{"id":2820,"date":"2013-02-20T17:28:02","date_gmt":"2013-02-20T16:28:02","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zhaw.ch\/angewandte-sprachen\/?p=180"},"modified":"2024-08-08T16:34:00","modified_gmt":"2024-08-08T14:34:00","slug":"wie-eine-preisgekronte-bachelorarbeit-entsteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2013\/02\/20\/wie-eine-preisgekronte-bachelorarbeit-entsteht\/","title":{"rendered":"Wie eine preisgekr\u00f6nte Bachelorarbeit entsteht"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/angewandte-sprachen\/files\/2013\/02\/23_Diplomfeier_Rieter-Preis_Meili.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/angewandte-sprachen\/files\/2013\/02\/23_Diplomfeier_Rieter-Preis_Meili.jpg\" alt=\"23_Diplomfeier_Rieter-Preis_Meili\" class=\"wp-image-183\" \/><\/a><figcaption>Manuela N\u00e4f nimmt von der Vertreterin der Rieter-Stiftung, Barbara Meili, ihren Preis entgegen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:20px\">Nina Felder und Manuela N\u00e4f haben ihre Bachelorarbeit zum Thema Verst\u00e4ndigungsstrategien zwischen Asylsuchenden und Betreuungspersonen geschrieben. Die Arbeit ist an der Diplomfeier des Bachelorstudiengangs \u00dcbersetzen vom Oktober 2012 als beste des Jahrgangs mit dem\u00a0Preis der Johann Jacob Rieter-Stiftung ausgezeichnet worden. Hier schildern die beiden Absolventinnen den Anlaufweg zu ihrer preisgekr\u00f6nten Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">von Nina Felder und Manuela N\u00e4f, Absolventinnen Bachelor \u00dcbersetzen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size\">Vor ziemlich genau einem Jahr standen wir vor der Frage: \u201eWelches Thema w\u00e4hlen wir f\u00fcr unsere Bachelorarbeit?\u201c. Es war uns wichtig, ein spannendes Thema zu finden, immerhin w\u00fcrden wir uns vier Monate lang intensiv damit besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Doch wir hatten nicht auf Anhieb eine gute Idee, es war ein langer Prozess, der uns schliesslich zu unserem Thema f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size\">Brainstorming, Ideenaustausch mit anderen Studierenden sowie Gespr\u00e4che mit Freunden und Bekannten halfen, die unendliche Themenauswahl auf einen Themenbereich einzugrenzen. Hilfreich war ebenfalls das Angebot der Dozierenden, den Themenbereich, den sie betreuen w\u00fcrden, vorzustellen und die Fragen der Studierenden zu beantworten. Wir nutzten dieses Angebot ausgiebig, selbst wenn uns ein Thema nur teilweise interessant schien, denn so konnten wir die Auswahl reduzieren. Unsere Wahl fiel auf ein Thema im Bereich \u201eSprache und Integration\u201c. Wir untersuchten, wie sich Asylsuchende und Mitarbeiterinnen eines Asylzentrums unterhielten und welche Strategien die Mitarbeiterinnen anwendeten, um ihre Sprache zu vereinfachen. Wir hatten Gl\u00fcck, denn nicht nur wir, sondern auch unsere Dozentin fand die Themenwahl auf Anhieb spannend. Sie war es auch, die uns unterst\u00fctzte und durch den ganzen Prozess begleitete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size\">Dass wir viel Zeit f\u00fcr die Themenwahl aufgewendet hatten, hat sich bew\u00e4hrt. Denn die Arbeit war intensiv und hat uns mehr als einmal den letzten Nerv geraubt. Dies zeigte sich bereits bei der Suche nach relevanter Literatur. Stunden haben wir damit verbracht, Verzeichnisse und Bibliografien zu durchforsten, oft vergebens. Das war einerseits m\u00fchsam, anderseits wurde dadurch die Relevanz unseres Themas best\u00e4tigt. Es bestand Forschungsbedarf. Oft mussten wir auf \u00e4ltere Literatur zur\u00fcckgreifen, weil schon l\u00e4nger keine Arbeiten mehr zu den betroffenen Forschungsgebieten erschienen waren. Die Arbeit wurde komplexer, als wir es uns zu Beginn vorgestellt hatten. Viele unterschiedliche Themenbereiche waren betroffen und es fiel uns oft schwer, die f\u00fcr uns relevanten Aspekte auszufiltern und einen logischen Aufbau der Arbeit zu erreichen. Durch diese D\u00fcrrestrecken, in denen wir nicht mehr weiter wussten und wo wir ein Feedback ben\u00f6tigten, halfen uns die Gespr\u00e4che mit unserer Dozentin Christiane Hohenstein. Sie gab uns Tipps, wo wir die \u00dcbersicht verloren hatten und half uns, den roten Faden wieder aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size\">Es half ausserdem, uns mit anderen Studierenden auszutauschen und zu merken, dass wir mit unseren Schwierigkeiten nicht alleine waren \u2013 alle sitzen im selben Boot. So hatten wir die Idee, ein paar Wochen vor dem Abgabetermin die Arbeit mit einer anderen Gruppe zu tauschen und gegenlesen zu lassen. Wichtig war uns, ein ehrliches und konstruktives Feedback zu geben und zu erhalten. Dieser Schritt war sehr wertvoll f\u00fcr uns, denn manchmal sieht man vor lauter B\u00e4umen den Wald nicht mehr und ein Feedback von aussen kann helfen, die Sicht etwas zu kl\u00e4ren. Wenn man sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt, ist die Gefahr gross, den Blick f\u00fcrs Wesentliche zu verlieren und sich zu fest mit Details aufzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size\">Eine wichtige Eigenschaft beim Erstellen der Bachelorarbeit ist Durchhalteverm\u00f6gen. Als wir mittendrin steckten, konnten wir uns oft nicht vorstellen, wie wir die Arbeit zu einem erfolgreichen Abschluss bringen sollten. Im Grossen und Ganzen kann die Bachelorarbeit mit einem Baby verglichen werden, auf das aufgepasst werden muss. Es schreit ununterbrochen nach Aufmerksamkeit, braucht unendlich viel Geduld und Zuwendung und kann einem geh\u00f6rig auf den Geist gehen. Und wenn der grosse Tag X vor der T\u00fcre steht und man die Arbeit abgibt, ist die Erleichterung schon sehr gross :-), man ist aber auch ein wenig stolz, ein solches St\u00fcck Arbeit geleistet zu haben.<\/p>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-mehrsprachige-kommunikation\/\">Bachelor Mehrsprachige Kommunikation<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/imk\/\">IMK Institut f\u00fcr Mehrsprachige Kommunikation<\/a><br><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nina Felder und Manuela N\u00e4f haben ihre Bachelorarbeit zum Thema Verst\u00e4ndigungsstrategien zwischen Asylsuchenden und Betreuungspersonen geschrieben. Die Arbeit ist an der Diplomfeier des Bachelorstudiengangs \u00dcbersetzen vom Oktober 2012 als beste des Jahrgangs mit dem\u00a0Preis der Johann Jacob Rieter-Stiftung ausgezeichnet worden. 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