Für Hans-Jörg Dennig ist es schon der 3. IAESTE Praktikant, welcher momentan sein einjähriges Praktikum am Zentrum für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) absolviert. Er kennt IAESTE (International Association for the Exchange of Students for Technical Experience) aus eigener Erfahrung von seinem Praktikum in Helsinki, Finnland während seiner Studienzeit. Inzwischen hat er die Seiten gewechselt und macht immer wieder neue Erfahrungen als Supervisor von IAESTE Studenten neben seiner Tätigkeit als Ingenieur und Dozent an der ZHAW im ZPP.

Dass er dabei schon zwei Maschinenbau-Studenten mit Bachelor-Abschluss aus Sri Lanka, betreute ist Zufall. Beide haben sich fachlich gut integrieren können, auch wenn das theoretische Lernen in ihrer Heimat im Vordergrund steht und es keine gut ausgerüsteten Labs gibt. Diese sind jedoch sehr fit in der Programmierung bzw. Berechnung und haben es auch sonst geschafft, ihr Wissen vor Ort in die Praxis umzusetzen. Beide schätzen die paradiesischen Zustände am ZPP betreffend Laborwerkstatt und Maschinen für alle Phasen der Produkt- und Prozessentwicklung. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch lernten, diese hochtechnologischen Geräte zu bedienen oder ein Operator ihnen jeweils zur Seite stand. Herr Dennig möchte, dass die Studenten hier die Chance bekommen, möglichst viel Praxiserfahrung zu bekommen, wenn die ZHAW dabei noch etwas abschöpfen kann, ist das natürlich gut und wenn noch mehr zurück kommt sei dies super.

Kasun hat sein Praktikum an der ZPP im Sommer 2017 abgeschlossen und sich dann für einen Master an der ZHAW entschieden, welchen er gleich im Anschluss an das Praktikum startete. Gleichzeitig kann er nebenbei als Werkstudent beim ZPP zu 30% weiterarbeiten. Ein Glücksfall für beide Seiten. Kasun konnte somit nebenbei auch Bhanuka, welcher Anfangs Jahr startete, optimal in das gesellschaftliche Leben in der Schweiz einführen. Beide waren erstaunt über das freundschaftliche Zusammenarbeiten im Team, wie die verschiedenen Hierarchiestufen sich den gleichen Büroraum teilen und man sich mit dem Vornamen anspricht. In der Freizeit geht das Team sogar einmal wöchentlich zusammen joggen und die beiden betreiben den Nationalsport von Sri Lanka auch im Verein in Winterthur weiter: Cricket.

Kasun’s Spezialgebiet ist das „Selective Laser Melting (SLM)“, worüber er wohl auch seine Masterarbeit schreiben wird. Bhanuka startete im Zahnradprüflabor und arbeitet momentan am Redesign des BICAR, eine Mischung zwischen einem umweltfreundlichen E-Bike und komfortablen Elektroauto. Wenn dieser im nächsten Jahr dann wieder die Strassenzulassung erhalten sollte, ist Bhanuka wie auch Kasun aber wieder zurück in Sri Lanka.

Bhanuka programmiert die Lasermaschine.

Von Gaby Hilpertshauser, Incoming Exchange Coordinator, IAESTE Switzerland