{"id":446,"date":"2014-06-25T17:52:13","date_gmt":"2014-06-25T15:52:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zhaw.ch\/angewandte-sprachen\/?p=446"},"modified":"2024-08-14T15:53:04","modified_gmt":"2024-08-14T13:53:04","slug":"arbeiten-im-hotel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2014\/06\/25\/arbeiten-im-hotel\/","title":{"rendered":"Arbeiten im Hotel: international, vielseitig und rund um die Uhr"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:20px\">Was sich f\u00fcr die einen eher abschreckend anh\u00f6rt, macht die Arbeit f\u00fcr Sabine Chevalley umso reizvoller: Allerlei Unvorhergesehenes gesellt sich zum \u201eDaily Business\u201c, und so ist es nichts Ungew\u00f6hnliches, wenn \u201eder Arbeitstag nicht genug Stunden\u201c hat.<\/p>\n\n\n\n<p>2011 habe ich meinen Bachelor in Mehrsprachiger Kommunikation an der ZHAW abgeschlossen. Drei Tage nach der letzten Pr\u00fcfung zog ich bereits von Winterthur weg mit dem sch\u00f6nen Ziel Montreux. Mein Freund und ich hatten n\u00e4mlich einen Deal: Er begleitete mich drei Jahre nach Winterthur, unter der Bedingung, dass wir danach wieder in die Romandie zur\u00fcckziehen. Ich fand eine Stelle als administrative Mitarbeiterin bei einem Sprachreiseb\u00fcro in Montreux. Da mir die Arbeit etwas zu eint\u00f6nig war und ich ein Stellenangebot von einem fr\u00fcheren Arbeitgeber erhielt, verliess ich das B\u00fcro bereits nach wenigen Wochen wieder. Seither bin ich als Chef de R\u00e9ception in einem Drei-Sterne-Hotel in Morges t\u00e4tig. Da ich vor meinem Studium eine Ausbildung zur kaufm\u00e4nnischen Angestellten im Hotel abgeschlossen hatte, war es f\u00fcr mich eine sch\u00f6ne Vorstellung, wieder in das Hotelgeschehen einzusteigen. Seit meiner Babypause 2013 arbeite ich allerdings nur noch 40 %, das heisst zwei fixe Tage die Woche, und teile den Posten mit einer anderen Person.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Aufgaben als Verantwortliche des Empfangs sind sehr vielseitig. Mein Team von drei Rezeptionistinnen erledigt die anfallenden Tagesarbeiten (z. B. G\u00e4stebetreuung, Korrespondenz, Check-in und -out). Ich kontrolliere die Reservationen in unserem Hotelsystem, treffe potentielle Kunden f\u00fcr die Organisation von Banketten oder Seminaren, k\u00fcmmere mich um verschiedene Bestellungen (z. B. von Blumen, Papeterieartikeln oder Putzmitteln), erstelle die Arbeitspl\u00e4ne f\u00fcr die Rezeption und das Housekeeping, mache die Ferienplanung, kontrolliere die Debitoren, pflege Kontakte, erarbeite Vertr\u00e4ge\u2026 Es gibt viel zu tun in einem Hotel!<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Tag gleicht dem anderen. Obwohl gewisse Aufgaben jeden Tag dieselben sind, gibt es immer Unvorhergesehenes, positive Momente und knifflige F\u00e4lle. In groben Z\u00fcgen sieht ein typischer Tag in etwa so aus:<br>Beim Eintreffen am Arbeitsplatz gehe ich zuerst auf allf\u00e4llige Fragen der Rezeptionistin ein, welche die Morgenschicht macht. Falls wir Seminare im Haus haben, studiere ich deren Dossiers und fakturiere die vereinbarten Pauschalen. Die Reservationen der kommenden Tage m\u00fcssen angeschaut werden, und je nach Tag mache ich die Arbeitspl\u00e4ne. Da ich das B\u00fcro mit dem Hoteldirektor teile, \u00fcbergibt er mir die zu erledigenden Arbeiten des Tages. Ich unterst\u00fctze meine Kolleginnen bei ihren Arbeiten und kontrolliere Rechnungen. Bestellungen erledige ich meistens am Nachmittag, wof\u00fcr ich zuerst einen Hotelrundgang mache. Da mir meine Arbeiten grossen Spass machen und im Hotel rund um die Uhr Betrieb ist, hat mein Arbeitstag oft nicht genug Stunden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt an der Front arbeite ich nicht mehr oft, sodass der G\u00e4stekontakt etwas zu kurz kommt. Dies ist n\u00e4mlich etwas vom Sch\u00f6nsten in diesem Beruf. Der Umgang mit G\u00e4sten aus vielen Teilen der Welt ist extrem bereichernd und erweitert den Horizont. In unserem Hotel ist aber nicht nur die Kundschaft international, sondern auch das Personal. Nicht weniger als 10 Nationalit\u00e4ten sind in unserer Belegschaft vertreten! Die Arbeitssprache im Hotel ist Franz\u00f6sisch. T\u00e4glich spreche ich jedoch auch Deutsch und Englisch. Eher selten kommt es vor, dass ich meine Spanischkenntnisse anwenden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin sehr zufrieden, dass ich die Herausforderung, die der Posten einer Chef de R\u00e9ception darstellt, angenommen habe. Die Kombination von Verantwortung, Hotellerie und Sprachen ist f\u00fcr mich ausgesprochen interessant und befriedigend.<\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/alumni-bachelor-mehrsprachige-kommunikation\/\">Alumni Bachelor Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-mehrsprachige-kommunikation\/\">Bachelor Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/imk\/\">IMK Institut f\u00fcr Mehrsprachige Kommunikation<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sich f\u00fcr die einen eher abschreckend anh\u00f6rt, macht die Arbeit f\u00fcr Sabine Chevalley umso reizvoller: Allerlei Unvorhergesehenes gesellt sich zum \u201eDaily Business\u201c, und so ist es nichts Ungew\u00f6hnliches, wenn \u201eder Arbeitstag nicht genug Stunden\u201c hat. 2011 habe ich meinen Bachelor in Mehrsprachiger Kommunikation an der ZHAW abgeschlossen. 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