitern und damit das eigene Profil zu sch\u00e4rfen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ist Deutschland eigentlich auch Ausland? <\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der anschliessenden Gespr\u00e4chsrunde tauschten sich Studierende und AbsolventInnen mit Swaran Sandhu in einem Talk \u00fcber ihre Erfahrungen im Auslandssemester aus. Dabei stand auch die Frage im Zentrum was eigentlich \u00abAusland\u00bb ist und wo die (gef\u00fchlte) Grenze liegt? Je weiter weg, desto besser? Die Moderatorin der Gespr\u00e4chsrunde, Lorella Liuzzo \u2013 JO-Studentin im 6. Semester \u2013verbrachte ein halbes Jahr bei der Agentur Jung von Matt in Hamburg. Mit dem h\u00e4ufig genannten Vorurteil, Deutschland sei ja gar kein richtiges Ausland, konnte sie schnell aufr\u00e4umen. Die kulturellen Unterschiede bereits beim gemeinsamen \u00abFeierabendbier\u00bb, oder beim \u00abFeedback auf die eigene Arbeit erhalten\u00bb bemerkbar, f\u00fchlte sie sich teilweise sehr fremd. Doch habe ihr die Erfahrung geholfen, \u00abviel selbstbewusster und auch mutiger zu werden\u00bb und diese Kompetenzen nun k\u00fcnftig im Arbeitsleben nutzen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\ufeffSpass und akademisches Erleben lassen sich nicht trennen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>Natalia Donoso, derzeit &nbsp;Incoming-Studentin im BA AS von der Universitat Aut\u00f3noma de Barcelona, liebt es die Welt zu entdecken. Sie hat schon einige Auslandsaufenthalte w\u00e4hrend ihrer Studienzeit erlebt. F\u00fcr sie ist es jedes Mal ein \u00abEintauchen in ein neues System\u00bb, das man erst verstehen und kennenlernen m\u00fcsse. Ein Trennen von Spass auf der einen Seite und akademischer Bildung auf der anderen Seite, sieht sie nicht. F\u00fcr sie geh\u00f6rt beides unmittelbar zusammen. Das mache den \u00abBooster\u00bb aus. Sie m\u00f6chte ihre Erfahrungen mitnehmen in einen Job als \u00dcbersetzerin im deutschsprachigen Raum. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auslandsaufenthalte machen selbstst\u00e4ndig und lassen die Pers\u00f6nlichkeit reifen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>Als Mara Bauer, JO-Absolventin 2016, in Buenos Aires ankam, h\u00e4tte sie niemals gedacht, dass sie am Abend allein auf die Strasse gehen kann. Doch schnell habe sie sich an das geordnete Chaos an der Uni gew\u00f6hnt und die Strassen von Buenos Aires waren nach ein paar Tagen Gew\u00f6hnung keine Gefahr mehr. Heute arbeitet sie als Communication Specialist bei Adecco. Das Auslandssemester habe sie sehr selbstst\u00e4ndig gemacht und davon k\u00f6nne sie noch heute im Job profitieren. Sie sieht keinen Nachteil darin, das Semester nicht in der Schweiz verbracht zu haben und konnte beruflich gut Fuss fassen. Auch Karin Elliker, BA-AS-Absolventin 2018 (Auslandssemester an der University of Salamanca) hat der Aufenthalt geholfen, noch selbstst\u00e4ndiger zu werden. Sie haben die interkulturellen Erfahrungen reifen lassen. Heute k\u00f6nne sie diese interkulturellen Kompetenzen und das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr andere Kulturen sehr gut in ihrem Job als Porgrammberaterin bei der EF Education AG nutzen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein zweiter K\u00fchlschrank ist auch eine L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p>Swaran Sandhu erlebte sein pers\u00f6nliches interkulturelles Highlight w\u00e4hrend seines Masterstudiums in New York in einer internationalen und multikulturellen WG. Es bestand darin, dass kurzerhand ein zweiter K\u00fchlschrank angeschafft wurde, weil die individuellen Bed\u00fcrfnisse der WG-Bewohner \u2013 Schweine-Fuss kochen vs. koscherer K\u00fchlschrank \u2013 doch zu diametral verliefen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Und lohnt sich nun ein Auslandsaufenthalt?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die vielf\u00e4ltigen Erlebnisse der Returnees und Absolventinnen haben aufgezeigt, dass ein Auslandaufenthalt vor allem auch ein Erlebnis ist, bei dem man sich selber besser kennenlernt. Weil man sich im Fremden aus einer anderen Perspektive erlebt und dieses Erlebnis ein unbezahlbarer \u00abBooster\u00bb ist. \u00abSammeln Sie Erfahrungen, keine H\u00e4kchen im Lebenslauf\u00bb damit schliesst Swaran Sandhu die Talk- Runde und spricht damit allen Anwesenden aus dem Herzen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/04\/52A9149.jpg\" alt=\"\" data-id=\"5833\" data-link=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/?attachment_id=5833\" class=\"wp-image-5833\" srcset=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/04\/52A9149.jpg 1000w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/04\/52A9149-300x200.jpg 300w, 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<\/p>\n\n\n\n<p>Im BA AS wurden vier Blogbeitr\u00e4ge auszeichnet. Die Gewinner sind: Steven Wyss, Luisa H\u00fcsser, Sabrina Caruso und Jonas B\u00fchler.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Steven Wyss, Universit\u00e9 de Gen\u00e8ve, Blog semestre d\u2019\u00e9change, gab einen kleinen \u00dcberblick \u00fcber sein Semester.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Luisa H\u00fcsser, University of Las Palmas de Gran Canaria, El ritmo canario : Hat sich dem canarischen Lebensstil (oder dem Rhythmus) angepasst und den langsameren ruhigeren Lebensstil zu sch\u00e4tzen gelernt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Sabrina Caruso, Scuola Superiore per Mediatori Linguistici &#8211; Scuole Civiche di Milano: Trotz Anfangsschwierigkeiten zu einem wundersch\u00f6nen Erlebnis im Auslandsemester. Sie hatte am Anfang keine Unterkunft, da sie \u00fcber den Tisch gezogen wurde mit einer Onlineannonce, fand danach aber eine super WG. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jonas B\u00fchler, Auslandspraktikum bei Bei PROSE in Pisa, \u00abNirgendwo sonst lernte ich so viel \u00fcber die Sprache und Kultur von Pisa, der Toscana, Italien wie in den Kaffee- und Mittagspausen bei der Arbeit.\u00bb<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Im BA JO wurde der Blogbeitrag \u00abNo hurry in Africa\u00bb von Leo Herrman ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Beitr\u00e4ge werden demn\u00e4chst auf dem Blog ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><em>Das Departement Angewandte Linguistik der ZHAW ist <\/em><a href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/linguistik\/studium\/studierendenmobilitaet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>international gut vernetzt<\/em><\/a><em>  und pflegt einen regen Austausch mit anderen Universit\u00e4ten. Studierende  des Departements k\u00f6nnen im Rahmen von internationalen Programmen oder  bilateralen Abkommen einzelne Studiensemester im Ausland absolvieren  (Outgoings). Gaststudierende (Incomings) sch\u00e4tzen das Studienangebot des  Departements und die Annehmlichkeiten der z\u00fcrichnahen Stadt Winterthur.<\/em><\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/angewandte-linguistik\/\">Angewandte Linguistik<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/auslandssemester\/\">Auslandssemester<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-kommunikation-und-medien\/\">Bachelor Kommunikation und Medien<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-mehrsprachige-kommunikation\/\">Bachelor Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/international\/\">International<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufs Outgoing-Semester freuen sich alle Studierenden \u2013 endlich f\u00fcr ein Semester raus aus dem H\u00f6rsaal und rein ins Praktikum. Berufsfeld-Luft schnuppern. 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