Kongress fff und die Email-Flut

Der Versand per E-Mail an die Mitarbeitenden und Studierenden der ZHAW zur Vorankündigung/Call for Papers für den Kongress fff Frauen für Führungspositionen am 1. Juli 2014 hat einigen Wirbel ausgelöst.
Um das kontrovers diskutierte Thema der Frauenförderung aufzunehmen, ohne dabei den Mailverteiler weiter zu strapazieren, nehmen wir die Diskussion hier gerne wieder auf.

Das Programm „mentoring fff – Frauen für Führungspositionen“ ist ein Kooperationsprojekt der drei Teilschulen der Zürcher Fachhochschule (PH Zürich, ZHAW, ZHdK). Es wurde 2013-2014 erfolgreich zum vierten Mal durchgeführt, die fünfte Runde ist in Planung. Im Rahmen des Programms wurde auch viel Wissen zum Thema von Frauen in Führungspositionen generiert, welches nun am Kongress „Frauen für Führungspositionen fff – high-flying high potentials“ aufgezeigt und weiter diskutiert werden soll.

Ziel jedes Förderprogrammes ist es zu befähigen – mentoring fff will speziell Frauen für Führungspositionen sensibilisieren und ihnen die notwendigen Kompetenzen und einen geschärften Blick dafür bieten. Genauso will eine Kaderausbildung Menschen die neu eine Führungsposition innehaben unterstützen oder das Programm MENTORING ZFH Angehörige der ZFH darin unterstützen, ihre weitere Karriere und Laufbahn zu planen.

Beruflicher Erfolg hängt auch heute nicht alleine von fachlichen Kompetenzen ab. Soziale Normen und institutionelle Strukturen haben weiterhin einen grossen Einfluss darauf. Über diese Funktionen und Strukturen Bescheid zu wissen und über die notwendigen Tools zu verfügen, um ihnen zu begegnen, ist insbesondere für Frauen, die eine Führungsposition anstreben, wichtig.

Als Hochschule will die ZHAW alle Angehörigen dort unterstützen, wo Bedarf besteht. Wir möchten Möglichkeiten aufzeigen und schaffen und so zur Weiterentwicklung unserer Angehörigen beisteuern.

Was meinen Sie zu Förder- oder Mentoringprogrammen wie „Frauen für Führungspositionen – mentoring fff“?

22 Gedanken zu „Kongress fff und die Email-Flut

  1. Immerhin wird hier mal klar gesagt, dass es ein Förderprogramm nur für Frauen ist. Im Mail an die Mitarbeitenden und Studierenden sowie auf Flyer und Webseite wurde dagegen geschrieben:
    „fff – high-flying high potentials richtet sich an Frauen und Männer in Führungspositionen, Dozierende, Forschende, Beratende, Frauen und Männer, die an einer Führungsposition interessiert sind und Personen, die sich mit Leadershipthematik auseinandersetzen. Studierende sind willkommen. “
    die Kritik an diesen Mail scheint denn auch dort anzusetzen: Dass nämlich die Stabstelle Gender nicht Gleichstellungsthemen behandelt, sondern vorwiegend Frauenförderung betreibt. Und dass das Ressort fast ausschliesslich von Frauen geführt wird http://www.zhaw.ch/de/zhaw/die-zhaw/gender/ueber-uns.html.
    Als Mann schliesse ich mich dem an: Bitte bitte entfernt mich aus dem Mailverteiler von reinen Frauenförderungsanliegen.

    • Hier scheint ein Missverständnis vorzuliegen. Das Mentoringprogramm „Frauen für Führungspositionen – mentoring fff“ richtet sich nur an Frauen. Am daraus entstandenen „Kongress fff – high-flying high potentials“ können sowohl Frauen als auch Männern teilnehmen.
      Die Stabsstelle, welche seit einiger Zeit neu Stabsstelle Diversity heisst und sich entsprechend auch mit weiteren Kategorien wie Behinderung oder Alter befasst, betreibt nicht vorwiegend Frauenförderung. Sie tut dies, wo nötig und angebracht. Mit Projekten wie den „Boys‘ Days“ setzen wir uns ebenso für die Nachwuchs- bzw. die Förderung von jungen Männern ein, unterstützen mit Programmen wie MENTORING ZFH alle Angehörigen der Schule bei der Karriere- und Laufbahnplanung oder streben durch ein gutes Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten die Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Privatleben für Personen mit Betreuungspflichten an. Wir freuen uns zudem sehr auf unseren neuen Mitarbeiter, der ab August unser Team unterstützen wird.
      Ihre Meinung als Mann zum Thema von Frauen in Führungspersonen ist wertvoll und im Rahmen des Kongresses herzlich willkommen.

      • Kila, in dieser Untersuchung wird dargestellt, mit welchem Verhältnis die Stellen durch Männer/Frauen besetzt werden. Bei Frauen als Chefs werden mehr Frauen angestellt, bei männlichen Chefs mehr Männer. Daraus wird (u.a. von dir) geschlossen, dass männliche Chefs Frauen diskriminieren.
        Mit keinem Wort wird aber über das Verhältnis m/w bei den Bewerbungen gesagt. Bewerben sich nämlich mehr Männer als Frauen (lese auch im Tagi von heute: ‚Frauen sind oft nicht bereit‘: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Frauen-sind-oft-nicht-bereit-/story/22085840), dann würden nicht die Chefs die Frauen diskriminieren, indem sie mehr Männer einstellen, sondern gerade andersrum die Chefinnen die Männer diskriminieren, indem sie überdurchschnittlich mehr Frauen einstellen. Ist das ein Gedanke wert, bevor du die Frauen automatisch als Opfer siehst?

        • Ich habe lediglich auf einen Text/Artikel hingewiesen, mit dem Vermerk, dass es wertvoll ist, wenn auch Männer sich mit der Thematik befassen. Über meine Schlussfolgerung habe ich mich nicht geäussert sowie ich auch nicht gesagt habe, dass Chefs Frauen diskriminieren und ich Frauen als Opfer sehe. Wir setzen uns im Team der Stabsstelle Diversity dafür ein, jeden Fall individuell zu betrachten und keine Verallgemeinerungen zu artikulieren – insbesondere keine negativen.
          Es gibt durchaus Bereiche, in denen sich mehr Männer bewerben. Dies gilt auch für gewisse Positionen, meistens höhere. Man kann dies als Tatsache entgegennehmen oder aber sich hin und wieder Gedanken dazu machen, warum dem so ist. Dazu muss es jedoch thematisiert werden. Erst so entstehen Ideen dazu, wie die Situation sowohl für Frauen als auch für Männer weiter verbessert werden kann. Studien weisen z.B. daraufhin, dass „frauenfreundliche“ Strukturen sehr oft auch von Männern geschätzt werden.

          • Im persönlichen Kontakt (sorry, kann auf keine ‚Studien‘ verweisen) überwiegen die Frauen in Kaderstellen, die ganz klar sagen: Mit Männern zusammenzuarbeiten sei einfacher als mit Frauen. Auch die Seite nicht unbeachtet lassen 🙂

            Zu der Frage Frauenquote vs. Chancengleichheit wäre es ev noch hilfreich, würde die Abteilung Frauenförderung an der ZHAW mal Stellung beziehen, ob sie Frauenquoten bejaht, oder einfach Chancengleichheit für alle erreichen will (also nicht nur für Frauen, sondern auch für ausländische Männer, für alleinerziehende Männer, für behinderte Frauen etc). Die Akzeptanz der Genderabteilung an der ZHAW dürfte heute deshalb so tief sein, weil sie primär als Frauenlobbyabteilung und Frauenquotenabteilung wahrgenommen wird.

          • Der Name der Stabsstelle – es handelt sich nicht um ein Ressort – sagt diesbezüglich schon sehr viel aus: Stabsstelle Diversity ZHAW. Diversity steht nicht für Frauen oder alleine für die Kategorie Gender. Diversity beinhaltet 8 (Haupt-)Kategorien: Kultur (Ethnie), Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion, sozialer und kultureller Hintergrund.
            Wie die ZHAW insgesamt, so ist auch die Stabsstelle historisch gewachsen und hat sich den sich verändernden Rahmenbedingungen der Institution angepasst. Wir sind aktuell dabei unsere Kommunikation(-smittel) und unseren Auftritt neu zu gestalten. Dazu gehört u.a. die Einrichtung dieses Blogs, es ist uns wichtig, für die Angehörigen der Hochschule fassbar zu sein. Wir setzen uns mit diversen Projekten und Angeboten dafür ein, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller Hochschulangehörigen sichtbar zu machen. Wir unterstützen Studierende und Mitarbeitende, ihre individuellen Bedürfnisse bestmöglich in den Hochschulalltag integrieren zu können und wir beraten Verantwortliche dabei, Vielfalt anzuerkennen, das sich daraus ergebende Potential bestmöglich einzusetzen und zu nutzen. Ueber unsere Schwerpunkte und unsere Aktivitäten werden wir im Rahmen der Neulancierung unseres Flyers informieren. Die hier erhaltenen Hinweise sind für uns sehr wertvoll und bereichernd, denn sie geben uns konkrete Anhaltspunkte darüber, wo wir unser Angebot und unsere Kommunikation noch verbessern können.

    • Ich habe mich durchgelesen und nehme die vielen Anregungen und Meinungen gerne so entgegen. Solche Diskussionen sind für uns wertvoll, zeigen sie uns doch auf, wo noch Informations- und Handlungsbedarf gesehen wird von Seiten der ZHAW-Angehörigen. Wir beantworten offene Fragen und Unklarheiten gerne jederzeit – insofern sie uns gestellt werden.

  2. kila schrieb in diesem Blog:
    <em class="Ich habe mich durchgelesen und nehme die vielen Anregungen und Meinungen gerne so entgegen. Solche Diskussionen sind für uns wertvoll… , zeigen sie uns doch auf, wo noch Informations- und Handlungsbedarf gesehen wird von Seiten der ZHAW-Angehörigen. Wir beantworten offene Fragen und Unklarheiten gerne jederzeit.

    Sehr geehrte Mitarbeiterinnen des Gender-Offices, zuerst einmal vielen Dank, dass Sie den Mut haben, sich einer Diskussion zu stellen. Ich werde hier also in den nächsten Tagen immer wieder mal ein Thema und Fragen setzen und bin gespannt auf Ihre Antworten.

    Aus zwei Gründen fühle ich mich als Mann vom ZHAW-Gender-Office nicht vertreten:

    1: Fast alle Aktivitäten unseres Gender-Offices befassen sich ausschliesslich mit den Themen Frauenförderung, Frauenbenachteiligung, Frauendiskriminierung.

    2: Unsere Gender-Frauen fordern zahlenmässig gleiche Repräsentation beider Geschlechter in allen Gremien. Für ihr eigenes Gender-Office scheint diese Forderung jedoch nicht zu gelten: siehe Link

    In diesem Diversity-Blog schreibt kila:
    Mit Projekten wie den “Boys’ Days” setzen wir uns ebenso für die Nachwuchs- bzw. die Förderung von jungen Männern ein, unterstützen mit Programmen wie MENTORING ZFH alle Angehörigen…

    Auf der entsprechenden Webseite: (siehe Link) sehen wir im Inhalt unter „Girls‘ Day & Boys‘ Days“ separat NUR „Girls‘ Days“, was auch separat angeklickt werden kann.

    OK, ich weiss, dass die letzten Anlässe dieser Art als „Girls‘ & Boys Day“ kommuniziert wurden, Doch immer wieder stossen wir auf der Gender-Seite auf einseitige Inhalte, bei welchen aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar ist, dass sich Männer von dieser Stabsstelle nicht repräsentiert fühlen.

    Uri

    • Lieber Uri,
      nun, zunächst einmal gibt es an der ZHAW kein ‚Gender-Office‘ sondern eine Stabsstelle Diversity. Diese engagiert sich darin, den gesetzlichen Auftrag, nämlich die Gleichstellung von Mann und Frau und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung umzusetzen.

      Auch scheinen Sie unsere Aufgaben und Projekte noch nicht zu kennen, und diese sind vielfältiger als die von ihnen genannten Aktivitäten: das Projekt Mentoring ZFH richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (ja, auch Männer!), die eine Hochschulkarriere anstreben, der Zukunftstag ist ein Programm der Nachwuchsförderung, mit den Girls’/Boys‘-Days versuchen wir geschlechterstereotype Berufswahlen aufzuweichen, indem wir jungen Männern zeigen, dass auch eher frauendominierte Studienbereiche für Männer attraktiv sein können und umgekehrt den jungen Frauen in IT/ technischen Bereichen.

      Die Stabsstelle Diversity besteht nach einer Umstrukturierung aktuell aus drei Mitarbeiterinnen und wird ab August durch einen Mitarbeiter erweitert, wir arbeiten somit an Themen, die wir propagieren, da auch wir davon überzeugt sind, dass ein gemischtes Team vielfältigere Ideen und Umsetzungsstrategien beinhaltet.

      Die Website ist aktuell in Überarbeitung und wird auf das kommende Studienjahr mit allen Projekten und Aktivitäten neu aufgeschaltet, ich hoffe, Sie können sich dann ein besseres bild von unserer Arbeit machen.
      Abschliessend noch ein Feedback zu Ihrem Statement als Ganzes: ich höre bei Ihnen eine Unzufriedenheit heraus, die ich nicht recht zu deuten weiss: stört es Sie, dass Strukturen verändert und Personengruppen bewusst angesprochen werden, so dass alle Hochschulangehörigen gleiche Chancen erhalten und diese auch nutzen können? Oder haben Sie ein eigenes Anliegen, in dem Sie sich benachteiligt fühlen?
      Ich bin sehr offen für Anregungen und Ideen, die einer Verbesserung unserer Strukturen und Prozesse dienen. Einfach nur gegen etwas zu sein, empfinde ich einer Hochschule als unwürdig. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Institution und Kraft unserer Vielfältigen Kompetenzen das Potenzial haben, Bilder, Normen und Strukturen neu zu denken und hoffentlich auch mit zu verändern!

      • liebe frau kahlen

        als mann mitte 30 stelle ich fest, dass noch keiner ihrer gender-anlässe passend gewesen wäre für mich. im gegenteil: gewisse feministische themen sind wie die faust in die magengrube. unterdessen klicke ich diese frauenförderungsmails (fff etc) ungelesen und verärgert in den papierkorb. und die meisten meiner kollegen tun es gleich.

        die gleichstellungs-abteilung an der zhaw besteht nicht zufällig nur aus frauen. und einem quoten-mann und einem quoten-ausländer. diese zusammensetzung zieht sich übrigens durch bis zum gleichstellungsbüro des bundes, beim letzten zugriff bestand dieses aus 18 frauen und 1 mann. da habt ihr feministinnen einfach ein riesen glaubwürdigkeitsproblem, ihr seid schlicht unglaubwürdig, wenns um ‚gleichstellung‘ geht.

        sorry, dass ich das so sagen muss, und ich bin offensichtlich nicht der einzige. kommt dazu, dass mann solche kritik in öffentlichen ämtern oder auch an der zhaw besser nur anonym äussert, weil er sonst gefahr läuft, diskriminiert zu werden.

        • Lieber Herr anonym,
          wenn bisher noch keiner der Anlässe passend für Sie gewesen ist, könnte es damit zu tun haben, dass Sie für sich keinen Bedarf in Sachen Chancengleichheit an der ZHAW sehen oder sich noch nie geäussert haben, wo Ihre Bedürfnisse liegen? Konkret: wo finden Sie, werden Ihnen keine gleiche Chancen gewährt oder stört es Sie einfach, dass für andere Gruppen etwas unternommen wird?
          Unser Vierköpfiges Team auf einen ‚Quoten-Mann‘ und eine ‚Quoten-Ausländerin‘ zu reduzieren, finde ich sehr vereinfacht, Sie würden mit den Ohren schlackern wenn Sie wüssten, wie ‚vielfältig‘ unsere jeweiligen Lebensformen auch noch sind!
          Würden Sie mit dieser Gleichstellungs-Optik jedes andere Gremium der ZHAW zum Bsp. die Hochschulleitung bestehend aus 8 Männern und 2 Frauen in gleichem Masse als ‚unglaubwürdig‘ diskreditieren?
          Beste Grüsse!

      • Liebe Anette,
        danke für Ihre Antwort und für Ihre Fragen, die ich sehr schätze.

        Meine „Unzufriedenheit:“ Die bisherigen Arbeiten und Kampagnen der Stabsstelle Gender, wie diese vorher geheissen hat, hatten ganz klar den einseitigen Fokus auf Frauenförderung und auf Frauenthemen. Die spätere Erweiterung auf den Begriff „Diversity“ wurde von mir ledigich als politische „Um-Ettiketierung bei gleichem Inhalt“ wahrgenommen.

        Wie Ihnen kaum entgangen ist, schlägt Ihnen bzw. Ihrer Stabsstelle in diesem Blog einiges an Misstrauen und Frust entgegen. Dies hat mit einigen einseitigen, unsinnigen und ärgerlichen Aktionen und Programmen des Frauenförderungs- / Gender-Mainstreaming-Büros zu tun.

        Annette, ich stelle fest, dass sich vieles verändert, seit dem Sie die Leitung dieser neuen Stabsstelle Diversity übernommen haben, inklusive dieser offenen Kommunikation. Auch die organisatorische Änderung, dass die Gender-Forschung dem Departement Soziales angegliedert ist, ist aus meiner Sicht ein richtiger Schritt.

        Es ist mir auch nicht entgangen, dass Ihr beruflicher Hintergrund sehr gut zu dem passt, wie Sie die Aufgaben der neuen Stabstelle Diversity in diesem Blog erklären.

        Der berufliche Hintergrund und die beruflichen Schwerpunkte der bisherigen Leiterinnen und Hauptmitarbeiterinnen dieser Stabsstelle war völlig einseitig auf den Thema Frauenförderung und Frauendiskriminierung.

        Damit anerkenne ich, dass sich hier wirklich etwas verändert und Ihre Aussagen zu der zukünftigen Ausrichtung der Stabsstelle Diversity haben für mich so viel Glaubwürdigkeit, dass ich diese nicht in Frage stellen möchte. Ich gehe davon aus, dass auch der überarbeitete Web-Auftritt diese Veränderungen abbilden wird.

        Wenn ich im Rahmen dieses Blogs Beispiele nenne, mit welchen die bisherige Gender-Stabsstelle ihrer Glaubwürdigkeit und Akzeptanz geschadet hat, so dürfen SIE diese also nicht persönlich nehmen.

        Obwohl ich mir nicht anmassen möchte, Ihnen bzw. der Stabsstelle Diversity sagen zu wollen, was Sie zu tun haben und wie Sie Ihre Arbeit zu erledigen haben, kann der eine oder andere kritische Gedanke aufzeigen, was vielleicht missverstanden oder ungenügend kommuniziert wurde. Am Ende ist es Ihre Entscheidung, ob und wie Sie auf diese Kritik eingehen und was Sie daraus machen.

        Personengruppen direkt ansprechen
        Zu Ihrer Frage, ob es mich stört, wenn Strukturen verändert und Personengruppen bewusst angesprochen werden… Keineswegs. Die Strukturveränderung, wie die Diversity-Stabsstelle unter Ihrer Leitung ihre zukünftigen Aufgaben definiert und die Auslagerung der Gender-Forschung in das Departement Soziales begrüsse ich sehr.
        Und selbstvertsändlich begrüsse ich es sehr, wenn möglichst viele Menschen möglichst die gleichen Chancen haben ihr Leben zu entwickeln.

        Aber nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich auch zum Thema „Diversity“ eine kritische Anmerkung habe. Auch der Mode-Begriff „Diversity“ ist inzwischen mit so viel Unsinnigem überfrachtet, dass dieser schon um seiner selbst Ablehnung auslöst.

        In Berlin ist man mit Diversity schon weiter. Dort wurde die Einrichtung geschlechtneutraler öffentlicher Toiletten beschlossen.

        Wir sind ja alle so verschieden und jede Verschiedenheit muss irgendwie gefördert werden oder mindestens muss bei jeder Verschiedenheit geforscht werden, ob irgendwelche Benachteiligungen oder Diskriminierungen vorliegen könnten…

        Die Auswahl der Personengruppen und Themen, um welche sich die Diversity-Stabsstelle kümmern möchte ist aus meiner Sicht willkürlich an den „Mode-Gruppen“ orientiert, die es geschafft haben ins gesellschaftliche Bewusstsein zu kommen. Frauen, (manchmal Männer), Migranten, Behinderte, religiöse Gruppierungen, etc…

        Muss es dann nicht auch Untersuchungen dazu geben, wie gut Migranten, Andersfarbige, geschlechtlich unterschiedlich Ausgerichtete, etc. in Führungspositionen vertreten sind?

        Es klingt in meinem Ohr nach unfreiwilliger Komik, wenn dann Frauen und Migranten als Subjekte möglicher Benachteiligter zusammen mit Behinderten genannt werden. Ob dies Frauen und Migranten das erforderliche Selbstwertgefühl gibt, daran zu glauben, „je ohne Stützräder Velofahren zu können“ und sich von sich aus selbstbewusst, um anspruchsvollle Positionen zu bewerben?

        Was mich stört ist, dass die „Gender- und die Diversity-Maschinerie“ darauf basieren, dass Heerscharen Wohlmeinender sich berufen fühlen, sich um das Wohl Anderer kümmern zu müssen, weil davon ausgegangen wird, dass schon irgendwelche Benachteiligungen vorliegen.

        Vielleicht brauchen wir keine Diversity-Stabsstelle, die mit ihrer Präsenz und mit ihrer Fokusierung eben diese Wahrnehmung von Benachteiligung irgendwie selbst fördert, wie ein Kind am ehesten dann mit dem Velo stürzt, wenn wir es ständig und eindringlich davor warnen und damit sein Selbstvertrauen untergraben.

        Was mich stört ist die immer weiter ausufernde Verhätschelung aller möglicher potentiell benachteiligter Gruppen, dass immer mehr Steuergelder für diesen „Unfug“ ausgegeben wird.

        Mir fehlt bei diesem Ansatz das Vertrauen in die Gesellschaft, dass jede und jeder die / der sich mit Eigenverantwortung und mit Eigeninitiative darum bemüht, ihre / seine Chancen bekommt. Es wird Menschen buchstäblich eingeredet, dass sie benachteiligt sind und irgendwie Anspruch auf Förderungen haben.

        Vielleicht wäre es am sinnvollsten, wenn die Aufgaben und die Angebote der zukünftigen Diversity-Stabsstelle gar nicht speziell als „Diversity“ vermarktet werden müssten, sondern einfach als Teil des professionellen Beratungsangebotes an der ZHAW erscheinen würden.

        Ein professionelle Beratungsstelle die für Vorfälle sexueller Belästigung oder für Vorfälle von Diskriminierung, eine Beratungsstelle für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören zu einer ZHAW. Evtl. müsste die eine oder andere Beratungsstelle sogar dem Kanton unterstellt sein, um die Unabhängigkeit gegenüber den höchsten Instanzen der ZHAW zu wahren.

        So, genug für heute.

        • Lieber Uri,
          die Erweiterung von einer Gleichstellung von Mann und Frau zum Diversity-Management hat etwas mit der gesetzgebung zu tun: wir kennen in der Schweiz neben dem Gesetz für die Chancengleichheit von Frauen und Männern seit zehn Jahren auch ein Gesetz für die Chancengleichheit von Menschen mit einer Behinderung. Eine Erweiterung hin zu Diversity ist auch deshalb sinnvoll, weil Probleme oftmals nicht aus einer Stereotypen Betrachtung von ‚Mann‘ oder ‚Frau‘ beruhen. Eine junge Mitarbeiterin oder ein junger Mitarbeiter an der ZHAW könnte vermissen, dass die Strukturen für eine bessere Betreuung von Kindern oder die Möglichkeit zum Home-office fehlen, um ihre/ seine wissenschaftliche Karriere zu fördern. Für ältere Mitarbeitende wäre das weniger relevant, dafür aber das Thema Gesundheitsmanagement oder Jobenrichment in der letzten Arbeitsdekade.

          Ich stimme mit Ihnen überein, dass es nicht darum geht die verschiedenheit um der Verschiedenheit willen zu propagieren. Wir haben an der ZHAW einen Auftrag! Ich lege diesen so aus, dass wir (Aus-)Bildung ermöglichen und eine gute Arbeitgeberin sein müssen. Wenn wir mit unserer Dienstleistung (zu der auch das gesamte beratungsangebot zählt) einen Beitrag dazu leisten können, dann ist das wunderbar. Vielfach sind wir aber auch diejenigen, die Grenzen aufzeigen und mit Betroffenen immer wieder nach Kompromissen suche müssen.
          Selbsempowerment und Coaching spielt sicher auch eine grosse Rolle in unserer Arbeit, Studierende und Mitarbeitende zu befähigen, sich selbst für ihre Anliegen einzusetzen. Aber davon auszugehen, dass jede und jeder sich für seine eigenen Anliegen bemühen muss und dann schon Erfolg haben wird lässt ausser acht, dass unser Denken und unsere Strukturen nicht auf Chancengleichheit ausgelegt sind! Auch das ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit, zu sensibilisieren, was machbar und möglich ist, wenn nicht nur die einzelne Person, sondern auch ihre vorgestzte Person will und ihr Team unterstützt und die strukturellen Voraussetzungen gegeben sind…
          Beste Grüsse!

  3. Es scheint immer wieder übersehen zu werden, dass die „Frauenfrage“ gleichzeitig auch die „Männerfrage“ ist und uns alle betrifft, und wären wir auch Kardinal, Divisionär oder Klinikchef am Unispital…
    Die Wahrnehmung der Stabsstelle Diversity als reine „Frauenförderungsagentur“, die nichts für uns Männer tut, ist deshalb ziemlich schräg, weil sie außer acht lässt, dass man nicht die Rollen und Positionen der einen verändern kann, ohne dass die der anderen davon tangiert werden. Die Aussage: Verschont mich mit eurem Zeug, ich habe Wichtigeres zu tun! ist deshalb für den Fortschritt der Menschheit (v.a. der männlichen) wenig hilfreich. Was nicht heisst, dass ich ein Fan von E-Mail-Müll-Diskussion der gehabten Art bin.

  4. Wie zahlreich und gravierend sind die Diskriminierungen an der ZHAW?
    Am Anfang der „Call for Papers“ Mailflut äusserte sich Frau Marianne Müller ja schockiert darüber, dass solche Veranstaltungen immer noch nötig seien. Sie relativierte zwar, dass dies nicht 1:1 auf die ZHAW übertragen werden könne, aber immerhin, der Schock sitzt tief – irgendwo wird sie an der ZHAW schon latent vorhanden sein, diese gefühlte Diskriminierung.

    Doch wenn diese schockierenden Zustände nicht 1:1 mit der ZHAW in Zusammenhang stehen, bitte ich das Gender-Office um Auskunft darüber, um wie viele und um wie schwere Vorfälle von Diskriminierung, Benachteiligung, und sexistischer Belästigung, sich das Gender-Office in den letzten Jahren kümmern musste.

    Ich denke dass es im Interesse der ZHAW-Angestellten und im Interesse einer Sensibilisierung für solche Vorfälle ist, zu erfahren, ob und in welchem Ausmass solche Vorfälle an der ZHAW vorkommen. Als Steuerzahler wünsche ich mir diese Transparenz natürlich nicht nur von der ZHAW, sondern auch von kantonalen und von Bundes-Gender-Stellen.

    Die personellen und finanziellen Ressourcen, welche solche Stellen, auch auch kantonaler Ebene haben, erwecken bei mir den Eindruck, dass wir hier Zustände von Frauendiskriminierung haben müssen, ähnlich wie in Saudi-Arabien oder wie im Iran.

    Und immerhin, Frau Müller findet diese „Zuständen“ ja schockierend. Ich fände es „schockierend“, wenn um wenig oder nichts so ein Wirbel und Aufwand gemacht würde.

    Uri

  5. Lieber Uri,
    die Stabsstelle Diversity koordiniert die gesamten Beratungsangebote der ZHAW, und dieses Angebot wird rege von Mitarbeitenden und Studierenden genutzt.

    Angeboten wird: Beratung und Coaching bei psychischen Problemen, Beratung für Menschen mit einer Behinderung/ chronischen Krankheit, zur Finanzierung des Studiums, bei Militärdienst/Zivieldienstverschiebung, für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etc.

    Anfragen wegen Diskriminierung, Benachteiligung oder Belästigung machen sicher nicht den Hauptteil der Beratungsanliegen aus, kommen aber auch vor. Diskriminierung und Benachteiligung kann subjektiv empfunden werden oder tatsächlich vorhanden sein. Beratung bedeutet für uns zunächst einmal Klärung und Wissensvermittlung, dann Lösungssuche. Und die Anfragen diesbezüglich sind ganz unterschiedlicher Art: z.B. jene einer Mitarbeiterin mit langjähriger Erfahrung, die sich in Sachen Lohn einem neu angestellten Projektleiter benachteiligt fühlt oder jene, der schwangeren Studentin, die auf einen Kinderbetreuungsplatz angewiesen ist und sich benachteiligt fühlt, weil sie aufgrund ihrer Behinderung neben dem Studium nicht mehr arbeiten kann und ihre Gemeinde den Finanzierungszuschuss für den Krippenplatz aus diesem Grund ablehnt; etc.

    Unser Ziel ist, Studium zu ermöglichen, als Hochschule eine attraktive Arbeitgeberin zu sein und Chancengleichheit zu erwirken. Aus Anliegen, die in der Beratung geäussert werden, können sich Aktivitäten und Projekte entwickeln, um Vorgsetzte zu sensibilisieren, Prozesse transparenter zu gestalten, Veränderungen einzuleiten. Im besten Fall ohne viel Wirbel -‚ohne viel Aufwand‘ geht das meistens allerdings nicht!

    Für alle, die auf der Suche nach einer Beratung sind, hier noch folgender link:
    http://www.zhaw.ch/beratung
    Die Beratung ist für alle Hochschulangehörigen kostenlos und vertraulich. Sie darf auch für sehr niederschwellige Themen in Anspruch genommen werden.

  6. Liebe Anette,

    heute ein Beitrag zum Thema, weshalb die Stabsstelle Diversity innerhalb der ZHAW auf so viel Ablehnung stösst. Wie schon verschiedentlich angesprochen liegt der Grund darin, dass die Stabsstelle Diversity in der Vergangenheit als Frauenförderungsbüro, dann als Gender-Mainstreaming-Büro vor allem einseitige Frauenförderung und Frauenbevorzugung betrieben hat.

    Nun ist es so, dass Frauenförderung nicht per se schlecht oder abzulehnen ist. Wenn es objektiv nachweisbare Benachteiligungen oder Diskriminierungen gibt, wenn nach objektiven Kriterien Chancengleichheit nicht gegeben ist, muss etwas verändert werden. Dazu ein andermal mehr.

    Gendergerechte Sprache

    Alle verstehen, dass Studentinnen sich besser angesprochen fühlen, wenn von Studierenden die Rede ist, statt von Studenten.

    Der Sprachleitfaden für gendergerechte Sprache der ZHAW wurde in der Vergangenheit mehrmals angepasst und enthält einige sinnvolle Tipps und Vorschläge.

    Trotzdem ist die Gender-Mainstreaming-Stabsstelle auch mit diesem Sprachleitfaden gescheitert, den Eindruck zu vermitteln, dass es den Gender-Frauen nicht vor allem um Frauenbevorzugung gehe. (Inzwischen hat sich ja der Fokus auf Diversity geändert.)

    Aus dem Sprachleitfaden: „Nennen Sie zuerst die weibliche Anredeform, um auf Ihre Beiträge aufmerksam zu machen.“

    Da es weit verbreiteter Usus ist, zuerst die weibliche Form zu nennen, muss dies nicht noch zusätzlich gefordert oder empfohlen werden. So wirkt das wie: „Wir wollen gleich behandelt und gleichzeitig bevorzugt werden.“

    Ausserdem: Da es Usus ist die weibliche Anrede zuerst zu nennen, kann man damit keine Aufmerksamkeit gewinnen. Aufmerksamkeit erhält man eher, indem man bewusst gegen diesen Usus verstösst.

    Dabei wäre es doch so einfach eine Common-Sense-Empfehlung für Anreden zu machen: Generell soll das Geschlecht, das in der Minderheit ist, zuerst genannt werden, damit sich diese Gruppe auch angesprochen und ernst genommen fühlt. Aber eben, dafür müsste frau aus dem Denken, per se benachteiligt zu sein, herauskommen und Chancengleichheit nicht reflexartig als Frauenbevorzugung „denken“.

    Der Sprachleitfaden empfiehlt den Begriff „Partnerschule“ zu vermieden und statt dessen die Formulierung „die Schule, mit der wir kooperieren“ zu verwenden. Vielleicht können die Autorinnen erklären, welche Frauen sich von dem Begriff Partnerschule auf welche Weise ausgeschlossen oder zu wenig angesprochen fühlen? Und überhaupt, der Begriff Schule ist weiblich! Sollen Männer sich nun ausgeschlossen fühlen, weil Schule eine weibliche Form ist?

    Ein weiteres Beispiel ist die Empfehlung „Zebrastreifen“ statt „Fussgängerstreifen“ zu sagen. Auch hier, vielleicht können die Autorinnen erklären, welche Frauen sich durch den Begriff „Fussgängerstreifen“ auf welche Weise ausgeschlossen fühlen, da es ja keine Personenbezeichnung ist, sondern eine Strassenmarkierung bezeichnet?

    Mit solchen Empfehlungen verrennen sich die Autorinnen in einen bis ins Absurde geführten feministischen Kampf gegen alles was nur der Wortform nach als maskulin gedacht werden könnte. Wie sollen sich Männer von einer Gender-Mainstreaming-Stabsstelle vertreten fühen, wenn diese solche Empfehlungen herausgibt, deren Feindlichkeit gegen Maskulines so sprachimmanent ist?

    Auch wenn man sich an dem radikalen Feminismus nicht stört, fragt man sich vielleicht auch, ob das die Probleme sind, die wir als Hochschule haben, ob jemand Fussgängerstreifen statt Zebrastreifen schreibt und ob es für so etwas eine Gender-Mainstreaming-Stabsstelle braucht?

    So genug für diesmal, das nächste Mal ein weiteres Beispiel.

    Uri

    • Ergänzung zum Fussgängerstreifen: Die Empfehlung Zebrastreifen statt Fussgängerstreifen zu verwenden, ist nur dann stringent, wenn es Frauen gibt, die sich als weibliche Fussgängerinnenstreifen definieren oder fühlen und sich mit der maskulinen Schreibform „Fussgängerstreifen“ nicht ausreichend angesprochen fühlen. Die Vorstellung, dass es Frauen gibt, die sich als Fussgängerinnenstreifen fühlen, halte ich zwar schon für ein wenig abenteuerlich, jedoch im Zeitalter von „Diversity“, wo jede noch so abstruse Verschiedenheit irgendwie als Bereicherung schöngeredet wird, darf man ja nichts mehr ausschliessen.

      Uri

    • Lieber Uri

      Wir sind zurzeit dabei den Sprachleitfaden zu aktualisieren und nehmen deine Hinweise darüber, was zu Irritationen führt gerne entgegen. Besten Dank dafür.
      Sparche ist ein wirkmächtiges Instrument, wir bilden durch sie unseren Alltag, unsere Realität ab. Diversity-gerechter Sprachgebrauch hat somit eine grosse Wirkung, auch wenn diese zuweilen unbewusst stattfindet. Ebenso klar ist jedoch auch, dass auf Veränderungen der Sprache entsprechend sensibel reagiert wird.
      Vielerorts spiegelt unser Sprachgebrauch nicht die heute gelebte Realität ab, z.B. wenn die Rede einzig von Studenten ist. Heutzutage studieren auch Frauen, somit gibt es – dem deutschen Sprachgebrauch folgend – auch Studentinnen. Werden diese nicht genannt, so wird nicht die tatsächliche Realität wiedergegeben. Ebenso ist es z.B. bei Kindergärtnern oder Pflegefachmännern. Die deutsche Sprache kennt sowohl die männliche, als auch die weibliche Form, sogar eine sächliche. Deren Verwendung bzw. eben die Verwendung aller Formen ist schlicht korrekter Sprachgebrauch. Aus sprachökonomischen Gründen auf eine davon zu verzichten obschon beide oder alle vorhanden sind oder angesprochen werden, führt unweigerlich zur Ungleichbehandlung.
      Gerne werden wir zu gegebener Zeit über den neuen Leitfaden auch an dieser Stelle informieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.