Mein Name ist Daniel Wyder und ich studiere Systemtechnik im fünften Semester. Letzten Sommer hatte ich die Chance, ein achtwöchiges Praktikum am Novel Device Lab der Universität von Cincinnati zu verbringen.

Mein Dozent, Dr. Mathias Bonmarin, war zuvor für ein Jahr dort angestellt. Dank ihm kam dieses Praktikum zustande. Da ich das Praktikum selbst organisiert hatte, musste ich auch selbst für den Aufenthalt und die Reise aufkommen. Die ZHAW war jedoch so nett und gab mir ein Stipendium, mit dem ich einen Teil der Kosten decken konnte. Ich bezog ein ziemlich schönes Apartment in Mount Adams mit einem wunderschönen Ausblick auf die ganze Stadt. Wie man es im Allgemeinen vermutet, ist in den USA tatsächlich alles ein wenig grösser. Der Uni-Campus kam mir vor wie ein eigener Stadtteil. Der Campus war allgemein sehr schön und da gerade Sommerferien herrschten, war es relativ ruhig. Auf meinen Fotos seht ihr, was ich meine.

Wie man es auch kennt, wird Sport an den Unis grossgeschrieben und das Stadion der Footballmannschaft war auch sehr imposant. Zudem ging ich auch an ein Spiel der Cincinnati Bengals gegen die NY Giants. Es war der Hammer!

Das Nippert Stadium ist die Heimat der UC Bearcats, dem Football Team der Universty of Cincinnatti.

Im Novel Device Lab waren wir insgesamt sechs Mitarbeiter, die meisten davon Doktoranden. Um im Lab mit gefährlichen Chemikalien arbeiten zu dürfen, musste ich zu Beginn ein Safety Training absolvieren. Hauptsächlich arbeitete ich für eine Doktorandin und konnte meiner Kreativität freien Lauf lassen. Auch konnte ich aktiv eigene Ideen für ihre Dissertation umsetzen und das ganze Laborequipment benützen wie Laser-Cutter oder SLA Drucker.
So hat mein Arbeitsplatz für acht Wochen ausgesehen:

Die Stimmung am Arbeitsplatz war locker und es gab viel zu lachen. Die Arbeitsmoral entspricht auch nicht immer unserer schweizerischen. Einer der Mitarbeiter meinte stets: «This is a problem for tomorrow». Ich habe mich aber nicht davon anstecken lassen. Allgemein konnte ich viel über Biosensoren lernen und hab mir Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python angeeignet.

Ich kann das Novel Device Lab für ein Sommerpraktikum nur weiterempfehlen und wäre am liebsten dortgeblieben! Zum Abschluss gingen wir alle vom Novel Device Lab zusammen ein Bier trinken. Wir alle tauschten unsere Kontaktdaten aus und stehen auch jetzt noch in Kontakt.

Herzlich bedanken möchte ich mich auch nochmals bei Dr. Mathias Bonmarin für die Vermittlung und bei der ZHAW, namentlich Dr. Wolfang Kickmaier, für die reibungslose Vereinbarung und Anerkennung des individuell organisierten Praktikums!