Alles Gute zum Vätertag 2014

Karte_Vätertag_webAm kommenden Sonntag, 1. Juni 2014, ist Vätertag. Wir gratulieren allen Vätern, Grossvätern und väterlich engagierten Männern ganz herzlich dazu!
Und fragen euch: Wie lebt ihr euer Vatersein? Wie organisiert ihr euch zu Hause, wie koordiniert ihr Vatersein und Arbeit? Welche an der ZHAW vorhandenen Rahmenbedingungen helfen euch dabei, wo liegt Verbesserungspotenzial?
Es würde uns freuen, eure Meinungen und Erfahrungen zu hören – auch um das Angebot der ZHAW in diesem Bereich stetig zu verbessern und euren Bedürfnissen anzupassen. Nutzt die Kommentar-Option weiter unten!

Der Vätertag ist in der Schweiz seit acht Jahren bekannt. Initiiert wurde er von männer.ch und weist deutlich auf eine gesellschaftliche Entwicklung hin: Männer wollen immer mehr ihr Vatersein leben, ihre Vaterrolle ausfüllen und sie in Einklang mit ihrer Arbeit bringen. Work-Life-Balance ist nicht mehr nur ein Thema für Frauen sondern betrifft und interessiert Männer genauso. Die Rollenbilder von Frau und Mann, von Mutter und Vater, haben sich gewandelt und die Aufgabenteilung zu Hause verändert sich. Die Zeit des Mannes als alleinigem Ernährer der Familie scheint gezählt, genauso wie der Frau als alleinige Erzieherin.
Doch welchen Rahmenbedingungen sehen sich Väter und Mütter heutzutage in der Gesellschaft und der Wirtschaft gegenüber? Wie gut sind die neuen Rollenbilder verankert, wie akzeptiert?
Zwar sind Teilzeitstellen keine Seltenheit mehr und in aller Munde, doch insbesondere auf höheren Stufen lassen sie noch auf sich warten. Die_der teilzeitarbeitende Chef_in ist weiterhin ein wenig verbreitetes Modell und auch Jobsharing hat sich in der Schweiz noch nicht etabliert.
Das Ansehen von Teilzeitstellen ist vielerorts weiterhin eher schlecht, Teilzeitarbeit wird oft in Zusammenhang mit „eine ruhige Kugel schieben“ gebracht. Dabei belegen Studien, dass Teilzeitarbeitende in den meisten Fällen mehr als das bezahlte Pensum leisten. So überlegt sich mancher Mann und manche Frau, ob sie auf Teilzeit gehen oder wechseln sollen. Die Befürchtung dadurch die guten Arbeiten, die interessanten Projekte und einen gewissen Ruf nicht mehr erhalten und halten zu können, ist vielerorts noch handlungsleitend.
Argumente für die Schaffung von Teilzeitstellen gibt es genügend. Entgegen dem Argument, dass sie eine Unternehmung mehr kosten, profitiert die Unternehmung gleichzeitig von mehr Kreativität, mehr Loyalität, mehr Motivation und damit besseren Ergebnissen. Wobei der Effekt, den die Schaffung guter Teilzeitstellen gegen aussen hat, ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.
Gute Informationen, spannende Einblicke und Beratung zum Thema bieten z.B. das Projekt „Der Teilzeitmann“, Jobsharing-Plattformen sowie die Fachstelle UND – Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen.
In einer Zeit, in der die Globalisierung weiter voranschreitet und die Mobilitätsanforderungen weiter zunehmen, gilt es sich grundlegend Gedanken über das Konzept von Arbeit zu machen. Wie verändern sich diese, wohin gehen sie, wie wollen wir sie künftig haben. Was sind mögliche Arbeitsmodelle, Arbeitsbedingungen und wie wird Arbeit künftig organisiert, bewertet.
Wie seht ihr das? Wohin sollte die Reise eurer Meinung nach gehen?

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