„Wi viili Campuscards händ Sii dänn?!“

Mirjam_Hodel_komp

Der Bachelorstudiengang Übersetzen öffnet einem ganz unterschiedliche Türen. Eine davon führt zum Masterstudium. Mirjam Hodel, Absolventin der Vertiefung Mehrsprachige Kommunikation, hat sich für diesen Weg entschieden. Nun studiert sie
nicht nur am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IUED), sondern arbeitet
da auch zu 50 % als wissenschaftliche Assistentin.
Eine gelungene Kombination, wie die Sprachliebhaberin findet.

„Wi viili Campuscards händ Sii dänn?!“ – diese Frage wurde mir kürzlich von der Dame in der Cafeteria gestellt, als ich die richtige Karte für die Vergünstigung des Kaffees suchte. So viele sind es gar nicht, nur zwei, genau gesagt. Auf einer steht „Studentin. Linguistik und Kulturwissenschaften“, auf der anderen „Wissenschaftliche Assistentin. Linguistik und Kulturwissenschaften“. Die studentische Karte gehört mir seit Herbst 2008: Damals begann ich das Bachelorstudium am IUED. Sie sieht gegen Ende meines Masterstudiums entsprechend mitgenommen aus. Die zweite Campuscard wurde mir im Herbst 2012 ausgestellt, als ich die Stelle als wissen­schaftliche Assistentin an der Professur für Angewandte Text- und Gesprächslinguistik antrat.

Es bringt einige Vorteile mit sich, wenn der Arbeitsplatz und die Unterrichtsräume im selben Gebäude sind – fordert jedoch zugleich heraus. Lästige Zwischenstunden oder Lektionenausfall? Kein Problem, schnell ins Büro gehen und arbeiten. Überfüllte Bibliothek gegen Ende des Semesters? Auch okay, lerne ich halt an meinem Arbeitsplatz. Nicht nur logistisch gesehen bringt meine Arbeitssituation Vorzüge, ich kann auch fachlich davon profitieren. Ich durfte etwa erfahren, wie die im Studium vermittelten theoretischen Grundlagen in der Forschung praktisch angewandt werden. Gerade für die schriftlichen Arbeiten und insbesondere im Hinblick auf die Masterarbeit ist das so angeeignete Wissen Gold wert. Mehrmals bin ich im Rahmen meiner Anstellung beim Recherchieren auf Artikel gestossen, die ich später zitieren konnte. Die gute Zusammenarbeit im kleinen Team und die Kaffee- und Mittagspausen mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Grossraumbüro sorgen ausserdem für ein angenehmes Arbeitsklima. Besondere Freude macht mir auch der Austausch mit Studierenden, vor allem wenn ich bei Schwierigkeiten weiterhelfen kann. Wenn man ausserdem eine neue Stelle an einem Ort antritt, der einem nicht fremd ist, fallen einige anfängliche Unsicherheiten weg: Man kennt die Arbeitgeberin und die Personen bereits aus dem studentischen Blickwinkel.

Das Herausfordernde liegt jedoch genau an dieser Doppelrolle: Ich begegne den Dozierenden sowohl als Mitarbeiterin wie auch als Studentin. Bei Leistungsnachweisen habe ich mich häufig zusätzlich unter Druck gesetzt, im Sinne von: „Als Mitarbeiterin kannst du hier doch keinen Quatsch erzählen!“ Seitens der Dozierenden war dies jedoch nie ein Problem, denn sie sind an Assistentinnen und Assistenten gewöhnt, die auch studieren.

Kürzlich habe ich mit dem Masterarbeitskolloquium die letzte Herausforderung auf dem Weg zum Abschluss des Masters in Angewandter Linguistik (Vertiefung Fachübersetzen) bewältigt und arbeite noch bis Ende Februar 2014 zu 50 % am Institut. Ich habe den grossen Vorteil, dass ich mich nun nicht nur mit einem Mastertitel, sondern auch mit erster Berufserfahrung auf Stellen bewerben konnte. Und es hat auch prompt geklappt: Anfang März beginne als Projektkoordinatorin mit einem Teil Übersetzen und Lektorieren bei einem Übersetzungsbüro in Zürich.

1 Kommentar

  1. bennacer abdelouahab

    12. März 2014 at 17:52

    je suis très interessé par luniversité………..

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