Vielfalt managen? Mit Unterstützung durch Beratungsangebote gelingt es vielfach leichter!

Studieren und Arbeiten an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erfreut sich ungebrochener Popularität. Ende 2017 waren 3’028 Mitarbeitende an der Hochschule beschäftigt und 12‘847 Studierende eingeschrieben. Jede und jeder dieser Hochschulangehörigen bringt eine eigene Lebensrealität mit, die bedingt, dass sie auf Beratung und Unterstützung angewiesen sein kann. Einen Einblick in die Arbeit der Beratungsdienste liefert das aktuelle Monitoring für das zurückliegende Jahr 2017.

Die ZHAW bietet eine Vielzahl an Beratungsangeboten. Dazu zählen unterschiedlichste Fragestellungen von der Studienfinanzierung, über psychologische Beratung und Coaching, der Beratung von Mitarbeitenden und Studierenden mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit bis zur Beratung bei Verdacht auf Diskriminierung, Mobbing und sexueller Belästigung. Am stärksten nachgefragt wurde im vergangenen Jahr die psychologische Beratung, die 392 Personen nutzten. Der Bedarf nach Unterstützung war auch sehr stark bei Fragen rund um das Thema «Studieren und Arbeiten mit Behinderung und chronischer Krankheit». Diesbezüglich fragten 164 Personen um ein Gespräch an. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 725 Personen in einem Erstgespräch beraten. Im Vergleich zur Gesamtpopulation nutzten somit 4.3% der Studierenden und rund 4.6% der Mitarbeitenden ein oder mehrere Beratungsangebote. Die Nachfrage seitens der weiblichen Studierenden und Mitarbeitenden ist übrigens wesentlich grösser, die mit 63% fast zwei Drittel erreichen.

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Weltfrauentag 2018 – Ansporn und Inspiration für mehr Gleichstellung

Jedes Jahr erinnert der Weltfrauentag daran, wie viel es noch zu tun gibt, um die Gleichstellung der Geschlechter weltweit und in der Schweiz zu erreichen. Die Aufzählung ist lang. So haben Frauen öfter als Männer mit Altersarmut zu kämpfen. Die Lohngleichheit ist noch nicht erreicht und die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben nicht in einem Masse sichergestellt, dass Mütter auf gleiche Weise erfolgreich sein können wie Väter. In der Schweiz herrscht heute das modernisierte Ernährermodell vor. Das bedeutet, dass die Väter in der grossen Mehrheit zu 100% berufstätig sind und die Mütter in kleinen bis mittleren Pensen arbeiten. Das ist schon ein Fortschritt im Vergleich zur vorangegangenen Generation, aber noch immer keine gleichberechtigte Aufteilung. Denn wer in kleineren und mittleren Pensen arbeitet, kann sich häufig karrieretechnisch nicht weiterentwickeln. Darunter leiden viele Frauen auch wenn sie diesen Weg gewählt haben und sie zahlen die Rechnung dafür, wenn Sie im Alter eine geringere Pension haben oder sich nicht ihrem Potential entsprechend beruflich entwickeln konnten. Auf der anderen Seite sind die Väter, die gerne mehr Zeit für ihre Kinder hätten und unter Druck geraten den Löwenanteil des Einkommens nach Hause zu bringen. Hier gibt es Potential etwas zu verändern, das sowohl für Mütter und Väter sowie die gesamte Gesellschaft von Vorteil wäre.

Aber wer kann uns inspirieren und als Ansporn dienen?

Viele Organisationen haben erkannt, dass die Förderung der Gleichstellung und der Diversität vorteilhaft ist. Das Engagement besonders in der Wirtschaft ist nicht immer selbstlos, aber trotzdem ganz im Sinne des Weltfrauentages und der Anliegen der Frauen. Hauptsache es tut sich etwas. Diese Organisationen haben erkannt, dass mehr Vielfalt die Innovationskraft einer Organisation fördert, dass diese hilft Konflikte zu reduzieren, dass Vielfalt die Reputation stärkt und obendrein die Rekrutierungschancen erhöht.

Es gibt viele gute Beispiele und Vorbilder, die uns inspirieren können. Hier für Sie zusammengestellt zwei Beiträge zur Gleichstellung anlässlich des heutigen Weltfrauentages 2018:

Eine beispielhafte Organisation

UN-Generalsekretär António Guterres erklärt anlässlich des Weltfrauentages 2018, wie die UN vorgeht, um in der eigenen Organisation voranzukommen (Gleichstellung durch paritätische Repräsentation)

Eine spannende Befragung

Das Newsportal Watson hat 13 prominente Schweizerinnen befragt und sie gebeten die Gleichstellung mit Noten von 1 bis 10 zu bewerten.

Geschrieben von: Leonie Renouil, wissenschaftliche Mitarbeiterin 
der Stabsstelle Diversity ZHAW