{"id":5722,"date":"2019-03-21T10:43:41","date_gmt":"2019-03-21T09:43:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/?p=5722"},"modified":"2024-08-08T16:44:01","modified_gmt":"2024-08-08T14:44:01","slug":"mit-gut-gefuelltem-rucksack-in-die-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2019\/03\/21\/mit-gut-gefuelltem-rucksack-in-die-forschung\/","title":{"rendered":"Mit gut gef\u00fclltem Rucksack in die Forschung"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:20px\">Andrea Hunziker Heeb, Jahrgang 1966, ist seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a aria-label=\"IUED Institut f\u00fcr \u00dcbersetzen und Dolmetschen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/linguistik\/institute-zentren\/iued\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IUED Institut f\u00fcr \u00dcbersetzen und Dolmetschen<\/a>. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie, ob sich der \u00dcbersetzungsaufwand von Profis unterscheidet, je nachdem, ob sie in ihre Erstsprache oder aus ihrer Erstsprache \u00fcbersetzen. Sie erz\u00e4hlt von ihren vielen Stationen auf dem Weg an die ZHAW.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">von <a href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/ueber-uns\/person\/ribb\/\">Anne Ribbert<\/a>, wissenschaftliche Mitarbeiterin Weiterbildung am <a href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/linguistik\/institute-zentren\/ilc\/\">ILC Institute of Language Competence<\/a>  <\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Schule habe ich das\n\u00dcbersetzerstudium an der damaligen Dolmetscherschule in Z\u00fcrich absolviert und mich\nzun\u00e4chst als freischaffende \u00dcbersetzerin versucht. Schnell merkte ich jedoch,\nwie schwer es mir f\u00e4llt, Auftr\u00e4ge zu akquirieren, und das Gef\u00fchl, auf mich alleine\ngestellt zu sein, behagte mir nicht. Ich musste weitersuchen und habe in den\ndarauffolgenden Jahren in ganz unterschiedlichen Bereichen gearbeitet: in der\nFinanzbranche, als Untertitlerin, als Assistentin an der ETH und als Co-Inhaberin\neines feministischen Buchladens. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aufbruch und Entdeckung der Forschung<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach der Geburt unseres\nersten Kindes entschlossen wir uns, auf eine l\u00e4ngere Reise durch Australien und\nNeuseeland aufzubrechen. Als wir zur\u00fcckkamen, im Jahr 2000, machte ich eine\nAusbildung als Softwareentwicklerin. Ich arbeitete als Quereinsteigerin in\ndiesem Bereich, bis meinen Mann und mich erneut das Fernweh packte \u2013 wir fuhren\nmit unseren Kindern nach England. Dort machte ich einen Master in <em>Translation<\/em> und merkte zum ersten Mal,\ndass es eine \u00dcbersetzungs<em>wissenschaft<\/em>\nmit Theorie und Forschung gibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Start an der ZHAW<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach unserer R\u00fcckkehr wusste\nich, dass ich zur ZHAW wollte, weil ich mich hier mit \u00dcbersetzungsforschung besch\u00e4ftigen\nk\u00f6nnte. Am Tag der offenen T\u00fcr dr\u00fcckte ich meine Bewerbungsunterlagen einem\nDozenten in die Hand. Mir wurde darauf eine Assistenz in einem\nForschungsprojekt angeboten, jedoch mit der Auflage, dass ich in dem Projekt\ndoktoriere. Ich sagte zu und befand mich kurze Zeit sp\u00e4ter inmitten eines Projekts\nzur \u00dcbersetzungsprozessforschung, in einem dynamischen Team und konnte alles\n\u00abon the job\u00bb lernen. Ich hatte auch das Gl\u00fcck, dass meine Chefin mich von Anfang\nan \u00fcberallhin mitnahm, sodass ich mir ein Netzwerk aufbauen konnte. So lernte\nich, wie man sich in der Welt der \u00dcbersetzungsprozessforschung bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwierig fand ich, dass\nman bei einer Dissertation sehr auf sich selbst gestellt ist. Innerhalb des\nDepartements habe ich leider keinen \u00abBuddy\u00bb gefunden, mit dem ich mich h\u00e4tte austauschen\nk\u00f6nnen. Nun ist das Ende meines Doktorats in Sicht. Da mir das Aufschreiben der\nErgebnisse M\u00fche bereitet, habe ich mich in einem Gemeinschaftsb\u00fcro in Z\u00fcrich\neingemietet. Dort gibt es nichts anderes als meine Dissertation \u2013 nicht einmal\nInternet. So muss es klappen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunft<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Doktorat kann ich\nmit einer Postdoc-Stelle starten, ebenfalls an der ZHAW. Ich freue mich sehr,\ndass ich weiter an der ZHAW bleiben kann, wo ich die M\u00f6glichkeit habe,\nForschung und Lehre zu verkn\u00fcpfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Toll f\u00e4nde ich, wenn es l\u00e4ngerfristige\nPerspektiven in der Forschung geben w\u00fcrde. Momentan ist es so, dass die\nWeiterf\u00fchrung einer Forschungsstelle im Mittelbau von der Akquise von\nDrittmitteln abh\u00e4ngig ist. Eine gewisse Konstanz in den Forschungsteams f\u00e4nde\nich wichtig, gerade weil die Erkenntnisse aus der Forschung ja in den\nUnterricht einfliessen sollen. Es gibt an der ZHAW ja auch Dozierende, die fest\nangestellt sind und ein wenig Forschung betreiben. Warum dann nicht auch die\ngespiegelte Variante: festangestellte Forschende, die auch ein wenig unterrichten?\nIm grossen Ganzen bin ich jedoch sehr zufrieden mit den M\u00f6glichkeiten, die mir an\nder ZHAW als Forscherin geboten werden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"624\" src=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/03\/Andrea-Kopie-4-1024x624.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5765\" srcset=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/03\/Andrea-Kopie-4-1024x624.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/03\/Andrea-Kopie-4-300x183.jpg 300w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/03\/Andrea-Kopie-4-768x468.jpg 768w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2019\/03\/Andrea-Kopie-4.jpg 1497w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Andrea Hunziker Heeb (Credits: Mauro Werlen)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><strong><em>Career Stories:<\/em><\/strong><em> Die Idee dazu entstand im Rahmen eines World Caf\u00e9s des Mittelbaus L\n(initiiert von der Mittelbaukommission L) im Oktober 2017. Sie zeigt die\nVielfalt von m\u00f6glichen Karrierewegen am Departement und dar\u00fcber hinaus auf. Es\nsoll wissenschaftliche Mitarbeitende und Assistierende zudem dazu motivieren,\neinen kommunikativen Beitrag zur Profilierung und Entwicklung des Mittelbaus zu\nleisten. Durch die Stories werden interdisziplin\u00e4re Einblicke in den\nberuflichen Alltag und die professionelle Entwicklung von Mitarbeitenden\nerm\u00f6glicht. Dies f\u00f6rdert einerseits die Vernetzung des Mittelbaus \u00fcber\nInstituts- und Zentrumsgrenzen hinweg und setzt andererseits Impulse f\u00fcr die\neigene Karriereorientierung am Departement und dar\u00fcber hinaus.<\/em><br>\n<br>\n<em>Die Basis f\u00fcr die einzelnen Career Stories bilden narrative Interviews. Die\nInterviewten erz\u00e4hlen dabei ihre Biographie und k\u00f6nnen durch die eigene\nPerspektive feinere Zusammenh\u00e4nge erfassen, die bei einer rein objektiven\nBefragung wegfallen w\u00fcrden. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><br> <\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/digitale-transformation\/\">Digitale Transformation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/imk\/\">IMK Institut f\u00fcr Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/master-multilingual-communication-management\/\">Masterprofil Multilingual Communication Management<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/ubersetzen\/\">\u00dcbersetzen<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrea Hunziker Heeb, Jahrgang 1966, ist seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IUED Institut f\u00fcr \u00dcbersetzen und Dolmetschen. 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