{"id":11896,"date":"2022-01-20T15:06:06","date_gmt":"2022-01-20T14:06:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/?p=11896"},"modified":"2024-08-21T08:46:02","modified_gmt":"2024-08-21T06:46:02","slug":"multimedia-unternehmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2022\/01\/20\/multimedia-unternehmer\/","title":{"rendered":"Vom Studenten zum Multimedia-Unternehmer"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:20px\">Fotograf, Videoproduzent, Drohnenpilot, Coach, Autor, Journalist und Gastdozent: Stefan Tschumi hat sich nach dem Bachelorstudiengang Kommunikation seinen Traum erf\u00fcllt und ein eigenes Multimedia-Unternehmen gegr\u00fcndet. Heute ist er beruflich nicht nur rund um den Globus erfolgreich unterwegs, sondern immer mal wieder auch zur\u00fcck an der ZHAW, wo er sein Wissen und seine Erfahrungen im Bereich Fotografie und Video im Praxis-Unterricht an die Studierenden weitergibt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Ein schriftliches Interview mit Stefan Tschumi, Absolvent Bachelorstudiengang Kommunikation 2014, Vertiefungsrichtung: Journalismus. Stefan ist Inhaber von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tschumimedia.com\/\" target=\"_blank\">tschumimedia.com<\/a> und arbeitet als selbst\u00e4ndiger Fotograf, Videoproduzent, Drohnenpilot, Coach, Autor, Journalist und Gastdozent u.a. auch f\u00fcr SRF und die ZHAW. Mit Fragen von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.zhaw.ch\/de\/ueber-uns\/person\/spoi\/\" target=\"_blank\">Susanna Sp\u00f6rri<\/a>, Kommunikationsverantwortliche des IAM Institut f\u00fcr Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie bist du zu deinem aktuellen Job gekommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das kommt darauf an, zu welchem. Bei SRF hat alles bereits vor dem Studium mit einer E-Mail angefangen. Sp\u00e4ter habe ich ein Praktikum absolviert und so leiste ich bis heute Eins\u00e4tze f\u00fcr SRF. Was die Fotografie und die Videoproduktion angeht, diese haben eher mich gefunden, als dass ich danach aktiv gesucht h\u00e4tte. Angefangen hat es mit meiner Leidenschaft f\u00fcr Bilder. Ich habe mir Mentor:innen gesucht und mich st\u00e4ndig weitergebildet. Pl\u00f6tzlich kamen Produktionsanfragen von Unternehmen und dann nahm alles seinen Lauf. In der Folge gr\u00fcndete ich mein eigenes Unternehmen und bin seit da aktiv in diesen Bereichen t\u00e4tig. Dazu habe ich eine riesige Leidenschaft f\u00fcrs Reisen und bin daher sehr gl\u00fccklich, dass ich die Fotografie, Videografie und das Reisen kombinieren kann. Das Wichtigste ist machen. Sich bewegen, niemals stehen bleiben. Dann kommt man automatisch zu grossartigen Jobs. Wobei ich den Ausdruck \u201eJob\u201c unpassend finde. Es geht doch um so viel mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche T\u00e4tigkeiten geh\u00f6ren zu deinem Berufsalltag?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz verschiedene. Ich plane Videodrehs. Ich realisiere das Konzept, setze dieses dann aktiv an der Kamera um und schneide die Videos auch. Also von der Konzeption, \u00fcber die Produktion bis hin zur Nachbearbeitung ist alles dabei. Ebenso im Bereich der Fotografie. Ich plane die Shootings, fotografiere selbst und bereite die Bilder auf. Teilweise realisiere ich Drohnenaufnahmen. Ich schreibe Artikel f\u00fcr Magazine, f\u00fcr deren Realisierung ich dokumentarisch arbeite. Zuletzt habe ich ein Buch zum Thema Reisefotografie geschrieben. Immer mal wieder bereite ich Pr\u00e4sentationen f\u00fcr Vortr\u00e4ge an Reise- und Fotografiemessen vor. Die Erstellung von Lehrmaterialien und die Planung und Realisierung von Workshops geh\u00f6rt ebenso zu meinen T\u00e4tigkeiten. Bei SRF habe ich die Journalistenrolle inne. Also Bildmaterial suchen, Texte verfassen, Beitr\u00e4ge vertonen. Als Reporter bin ich in Eishockeystadien unterwegs. Dazu kommt noch die ganze Business-Seite mit der Erstellung und der Pflege meiner Website. Offerten und Rechnungen schreiben, Mailkorrespondenzen f\u00fchren und Telefonate abwickeln. Teilweise gibt es auch grosse Projekte, welche sich \u00fcber Monate hinziehen und f\u00fcr deren Realisierung ich mehrere Monate im Ausland weile. Das erfordert dann einiges an Organisation. Dazu kommt der Unterricht, als Gastdozent bei der ZHAW, oder auch als Fotografie- und Videocoach in privaten Workshops, bei Unternehmen und Bildungsinstitutionen. Daneben berate und coache ich Unternehmen im Bereich Videoproduktionen und bef\u00e4hige die Mitarbeitenden, die sich ergebenden M\u00f6glichkeiten zu nutzen. Als Reiseleiter und Fotocoach begleite ich Fotografiereisen und bin daf\u00fcr rund um den Globus unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was magst du besonders an deinem Job als Multimedia-Unternehmer und den dazugeh\u00f6rigen T\u00e4tigkeiten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Haben wir so viele Zeilen zur Verf\u00fcgung? \ud83d\ude09 Im Vordergrund steht sicherlich die Abwechslung. Jeder Tag ist anders. Dies erfordert stets wach zu sein und sich selbst weiterzuentwickeln. Die T\u00e4tigkeiten sind derart unterschiedlich, dass nie Langeweile aufkommt. Irgendwie bin ich fast schon s\u00fcchtig nach neuen Impulsen, nach Eindr\u00fccken. Deshalb zieht es mich wohl auch so oft in ferne L\u00e4nder. F\u00fcr viele Menschen w\u00e4re meine Art zu arbeiten zu stressig. F\u00fcr mich ist genau diese Abwechslung traumhaft. Dazu komme ich mit vielen tollen Menschen in Kontakt, mit welchen ich sonst wom\u00f6glich nie gesprochen h\u00e4tte. Nicht zu vergessen die Berufskolleg:innen. Bei SRF beispielsweise trifft man auf sehr viele wunderbare Menschen, welche mich immer wieder aufs Neue inspirieren. Gleiches gilt auch f\u00fcr alle anderen beruflichen Bereiche, in denen ich t\u00e4tig bin. Ich denke beispielsweise auch an verschiedenen Unternehmen und die Menschen dort, mit denen ich eng zusammenarbeiten darf. Wir realisieren gemeinsam Projekte und haben eine gute Zeit. Spannend ist auch, was jeweils nach den Vortr\u00e4gen an Messen passiert. Der Austausch mit den Menschen ist einfach wunderbar. Bilder sind Magie, in vielerlei Hinsicht. Mit meiner Arbeit liefere ich den Menschen etwas, das ihnen Freude bereitet, das ist wundersch\u00f6n zu sehen. Als Dozent bringe ich Menschen in den Bereichen Fotografie und Video voran und helfe ihnen dabei, sich zu entfalten und Projekte zu realisieren, die bis dato als nicht m\u00f6glich erschienen. Wenn Leute mir dann sagen, dass ihnen der Unterricht mit mir viel gebracht habe und sie echte Fortschritte gemacht h\u00e4tten und ich dazu dann noch sehe, wie die Passion f\u00fcr das Bild in ihnen w\u00e4chst, dann muss gar nicht viel mehr gesagt werden. Es kann keinen gr\u00f6sseren Lohn geben als das. Es ist also eine Anh\u00e4ufung unterschiedlicher Aspekte. F\u00fcr mich f\u00fchlt sich kein Tag wie Arbeit im klassischen Sinne an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" data-id=\"11907\" src=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-safari-absolventenportrait-zhaw-iam.jpg\" alt=\"Stefan Tschumi hat den Bachelor Kommunikation an der ZHAW absolviert.\" class=\"wp-image-11907\" srcset=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-safari-absolventenportrait-zhaw-iam.jpg 1000w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-safari-absolventenportrait-zhaw-iam-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-safari-absolventenportrait-zhaw-iam-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" data-id=\"11905\" src=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam-1024x682.jpg\" alt=\"Stefan Tschumi hat den Bachelor Kommunikation an der ZHAW absolviert.\" class=\"wp-image-11905\" srcset=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/files\/2022\/01\/stefan-tschumi-fotograf-journalist-messeauftritt-absolventenportrait-zhaw-iam.jpg 2024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"> Stefan Tschumi beim Fotografieren und Filmen auf einer Safari in Afrika und w\u00e4hrend eines Messeauftritts.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Welche Aufgaben stellen jeweils eine Herausforderung dar und wie meistert du diese?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Herausforderung ist so ein grosses Wort, nicht? Und in unserer Kultur dann meist auch noch negativ konnotiert. Ich glaube, letztendlich geht es darum, am Ball zu bleiben, sich weiterzuentwickeln \u2013 damit meine ich, in die eigene Weiterbildung zu investieren. Noch nie war es so einfach wie heute, sich Wissen anzueignen, sich mit Leuten auszutauschen und sich weiterzuentwickeln. Das Thema Animationen beispielsweise. Wenn Kunden pl\u00f6tzlich viel mehr Animationen m\u00f6chten, dann kann dies f\u00fcr mich eine Herausforderung sein. Dann heisst es, die eigenen Skills abzuchecken und diese weiterzuentwickeln. Immer am Ball zu bleiben. Letztendlich aber auch, immer Spass haben. Ich gehe stets aus meiner eigenen Komfortzone hinaus und freue mich ab der Ver\u00e4nderung. Es ist auch eine Sache des Mindsets. Es gilt keine Angst zu haben. Eine Herausforderung bedeutet nur, dass man dabei ist, den n\u00e4chsten Schritt zu wagen. Deshalb freue ich mich, wenn ich merke, dass da etwas Gr\u00f6sseres auf mich zukommt. Wer Herausforderungen als Chancen begreift, hat viel verstanden und den ersten Schritt zu deren Bew\u00e4ltigung bereits getan.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kannst du uns eine Anekdote aus dem Studium erz\u00e4hlen, die dich gepr\u00e4gt hat\/ dir in besonders in Erinnerung geblieben ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es so einiges. Eine besonders hervorzuheben k\u00f6nnte den Eindruck vermitteln, dass andere f\u00fcr mich nicht so wichtig waren. Aber es ist nat\u00fcrlich naheliegend, dass alles, was mit dem Thema Fotografie und Video zu tun hatte, mich besonders gepackt hat und bei den Praxisarbeiten draussen die einen oder anderen besonderen Momente entstanden sind. <br>Und dann nat\u00fcrlich vieles, dass ich aus dem Unterricht mitnehmen konnte und mir bis heute hilft. Ich weiss noch, als wir in der Medienlinguistik das Thema Anthropologie hatten und Daniel Perrin von der armchair anthropology sprach. Mir war sofort klar, was ich erleben will. Ich m\u00f6chte tun, sehen, erfahren. Das war ein Gamechanger f\u00fcr mich. Es macht einen unheimlichen Unterschied, ob man glaubt etwas zu wissen, weil man es gelesen hat, oder ob man etwas weiss, weil man es selbst erlebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hast du einen Rat f\u00fcr Berufseinsteiger:innen zur Karriereplanung nach dem Studium?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja auf jeden Fall. H\u00f6rt auf zu planen. Die aktuelle Zeit zeigt es sehr gut. Man kann Pl\u00e4ne machen. Diese werden aber sowieso \u00fcber den Haufen geworfen. Wir leben in dynamischen Zeiten, voller Chancen. Vieles, was sich uns zuk\u00fcnftig er\u00f6ffnen wird, k\u00f6nnen wir wohl noch gar nicht absch\u00e4tzen. Durch Corona k\u00f6nnten sich ganze Systeme fundamental wandeln. Die Art und Weise wie wir arbeiten, k\u00f6nnte schon bald eine andere sein. F\u00fcr mich gibt es beispielsweise keine unangebrachtere Frage in Vorstellungsgespr\u00e4chen als: Wo sehen Sie sich in f\u00fcnf Jahren? Wie soll dies ein Mensch beantworten k\u00f6nnen? Oder anders formuliert: Hoffentlich kann darauf niemand eine Antwort geben. Denn das Leben \u00fcberrascht doch immer wieder aufs Neue. So wie ich heute arbeite, das h\u00e4tte ich gar nicht so planen k\u00f6nnen. Das hat sich alles ergeben. Auf Grund verschiedener Faktoren. Das Leben ist da, um gelebt zu werden. Niemand sollte seine Zeit verschwenden. Man sollte T\u00e4tigkeiten finden, die einen interessieren und die wirklich Spass machen. T\u00e4tigkeiten, die einen erf\u00fcllen. Kleiner Tipp: Achtet darauf, wohin eure Zeit und euer Geld fliesst, das ist ein gutes Indiz daf\u00fcr, was euch wirklich Freude bereitet. Und dann seid kreativ. Wenn ihr euch f\u00fcr Bergsteigen und Videos interessierst, fragt euch, wie ihr daraus mehr kreieren k\u00f6nntet. Worin seid ihr gut? Wann vergesst ihr alles um euch herum und die Zeit vergeht wie im Flug? Folgt eurem Herzen und h\u00f6rt auf euer Bauchgef\u00fchl. Es k\u00f6nnen hundert Berufsberater:innen und Karriereplaner:innen euren Weg kreuzen und versuchen, euch weiter zu bringen. Im Endeffekt k\u00f6nnt nur ihr selbst f\u00fcr euch entscheiden. Lebt nicht das Leben von anderen, lebt euer eigenes. Kreiert. Sucht euch Mentor:innen, Menschen, die genau da sind, wo ihr hin m\u00f6chtet. Holt euch von diesen Menschen Ratschl\u00e4ge. Niemals aber von Menschen, welche weit weg von dort sind, wo ihr hin m\u00f6chtet. Es hat einen Grund, warum Menschen dort sind, wo sie eben sind. Unter Umst\u00e4nden m\u00fcsst ihr euch auf Widrigkeiten einstellen. Menschen k\u00f6nnten euch sagen, dass ihr dies tun und anderes lassen solltet. Schaut genau hin, auf wen ihr h\u00f6ren wollt. Und dann macht einfach. Probiert Dinge aus. So etwas wie \u201escheitern\u201c gibt es nicht. Orientiert euch an \u201eFAIL\u201c, dem First Approach In Learning. Bleibt in Bewegung. Werdet Macher:innen. Dann kommt alles von allein. Ihr braucht keine Karriereplanung. Das kommt alles als nat\u00fcrliches Resultat eures Tuns. Der sch\u00f6ne Nebeneffekt: So seid ihr als Mensch authentisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00fcrdest du etwas anders machen, wenn du nochmals zur\u00fcck k\u00f6nntest?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein, warum auch? Jede Entscheidung war wichtig f\u00fcr meine Entwicklung. Dass gewisse Dinge funktionieren und andere nicht, ist v\u00f6llig normal. Man lebt das Leben vorw\u00e4rts, versteht es aber in der Retrospektive. Zudem haben wir so wenig Lebenszeit, dass wir diese nicht damit verschwenden sollten, dar\u00fcber nachzudenken, was wir anders h\u00e4tten machen sollen oder k\u00f6nnen. Was gewesen w\u00e4re, wenn. Leben im Konjunktiv. Es gilt zu machen und zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum hast du am IAM den Bachelorstudiengang Kommunikation absolviert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil es eine sehr praxisnahe Ausbildung ist. Es dozieren viele Gastdozent:innen auf den Campus, welche ihre Erfahrungen mitbringen und teilen. Zudem haben mich die Studienf\u00e4cher angesprochen. Es ist eine unheimlich gute Grundbildung f\u00fcr die heutige, sehr dynamische Welt der Medien und der Kommunikation. Mir gef\u00e4llt der Studienort Winterthur sehr gut. Das Paket als solches stimmt sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Kompetenzen aus dem Studium haben dir im Beruf bisher am meisten geholfen? Wieso diese?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es ganz viele. Recherchetechniken beispielsweise. Die Grundlagen des Storytellings. Das brauche ich immer und immer wieder. Das Geschichtenerz\u00e4hlen generell ist sehr wichtig geworden in der heutigen Kommunikation. Dazu lernt man viel im Studium. Sprachen sind immer wichtig. Und nat\u00fcrlich das Wissen zum Mediensystem als solches. Ich habe gelernt, dem Umgang mit der Sprache mehr Beachtung zu schenken und mich selbst auf den Sprachgebrauch zu sensibilisieren. Zudem kann man w\u00e4hrend dem Studium auch sch\u00f6ne Erfahrungen im Bereich Teamwork sammeln. Dies sollte nie untersch\u00e4tzt werden. Pers\u00f6nlich denke ich, dass die Zusammenarbeit zuk\u00fcnftig stetig wichtiger wird. Gemeinsam statt gegeneinander. So k\u00f6nnen wir mehr schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inwiefern hat dich das Studium bef\u00e4higt, die Berufspraxis zu reflektieren, weiterzudenken und zu ver\u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, ein Studium allein vermag dies nicht zu tun. Das hat viel mit dem einzelnen Menschen zu tun. Das Studium kann Richtungen und M\u00f6glichkeiten dazu aufzeigen. Bedeutet, man lernt gewisse Techniken. Was man daraus macht, wird sich zeigen. Je mehr man aber Theorie und Praxis verbindet, desto mehr muss man zwangsl\u00e4ufig reflektieren. Es wird Momente geben, da kommt man ohne weiterzudenken nicht voran. Im Bachelorstudiengang Kommunikation wird ein holistischer Ansatz gelehrt, wenn man daf\u00fcr offen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Inhalte aus der wissenschaftlichen Reflexion aus dem Studium und Erkenntnisse aus der Forschung helfen dir besonders im Berufsalltag?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was mir vor allem geholfen hat, ist selbst wissenschaftlich zu arbeiten. Diese Denkweise kennenzulernen. Generell ist die Wissenschaft wichtig f\u00fcr unsere Entwicklung. Pers\u00f6nlich ist es auch der Umgang mit der Sprache. Oder auch der Bereich der Reportage, der Umgang mit Informationen. Ich schaue immer wieder mal in meine Unterlagen aus Studienzeiten und vergleiche, was damals galt und was heute state of the art ist. Da wird mir immer wieder klar, wie schnell sich doch vieles wandelt. Das Studium ist f\u00fcr mich eine super Grundlage, auf der ich aufbauen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche F\u00e4cher waren r\u00fcckblickend ein Highlight? Wieso diese?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Allen voran die Fotografie bei Manuel Bauer und die Video-Module. Dazu die Medienlinguistik und Journalistik. Auch die Organisationskommunikation fand ich spannend. Die F\u00e4cher waren wie gemacht f\u00fcr mich. Aber auch die Krisenkommunikation war super. Mein Wissen von dort konnte ich auch schon im einen oder anderen Unternehmen miteinbringen. Auftrittskompetenz als weiteres Thema, dass mich begeistert hat. Letztendlich ist es die Kombination aus Grundinteresse meinerseits und spannender Wissensvermittlung seitens der Dozierenden. Besonders die Wahlpflichtf\u00e4cher erlaubten mir, ganz viele Themenfelder genauer zu beleuchten und so das Studium auf meine W\u00fcnsche zuzuschneiden. Eine M\u00f6glichkeit, die ich sehr gesch\u00e4tzt habe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf welche F\u00e4cher h\u00e4ttest du hingegen lieber verzichtet? Warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Nachhinein betrachtet, keines. Es gibt ein Grund, warum diese F\u00e4cher Einzug in einen Lehrplan halten. Mit Franz\u00f6sisch habe ich mich schwergetan. Aber das lag rein an mir und meinen damaligen F\u00e4higkeiten. Wenn man offen ist, kann man aber \u00fcberall was mitnehmen. Und daf\u00fcr ist das Studium doch auch da. So viel wie m\u00f6glich zu profitieren und f\u00fcr sich und seine Zukunft mitzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie hast du die Stimmung unter den Studierenden w\u00e4hrend dem Studium erlebt? Was hat dir gut gefallen? Was weniger?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten eine gute Stimmung untereinander. Es sind teils sogar Freundschaften entstanden. Mit einigen Freunden von damals arbeite ich heute zusammen oder ich treffe sie immer wieder mal bei beruflichen Projekten. Letztendlich hat man zusammengespannt, sich geholfen, Spass gehabt. Es war eine gute Zeit. Manchmal sehr arbeitsintensiv, aber dennoch sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inwiefern hat dich das Studium am IAM auf deine Karriere vorbereitet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da ich neben dem Studium auch immer gearbeitet habe, lernte ich, viele Tasks parallel zu managen. Das kommt mir heute extrem zugute. Dazu kommen die vielen theoretischen und auch praktischen Grundlagen, auf denen ich aufbauen konnte, sei es im Bereich der Fotografie, aber auch bei der Videoproduktion. Sehr viele Arbeitstechniken habe ich aus dem Studium mit in die Berufswelt genommen. Ebenso Reflexionstechniken und die Feedbackkultur beispielsweise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo siehst du dich in 10 Jahren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da bin ich 46. \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mehr-uber-stefan-tschumi\">Mehr \u00fcber Stefan Tschumi: <\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.stefantschumi.photography\" target=\"_blank\">Stefan Tschumi Photography<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tschumimedia.com\/\" target=\"_blank\">Tschumi Media<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/journeyglimpse.com\/\" target=\"_blank\">Reiseblog und Videos &#8222;Journey Glimpse&#8220;<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.rheinwerk-verlag.de\/reisefotografie-die-grosse-fotoschule\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Reisefotografie, Die gro\u00dfe 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href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2021\/05\/06\/auslandsemester-pandemie-wien\/\" target=\"_blank\">F\u00fcnf Monate in Wien \u2013 Mein Auslandsemester w\u00e4hrend der Pandemie<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2021\/02\/25\/studiengang-kommunikation-netzwerk\/\" target=\"_blank\">\u00abDer Bachelorstudiengang Kommunikation hat mir ein unbezahlbares Netzwerk geschenkt\u00bb<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2021\/03\/04\/auslandsemester-seoul-pandemiezeiten\/\" target=\"_blank\">Von Winterthur nach Seoul \u2013 Mein Auslandsemester in Pandemiezeiten<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2021\/01\/14\/beruf-communications-manager\/\" target=\"_blank\">\u00abDie direkte Reaktion des Publikums ist das Sch\u00f6nste\u00bb \u2013 Mein Beruf als Communications 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rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/2019\/11\/07\/ein-praktikum-bei-eduwo-zum-geburtstag\/\" target=\"_blank\">Ein Praktikum bei eduwo zum Geburtstag<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-\"><\/h3>\n<div class=\"pt-sm\">Schlagw\u00f6rter: <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/alumni-bachelor-kommunikation-und-medien\/\">Alumni Bachelor Kommunikation und Medien<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/bachelor-kommunikation-und-medien\/\">Bachelor Kommunikation und Medien<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/iam\/\">IAM Institut f\u00fcr Angewandte Medienwissenschaft<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/journalismus\/\">Journalismus<\/a>, <a href=\"http:\/\/blog.zhaw.ch\/languagematters\/tag\/kommunikation\/\">Kommunikation<\/a>, <a 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