Für mehr Flexibilität beim Arbeiten

Bild Home Office symbolisch

von Matthias Fehlmann, Stabsstelle Diversity ZHAW

Ich sitze gerade an unserem Esstisch – mein Home Office – und schreibe diese Zeilen. Eigentlich ein denkbar ungeeigneter und auf Dauer unbequemer Ort, um zu arbeiten. Mein Arbeitsweg beträgt mit dem Velo weniger als zehn Minuten und ich schätze den persönlichen Kontakt mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie unser Büro an der ZHAW sehr. Dennoch bin ich immer wieder froh, die Möglichkeit zu haben, von zuhause arbeiten zu können. Seit der Geburt unserer Tochter – zumal beide Eltern arbeitstätig sind – gestaltet sich mein Alltag doch etwas komplizierter als zuvor. Jedoch ist nicht nur für Familien das alltägliche Zeitmanagement zu einer Herausforderung geworden. Die Arbeit zeitlich und örtlich flexibler gestalten zu können, ist heute ein grosses Bedürfnis – auch an der ZHAW. Keine Frage, flexibles Arbeiten wird in Zukunft unser Arbeitsverständnis und unsere Arbeitsweise in nahezu jedem Tätigkeitsfeld beeinflussen. Um sich langfristig als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, sind Unternehmen und Organisationen gefordert ihre Infrastruktur und Organisationskultur konsequent und einheitlich auszurichten. Das Rektorat der ZHAW hat sich dieser Aufgabe in einem ersten Schritt gestellt und einen Workshop zur Förderung flexibler Arbeitsmöglichkeiten durchgeführt.

Wie geht es weiter?

Es wurden verschiedene Handlungsfelder identifiziert, die vom Commitment der Führungskräfte bis zur Erarbeitung verbindlicher Regeln reichen. Es ist wichtig, dass beide Seiten das heisst die Vorgesetzten und deren einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut in den Prozess eingebunden werden und sich dabei auf Regeln beziehen können. Wer an einzelnen Tagen von zuhause arbeitet, muss weiterhin gemäss Absprache erreichbar sein. Eine Arbeitsgruppe hat sich dieses Thema vorgenommen, um Basisregeln zu erarbeiten. Dazu zählen auch Fragen der Datensicherheit und technologiegestützter Kommunikation. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Frage, wie das Home Office technisch ausgestattet sein muss. Manche verfügen über fest eingerichtete Arbeitsplätze und manche nutzen ihre eigene Infrastruktur. Auch hier muss überlegt werden, wie passende Lösungen aussehen können.

Es gibt viel zu tun. Ein Anfang ist gemacht. Letztendlich geht es um einen Kulturwandel, der stärker den Fokus auf die Arbeitsergebnisse als auf Präsenzarbeitsstunden legt. Ein neu zu beschreitender Weg, der zu einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben führt und auch für die ZHAW als Arbeitgeberin ein wertvoller USP sein kann.

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